- Der Autor litt an Lupus-Enzephalitis, also einer seltenen Erkrankung, bei der Lupus eine schwere Entzündung des Gehirns verursacht.
- Dieser Zustand führte zum Verlust verschiedener kognitiver Fähigkeiten, darunter auch der Zeitwahrnehmung.
- Als professioneller Musiker empfand der Autor den Verlust des Zeitgefühls als besonders quälend, weil Timing in der Musik so wichtig ist.
- Aufgrund der Erkrankung konnte der Autor kurze und lange Zeitspannen nicht mehr unterscheiden, sodass jeder Moment verwirrend und endlos wirkte.
- Die Zeitwahrnehmung des Gehirns ist abstrakt und beruht auf einer Kombination aus äußeren und inneren Sinneseindrücken sowie Erinnerungen.
- Es gibt im Gehirn kein bestimmtes Areal für die Zeitwahrnehmung; stattdessen sind verschiedene kleine Verarbeitungsorte im Hirnstamm und in der gesamten Großhirnrinde daran beteiligt.
- Das Gehirn misst Zeit über ein Netzwerk von Zeitmesszellen im Hippocampus, das Zeitintervalle von bis zu 10 Sekunden genau erfassen kann.
- Es wird angenommen, dass die Wahrnehmung längerer Zeitspannen über die Bildung episodischer Erinnerungen gemessen wird, die unser Zeitgefühl prägen.
- Die Erholung von der Hirnschädigung war für den Autor ein nervenaufreibender Prozess, und durch intensives Üben mit einem Metronom gewann er sein Timing-Gefühl zurück.
- Auch nach der Genesung hat der Autor weiterhin Schwierigkeiten mit Erinnerungen und Zeitwahrnehmung, ist aber dankbar, wieder wie ein Musiker denken zu können.
- Der Autor denkt über den komplexen Prozess nach, mit dem das Gehirn Zeit versteht, und empfindet die Synchronisation von Orchestermusikern als eindrucksvollen Beleg für diese komplexe kognitive Fähigkeit.
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