1 Punkte von GN⁺ 2023-12-11 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Warum die Entwicklung von Linux-Anwendungen wichtig ist

  • Linux-Nutzer haben eine hohe Nachfrage nach neuer Software.
  • Linux-App-Stores und -Repositories bieten im Vergleich zu proprietären Pendants weniger Anwendungen.
  • Technikbegeisterte werden ermutigt, Leidenschaft und Kreativität in die Entwicklung neuer Apps für Linux einzubringen.

Warum man Anwendungen statt Linux-Distributionen entwickeln sollte

  • Wenn man eine App-Idee hat, die man selbst braucht, ist es gut möglich, dass andere ähnliche Bedürfnisse haben.
  • Neue Anwendungen können neue Entwickler für Linux inspirieren.
  • App-Entwicklung ist eine kreative Tätigkeit, und das Erfolgserlebnis beim Abschluss eines Projekts ist sehr lohnend.
  • Die Entwicklung von Anwendungen fördert den Aufbau von Community, und die Linux-Community möchte Entwicklern zum Erfolg verhelfen.
  • Fähigkeiten in der App-Entwicklung sind sehr begehrt und lassen sich mit kostenlosen Lernmaterialien erwerben.
  • Durch den Aufbau populärer kostenpflichtiger Anwendungen und Dienste können Einnahmequellen entstehen.

Für alle Linux-Distributionen entwickeln

  • Linux ist ein sehr vielfältiges Ziel mit Hunderten von Distributionen, doch sobald eine Anwendung veröffentlicht ist, funktioniert sie in der Regel fast überall.
  • Systeme zur Paketierung und Verteilung von Software sind gut dokumentiert, sodass Entwickler ihre Anwendungen an Nutzer ausliefern können.

Erste Schritte

  • Das GNOME-Projekt entwickelt den GNOME-Shell-Desktop und ermöglicht Entwicklung auf Basis von Gjs und Gtk.
  • KDE entwickelt den Plasma-Desktop und bietet Tools und Frameworks für die Erstellung von Anwendungen.
  • elementary OS entwickelt einen Desktop und ein Ökosystem, in dem Entwickler Anwendungen erstellen können.
  • Electron ermöglicht die Entwicklung plattformübergreifender Desktop-Apps mit JavaScript, HTML und CSS.
  • Ubuntu Touch ist ein Open-Source-Betriebssystem, das für den Einsatz auf einer Vielzahl von Geräten entwickelt wurde.

Meinungen von Entwicklern

  • Das Linux-App-Ökosystem sollte florieren, damit Linux eine breitere Öffentlichkeit erreicht.
  • Es braucht großartige Apps, damit Linux zu einem Betriebssystem wird, das Menschen wirklich nutzen wollen.
  • Desktop-Linux bietet eine einzigartige Gelegenheit, nicht nur großartige Apps zu entwickeln, sondern auch Plattform-APIs mitzugestalten und die allgemeine Richtung zu beeinflussen.

Eigene Werke teilen

  • AppCenter ist ein offener App-Store und Build-Service für unabhängige Entwickler nach dem Pay-what-you-want-Prinzip.
  • AppImage dient zur Verteilung von Desktop-Linux-Anwendungen, die auf allen wichtigen Linux-Distributionen ausgeführt werden können.
  • Flatpak ist ein Framework für die Verteilung von Linux-Desktop-Anwendungen.
  • Der openSUSE Build Service ist eine öffentliche Instanz für die Entwicklung der openSUSE-Distribution und die Bereitstellung von Paketen für andere Distributionen.
  • Snapcraft ist ein leistungsstarkes und einfach zu bedienendes Kommandozeilen-Tool zum Erstellen von Snaps.

Meinung von GN⁺

Der wichtigste Punkt dieses Artikels ist, dass Linux-Nutzer nach neuen Anwendungen verlangen und Technikbegeisterte dazu ermutigt werden, Anwendungen zu entwickeln, statt Linux-Distributionen zu erstellen. Das hilft, das Linux-Ökosystem auszubauen, die Entwickler-Community zu stärken und Raum für persönliche Kreativität zu schaffen. Der Text dürfte für Menschen mit Leidenschaft für Linux interessant sein und bietet Entwicklern mit verschiedenen Einstiegen und Ressourcen für die Linux-App-Entwicklung einen attraktiven Leitfaden.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-12-11
Hacker-News-Kommentare
  • Unter Linux gibt es noch kein stabiles Set an Kern-Frameworks; andere Plattformen liefern standardmäßig mehr Frameworks mit, und diese ändern sich seltener.
  • Die Namenskonventionen für Linux-Pakete sind inkonsistent und verwirrend. Zum Beispiel ist unklar, nach welchem Muster Paketnamen mit dev, einer version oder Zahlen als Suffix versehen werden.
  • Es ist gut, neue Software zu entwickeln, aber man sollte auch in Betracht ziehen, zu bestehenden Projekten beizutragen oder eingestellte Projekte wiederzubeleben. Dabei wird der Bedarf an einer entsprechenden Datenbank angesprochen.
  • Es gibt Beschwerden über den Mangel an Werkzeugen für die Entwicklung OS-übergreifend kompatibler Apps, aber neben Electron existieren auch Lösungen wie Qt, Flutter und Kirigami.
  • Es wird kritisiert, dass Open-Source-Software nicht mit dem Markt konkurriert und eine schlechte User Experience als selbstverständlich hingenommen wird. Auch Open Source sollte Risiken durch Nutzer ausgesetzt sein.
  • Ein Entwickler einer Open-Source-Notiz-App versuchte, Premium-Funktionen kostenpflichtig anzubieten, weil sich der Lebensunterhalt nicht allein durch Werbung finanzieren ließ. Da die App jedoch vollständig Open Source ist, kann jeder den Quellcode kompilieren. Die nächste App soll als Closed Source veröffentlicht werden, was der Linux-Community voraussichtlich positiv helfen wird.
  • Für die Behauptung, man solle Anwendungen statt Linux-Distributionen bauen, gebe es zu wenige Beispiele.
  • Auf die Meinung, man solle aufhören, Linux-Distributionen zu bauen und sich auf die Entwicklung von Anwendungen konzentrieren, kommt der Einwand, man solle nicht darauf hören, wenn andere einem vorschreiben wollen, was man zu tun hat.
  • Ein Nutzer, der von Mac zu Linux gewechselt ist, findet, dass Linux gute Unterstützung für Hardware und Peripheriegeräte bietet, der App Store sich jedoch unfertig anfühlt. Da viel Software mit Fokus auf Ubuntu geschrieben sei, zögere er, zu einer anderen Distribution zu wechseln.
  • Wegen der Wahrnehmung, dass Linux-Nutzer nicht bezahlen, sei die Entwicklung von Anwendungen für Linux schwieriger.
  • Es wird der Meinung zugestimmt, dass man Anwendungen statt Linux-Distributionen entwickeln sollte.