Chromes nächste Strategie im Krieg gegen Werbeblocker: langsamere Updates für Erweiterungen
(arstechnica.com)Chromes nächste Waffe im Krieg gegen Werbeblocker: langsamere Updates für Erweiterungen
- Googles Krieg gegen Werbeblocker nimmt ernsthaft Fahrt auf, und YouTube konzentriert sich darauf, Werbeblocker zu erkennen und zu blockieren.
- Chrome will im Juni 2024 die Erweiterungsplattform Manifest V3 einführen, die Werbeblockierung einschränkt.
- Manifest V3 errichtet Hürden für Updates von Erweiterungen und erschwert es Entwicklern, schnell auf Veränderungen zu reagieren.
Änderungen in Manifest V3
- Das aktuelle Manifest V2 wird seit über 10 Jahren verwendet und erlaubt Erweiterungen die vollständige Kontrolle über den Webbrowser-Traffic.
- Manifest V3 schafft die WebRequest API ab, eine zentrale API für Werbeblocker, und ersetzt sie durch eine eingeschränkte Filtering-API, bei der Google mehr Kontrolle hat.
- Die neue NetRequest API lässt Erweiterungen Google Chrome darum bitten, Netzwerkanfragen zu blockieren, setzt willkürliche Grenzen für die Anzahl der Filterregeln und beschränkt auch die Wirkung einzelner Regeln.
Auswirkungen verzögerter Updates
- Derzeit können Werbeblocker und Datenschutz-Apps Updates für Filterlisten direkt verteilen, doch Manifest V3 schränkt dies ein.
- Alle Updates müssen über vollständige Erweiterungs-Updates im Chrome Web Store erfolgen, was zu erheblichen Zeitverzögerungen führt.
Reaktion von Firefox
- Firefox unterstützt wegen der Popularität von Chrome inzwischen Manifest-V3-Erweiterungen, wird die Unterstützung für Manifest V2 aber nicht sofort einstellen.
- Firefoxs Umsetzung von Manifest V3 kennt keine Filterbeschränkungen, und Mozilla stellt sicher, dass Nutzer weiterhin wirksame Datenschutz-Tools wie uBlock Origin verwenden können.
Verzögerungen bei Reviews im Chrome Web Store
- Da Updates für Filterlisten nun über den Chrome Web Store laufen müssen, kann die Prüfung von einigen Stunden bis zu drei Wochen dauern.
- Dieser Zeitrahmen stammt noch aus einer Phase, bevor die Arbeitslast der Reviews im Chrome Web Store künftig stark ansteigen dürfte, weil Google alle Änderungen durch den Review-Prozess schleusen muss.
Meinung von GN⁺
Der wichtigste Punkt dieses Artikels ist, dass Google mit Manifest V3 offenbar versucht, die Update-Geschwindigkeit von Werbeblockern zu verlangsamen. Das erschwert es Entwicklern von Werbeblockern, schnell auf Änderungen in Ad-Delivery-Systemen zu reagieren, und kann dadurch die Wirksamkeit der Werbeblockierung verringern. Diese Änderungen können sich direkt auf das Weberlebnis und den Datenschutz der Nutzer auswirken und spiegeln die anhaltende Spannung zwischen Werbung und Datenschutz in der Technologiebranche wider. Interessant ist der Beitrag, weil er das Bewusstsein für eine wichtige technische Veränderung schärft, die Rechte von Internetnutzern und das Web-Browsing-Erlebnis mitprägt.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Es ist gut, dass der Ars-Artikel Ad-Blocker unterstützt, aber er müsste gründlicher vorbereitet sein, etwa durch Gespräche mit tatsächlichen Entwicklern und durch das Vermeiden falscher Behauptungen.
Es fehlt eine klare Erklärung, warum MV3 für Blocklisten-Updates den Chrome Web Store durchlaufen muss.
declarativeNetRequestansieht, gibt es statische Regelsätze, die im Manifest der Erweiterung deklariert werden müssen, aber auch dynamische Regelsätze, die sich per JavaScript aktualisieren lassen.Es fehlt an Verständnis dafür, warum Google indirekt Ad-Blocking behindert.
Die Behauptung, der Artikel sei Clickbait.
Eine positive Reaktion eines Nutzers, der wieder Firefox verwendet und dabei neue Erfahrungen gemacht hat.
Probleme beim Laden von Google-Webdiensten in Firefox.
Vielleicht wäre es für Google besser, Werbung direkt in Chrome einzubauen.
Es sei an der Zeit, Google für Schäden durch über Werbung verbreitete Malware, Phishing und Betrug zur Verantwortung zu ziehen.
Dass Google die Ineffizienz von Ad-Blocking nicht versteht, könnte an beruflichen Eigeninteressen liegen, die dieses Verständnis behindern.
Es gibt Spekulationen, dass Updates der uBlock-Origin-Version im Chrome Web Store verzögert werden und dass dies eine absichtliche Verzögerung durch Google sein könnte.