Das Web mit einem persönlichen Reader zurückerobern
- Nach einem Burnout in der Karriere stellte sich Ernüchterung gegenüber der Softwarebranche ein.
- Die Arbeit wurde pausiert, Lebensgewohnheiten wurden verbessert und Social Media wurde aufgegeben.
- Eine Herausforderung war es, den Druck rund um Produktivität zu überwinden.
Begegnung mit Mastodon
- Über Mastodon wurde die Kontrolle über den Feed zurückgewonnen, und es wurden Menschen gefunden, die ein ähnliches Unbehagen gegenüber der Softwarebranche und dem Web empfinden.
- Mastodon wurde jedoch nicht als geeigneter Informations-Hub empfunden.
Die IndieWeb-Bewegung und Social Reader
- Die IndieWeb-Bewegung und das Konzept eines Social Readers wurden entdeckt.
- Benötigt wurde kein Microblogging, sondern ein Feed-Reader, der sich an die eigenen Vorlieben anpassen lässt.
Zielsetzung
- Aus Nutzersicht wurde eine Erfahrung gewünscht, die eher einem Social-Media-Home-Feed als einem E-Mail-Posteingang ähnelt.
- Es bestand kein Interesse an der Umsetzung sozialer Funktionen.
- Aus Entwicklersicht standen die Nutzererfahrung an erster Stelle und die einfache Betriebsführung höher als Entwicklerkomfort.
Architektur
- Die UI wurde so entworfen, dass sie als Webanwendung zugänglich ist.
- Mit einer serverseitigen Rendering-Bibliothek wurde eine einfache und dynamische Web-UI umgesetzt.
- Gewählt wurde eine monolithische Webanwendung mit SQLite als Datenbank.
Programmiersprache und Testing
- Go wurde in Betracht gezogen, letztlich fiel die Wahl aber auf Python, um schnell einen Prototyp zu entwickeln.
- In der Anfangsphase wurden keine Tests geschrieben.
Entwicklungsprozess
- Die Entwicklung erfolgte, indem die App zugleich aus der Perspektive eines Nutzers erlebt wurde.
- Nachdem die Grundfunktionen vorhanden waren, wurde die Sortierung der Feeds verbessert.
- Über einen Raspberry-Pi-Server wurde die App kontinuierlich genutzt und weiterentwickelt.
Fazit
- Mit dem persönlichen Feed-Reader
feedi gelang die Wiederannäherung an die Softwareentwicklung.
feedi wird als erste Seite des Internets genutzt, um die Kontrolle über den eigenen Informationskonsum zurückzugewinnen.
Meinung von GN⁺
- Der Kern dieses Artikels ist der Prozess, ausgehend von persönlichen Bedürfnissen und Unzufriedenheit eine eigene Lösung zu schaffen.
- Hervorzuheben sind die wiederentdeckte Leidenschaft für Softwareentwicklung und eine Entwicklungsphilosophie, die die Nutzererfahrung konsequent in den Mittelpunkt stellt.
- Der Text ist interessant und ansprechend, weil er Entwicklerinnen und Entwicklern den Wert und die Freude daran vermittelt, eigene Werkzeuge zu bauen.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Zufriedenheit mit der URLwatch-Konfiguration
Vorstellung von „deinem IT-Menschen“
Wunsch nach Erweiterung des persönlichen Feeds
Zustimmung zur Entscheidung, automatisierte Tests zu überspringen
Positive Erfahrungen mit dem Bau nützlicher persönlicher Software
Empfehlung von „How to do nothing“
Unterstützung für die „Feed“-Mentalität
Teilen persönlicher Gedanken über die Zukunft
Gedanken zu nötigen Funktionen auf einem Fahrtensegelboot
Überlegungen zu App-Zugänglichkeit und Sicherheit