1 Punkte von GN⁺ 2023-11-10 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Amazon erhöht die Werbung auf Fire TV

  • Amazons Fire TV lockt Verbraucher mit günstigen Preisen an und erzielt anschließend Einnahmen, indem mehr Werbung angezeigt wird.
  • Mit der Einführung eigener TV-Modelle im September 2021 wurde ein „hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis“ betont, doch Nutzer zahlen nun mit auffälligeren Werbeformaten die Zeche.
  • Die neuen Werbeformen sind darauf ausgelegt, im Monatsdurchschnitt 155 Millionen einzelne Zuschauer zu erreichen.

Verknüpfung neuer Werbung mit generativer KI-Alexa

  • Die generativen KI-Funktionen von Alexa sollen das Finden von Inhalten auf Fire TV nützlicher machen, was Amazon zur Monetarisierung nutzen wird.
  • Die Werbung wird mit generativer KI verknüpft, indem bei der Bitte an Alexa, eine bestimmte Show zu finden, passende Anzeigen eingeblendet werden.
  • Amazon will Alexa von einem Werkzeug, das lediglich zur passenden App führt, zu einem Werkzeug weiterentwickeln, das konkrete Shows empfiehlt. Diese Funktion neben Werbung zu platzieren, wirkt jedoch so, als würden Werbekunden priorisiert.

„Dauerhafte“ Werbung

  • Fire-TV-Nutzer werden auf dem Startbildschirm Bannerwerbung sehen, die nichts mit Unterhaltung oder Medien zu tun hat.
  • Früher wurden nur Anzeigen aus den Bereichen Medien und Unterhaltung gezeigt, jetzt wird die Werbefläche für verschiedenste Arten von Werbekunden geöffnet.
  • Amazon ist sich bewusst, dass diese Werbung dominant wirken kann, und hebt hervor, dass die native Anzeige am oberen Rand des Startbildschirms die Hälfte des Bildschirms einnimmt.

Meinung von GN⁺

Der wichtigste Punkt dieses Artikels ist, dass Amazon eine Strategie verfolgt, mit der Werbeeinnahmen gesteigert werden sollen, selbst auf Kosten der Nutzererfahrung bei Fire TV. Das ist interessant, weil Verbraucher auf der Suche nach günstigen Smart-TVs zugleich zu einer ständigen Interaktion mit Werbung gezwungen werden könnten. Diese Veränderung kann eine Diskussion darüber auslösen, wie Technologie und Werbung zusammenwirken und die Nutzererfahrung prägen, und Verbraucher dazu bringen, tiefer über das Verhältnis zwischen Werbung und Technologie nachzudenken.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-11-10
Hacker-News-Kommentare
  • Wer einen FireTV-Stick oder ein entsprechendes Display besitzt, hat vielleicht bemerkt, dass die Streaming-App FreeVee immer prominenter platziert wird. Die App bietet „Kanäle“, die ältere Sendungen wie <i>Murder She Wrote</i> dauerhaft streamen, und löst damit das Streaming-Problem für ältere Menschen, die Netflix oder Hulu nicht verstehen. Diese Sendungen haben künstliche Werbepausen, in denen den Nutzern 2–3 personalisierte Anzeigen gezeigt werden.
  • Es ist ratsam, einen Smart-TV nicht mit dem Internet zu verbinden und stattdessen mit einem Apple TV zu nutzen. Fernseher, die ohne Internetverbindung nicht einmal booten, sollte man zurückgeben und ein anderes Produkt kaufen.
  • Der Trend, dass TV-Hersteller durch mehr Werbung Einnahmen erzielen, ist heute ein in allen Branchen verbreitetes Phänomen.
  • Ein Nutzer kaufte einen Fire TV und verwendet ihn im Winter im Whirlpool-Raum und im Sommer auf der Außenterrasse. Wegen des günstigen Preises stören ihn die eingeblendeten Anzeigen kaum. Er streamt mit vollständig werbefreien Apps wie JellyFin, VLC und HDHomeRun.
  • Ein anderer Nutzer versucht, die Werbung auf einem LG OLED TV zu entfernen, und stellte fest, dass der RootMyTV-Exploit nicht mehr funktioniert. Er fand eine Möglichkeit, einige Anzeigen und die Prüfung auf OS-Updates zu blockieren, indem er die IPs eines lokalen Akamai-Peers sperrt, was jedoch andere Funktionen beeinträchtigen könnte, die das CDN nutzen.
  • Prime Video wird immer schlechter, und die Version mit Werbung stört beim Anschauen, während das Targeting unangenehm ist. Nachdem er die guten werbefreien Inhalte auf Prime Video durchgesehen hat, will ein Nutzer mit GnuCash prüfen, ob die 5-%-Rewards der Amazon-Kreditkarte mehr wert sind als eine gewöhnliche Karte mit 2 % Cashback.
  • Ein Nutzer kaufte bei Walmart einen 65-Zoll-4K-„Dumb TV“ der Marke Sceptre. Die Bildqualität ist ähnlich wie bei anderen 4K-Fernsehern, aber die Audioqualität ist sehr schlecht. Mit einer günstigen Soundbar von Best Buy hat er das Problem gelöst. Er nutzt den Fernseher etwa fünf Stunden pro Woche und ist zufrieden, weil es keine Probleme mit trägen Menüs, Boot-Zeiten oder Werbung gibt.
  • „Dumb TVs“ gibt es noch immer, und es wird ein Produktlink zu einem 65-Zoll-4K-TV von NEC geteilt.
  • Es gibt die Frage, ob es Smart-TVs ohne Werbung gibt und ob Apple TV dabei noch die beste Option ist.
  • Google hat den gleichen Ansatz übernommen und damit bei einem Nutzer den Nvidia Shield praktisch unbrauchbar gemacht.
  • Kindle-Fire-Tablets führen den Nutzer in ein Erlebnis, das ihn ständig für Amazon-Inhalte interessieren soll. Ein Nutzer kaufte sie während der Corona-Zeit, um den Kindern beim Lernen zu helfen, plant wegen dieser Erfahrung aber, nie wieder ein Produkt mit Amazon OS zu kaufen.