US-Regierung bezahlt AT&T, damit die Polizei ohne richterlichen Beschluss die Telefonverbindungsdaten von US-Bürgern durchsuchen kann
(theregister.com)US-Regierung bezahlt AT&T, damit die Polizei die Telefonverbindungsdaten von US-Bürgern durchsuchen kann
- Ein US-Senator kritisiert, dass amerikanische Strafverfolgungsbehörden über ein geheimes Programm namens Hemisphere Project die Telefonverbindungsdaten von US-Bürgern und Einwohnern durchsuchen.
- Das Programm ermöglicht es der Polizei, Billionen inländischer Telefonverbindungsdaten seit 1987 zu durchsuchen, wobei täglich 4 Milliarden neue Anrufdatensätze hinzukommen.
- Senator Ron Wyden behauptet, dass diese Durchsuchungen meist ohne richterlichen Beschluss erfolgen, und fordert vom Justizministerium die Offenlegung von Informationen über das Programm.
Nicht klassifiziert, aber die Bundesregierung will keine Veröffentlichung
- Datenschutzaktivisten, darunter die Electronic Frontier Foundation (EFF), haben Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz und Klagen auf Ebene der Bundesstaaten zu öffentlichen Unterlagen eingereicht, um mehr über das geheime Überwachungsprogramm herauszufinden.
- Programmunterlagen sind nicht klassifiziert, aber als „law-enforcement sensitive“ gekennzeichnet, was ihre Veröffentlichung behindert.
- Senator Wyden möchte diese Kennzeichnung entfernen lassen und argumentiert, dass Hemisphere nicht Gegenstand einer föderalen Datenschutz-Folgenabschätzung ist.
Meinung von GN⁺
Der wichtigste Punkt dieses Artikels ist, dass die US-Regierung in Zusammenarbeit mit AT&T ein Programm betreibt, mit dem die Polizei die Telefonverbindungsdaten von US-Bürgern in großem Umfang durchsuchen kann. Das ist ein Thema, das im Zusammenhang mit dem Schutz der Privatsphäre vieler Menschen große Kontroversen auslösen kann, und es dürfte auf Interesse stoßen, weil es zur anhaltenden Debatte über Datenschutz und das Ausmaß staatlicher Überwachung beiträgt.
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