Vergleich der CPUs: Apollo Guidance Computer (AGC) vs. USB-C-Ladegerät
- Vergleich der Leistung zwischen der CPU in einem aktuellen USB-C-Wandladegerät und dem Apollo Guidance Computer (AGC) von Apollo 11, der 1969 Menschen zum Mond brachte und sicher zurück.
- Der Apollo Guidance Computer von Apollo 11 hatte eine Taktfrequenz von 1,024 MHz, 2048 15-Bit-Wörter RAM und Programmspeicher für 36.864 15-Bit-Wörter.
- Die CPU des Anker PowerPort Atom PD 2 läuft mit 48 MHz und verfügt über 8 KB RAM sowie 128 KB Programmspeicher, womit sie als die leistungsstärkste CPU bewertet wird.
Geschwindigkeitsvergleich
- Der Apollo Guidance Computer von Apollo 11 benötigt mindestens 12 Taktzyklen pro Befehl und verwendet ein einzelnes Akkumulatorregister für arithmetische Operationen.
- Die ARM Cortex-M0-CPU im Anker PowerPort Atom PD 2 besitzt keinen Cache, Speicherzugriffe erfolgen mit konstanter Geschwindigkeit, und Befehle werden der Reihe nach ausgeführt.
- In den meisten Fällen benötigen die Befehle des Apollo Guidance Computer von Apollo 11 zwölfmal so viele Taktzyklen wie die des Cortex-M0.
Speichervergleich
- Programmspeicher: Wegen Platzmangels im Programmspeicher musste für den Apollo Guidance Computer von Apollo 11 eine virtuelle Maschine bzw. ein Interpreter geschrieben werden.
- Der CYPD4225 verfügt über 128 KB Flash-Speicher und kann damit 1,90-mal mehr Informationen speichern als der Apollo Guidance Computer von Apollo 11.
- RAM: Das Anker PowerPort Atom PD2 verfügt über etwa doppelt so viel RAM wie der Apollo Guidance Computer von Apollo 11.
Die Reise zum Mond
- Das Apollo-11-Raumschiff enthielt vier Computer: 2 Apollo Guidance Computer von Apollo 11, 1 Saturn Launch Vehicle Digital Computer (LVDC) und 1 Abort Guidance System (AGS).
- Alle Computer von Apollo 11 sind langsamer und verfügen über weniger Speicher als das Anker PowerPort Atom PD 2.
- Der CYPD4225 wurde nicht für den Betrieb in einer Weltraumumgebung bewertet, und es ist weitere Untersuchung nötig, welche Anzahl und Arten von Peripheriegeräten die Apollo-11-Computer unterstützten.
Fazit
- In den Jahren 2012–2013 nutzten die meisten USB-Ladegeräte noch USB-Ladeerkennung ohne digitale Kommunikation, doch USB-C-Ladegeräte im Jahr 2020 enthalten Mikrocontroller und CPUs.
- Einige USB-C-Ladegeräte besitzen CPUs, die leistungsfähiger sind als der Apollo Guidance Computer von Apollo 11, und die meisten arbeiten mit mindestens zehnmal höherer Taktfrequenz.
- USB-C Power Delivery löst Probleme und bietet neue Funktionen, erhöht aber auch die Komplexität durch zusätzliche Firmware und Chips, die in der Fertigung berücksichtigt werden müssen.
Meinung von GN⁺
- Das Wichtigste an diesem Artikel ist, dass die CPUs in modernen USB-C-Ladegeräten deutlich leistungsfähiger sind als der Apollo Guidance Computer von Apollo 11, der bei der Mondlandemission 1969 eingesetzt wurde.
- Dieser Vergleich zeigt die rasante Entwicklung der Technik und ist faszinierend, weil Geräte, die wir im Alltag verwenden, heute über mehr Rechenleistung verfügen als frühere Ausrüstung für die Raumfahrt.
- Der Artikel spiegelt außerdem den Trend wachsender Komplexität moderner Technik wider und bietet interessante Einblicke darin, wie sich diese Veränderungen auf unseren Alltag und die Zukunft der Technologie auswirken könnten.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
I'm a bit tired of all the sensationalist "look what landed on the moon vs. today's hardware" comparisons.
Is the weight/cost calculus sufficiently improved now that it’s cheaper to shield the processor in its entirety rather than trying to rad harden the circuitry itself?
Pretty much all USB chips have a fully programmable CPU when you go into the data sheets.
I'm curious - are there any ways of finding out the precise hardware that's used in these small-scale devices without actually having to take them apart?
So in 50 years the equivalent of a gpt4 training cluster from today's datacenters will fit in a cheap cable, and it will run over 100 times faster than a full cluster today.