„Wie man als Vorgesetzter Autorität ausübt, ohne autokratisch zu wirken“
(jeffwofford.com)Zusammenfassung: Effektive Anweisungen geben
- Eine Führungskraft ist jemand, der Autorität besitzt und das Handeln anderer anleitet.
- Wichtig ist, Teammitgliedern Anweisungen zu geben, ohne sie dabei vor den Kopf zu stoßen.
- Die meisten Teamdiskussionen sind interaktive Prozesse mit Beteiligung aller, ohne stark ausgeprägte Hierarchien.
- Die Hauptaufgabe einer Führungskraft besteht darin, verschiedene Optionen aufzuzeigen und dem Team zu helfen, zu fundierten Entscheidungen zu gelangen.
- Manchmal sind klare und entschlossene Anweisungen nötig, doch ebenso wichtig ist es, sie so zu vermitteln, dass sie nicht als „Befehl“ empfunden werden.
- Sprache, Gestik, Tonfall und auch die Gespräche vor und nach einer Anweisung sind allesamt wichtig.
- Bei Anweisungen ist die Wortwahl entscheidend, und es lohnt sich, verschiedene Ausdrucksweisen in Betracht zu ziehen.
Einteilung von Anweisungen
- „Bring den Müll raus.“ Die einfachste und direkteste Form einer Anweisung; die Absicht ist klar, kann aber etwas grob wirken.
- „Kannst du bitte den Müll rausbringen?“ Durch Zusätze wie „bitte“ wirkt es eher wie eine Bitte, ohne an Klarheit zu verlieren.
- „Es wäre gut, wenn du den Müll rausbringst.“ Eine weichere Formulierung, die jedoch weniger eindeutig sein kann.
- „Du musst den Müll rausbringen.“ Verleiht der Anweisung etwas mehr Verbindlichkeit, ohne unnötig harsch zu klingen.
- „Würdest du den Müll rausbringen?“ Eine Anweisung in Frageform, die Wahlfreiheit signalisiert und die Absicht dennoch klar macht.
- „Könntest du den Müll rausbringen?“ Eine sanfte Bitte, die nach der Möglichkeit fragt.
- „Lass uns den Müll rausbringen.“ Durch „uns“ entsteht ein Gefühl des gemeinsamen Handelns.
- „Warum bringst du nicht den Müll raus?“ Eine sehr sanfte Formulierung, bei der die Eindeutigkeit der Anweisung geringer ist.
- „Wie wäre es, wenn du den Müll rausbringst?“ Eine anregende, vorschlagartige Form der Anweisung.
- „Ich würde es gut finden, wenn du den Müll rausbringst.“ Formuliert die Anweisung als Bitte.
Meinung von GN⁺
Der wichtigste Punkt dieses Textes ist, dass Führungskräfte einen Weg finden müssen, Teammitgliedern wirksame und klare Anweisungen zu geben, ohne dabei deren Beteiligung und Motivation zu verlieren. Der Text zeigt verschiedene Kommunikationstechniken auf, mit denen man Führungsverantwortung übernehmen kann, ohne den Eindruck von „Autokratie“ zu erwecken, und hilft so insbesondere Junior-Softwareentwicklern, ihre Rolle im Team besser auszufüllen. Solche Kommunikationsweisen sind wichtig, weil sie zu einer positiven Atmosphäre im Team beitragen und alle Beteiligten dazu ermutigen, sich aktiv an der Problemlösung zu beteiligen, was letztlich entscheidend dafür ist, die Teamleistung zu maximieren.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Menschen, die sagen „Ich brauche“, landen auf der Liste, auch wenn ich selbst nicht der Gesprächspartner bin
Wenn man sich als Führungskraft bereits Gedanken darüber macht, „wie man etwas sagt“, hat man schon versagt
„Bring den Müll raus“ ist deutlich weniger harsch als „Du solltest den Müll rausbringen“
Gute technische Führungskräfte inspirieren, statt Anweisungen zu geben
In Gruppen mit tiefem Vertrauen und Respekt kann man direkt miteinander sein, ohne dass es grob wirkt
Beispiel der Ehefrau: „Kannst du den Müll rausbringen?“
Formulierungen wie „Ich brauche“ oder „Der Müll muss raus“ sind passiv-aggressiv
Der Artikel ist zu lang und zeigt nicht wirklich, wie man tatsächlich höflich bittet
Als Teamleiter ist es wichtig, das Team vor externen Problemen zu schützen und Einsatz für gemeinsame Ziele zu zeigen
Befehle sind das letzte Mittel