- Umfrage unter 267 Fachleuten, die an Branding beteiligt sind (Branding-Profis): darunter Inhouse-Teams, Unabhängige und Gründer
Preisstrategie
- 80 % der Branding-Profis kalkulieren Projektpreise anhand des Zeit- und Arbeitsaufwands
- 37 % der Branding-Profis nutzen Stundensätze zur Preisgestaltung, 69 % arbeiten mit Festpreisen
- Nur 35,2 % der Befragten setzen auf wertbasierte Preisgestaltung für ihre Arbeit
- Die Mehrheit der Branding-Projekte (50 %) liegt offenbar zwischen 500 und 5000 US-Dollar
Kundengewinnung
- Die wichtigsten Wege zur Kundengewinnung sind Empfehlungen und Mundpropaganda (86,1 %). 21 % der Branding-Profis bieten kostenlose Beratungsgespräche an
- Networking und Beziehungsaufbau (71,5 %) sind nach Empfehlungen die zweiterfolgreichste Strategie zur Kundengewinnung
AI-Integration
- 70,4 % der Branding-Fachleute glauben, dass AI ihre Arbeit erleichtern wird, und sind offen dafür, AI-Tools wie ChatGPT, Adobe Software und Midjourney in den Branding-Prozess zu integrieren
- Einige Branding-Fachleute äußerten die Sorge, dass Tools wie Canva (38,6 %) und AI bestehende Design-Services herausfordern könnten und dass kontinuierliche Innovation nötig sei, um aufzufallen
Die Zukunft von Marken
- Branding-Profis glauben, dass Authentizität (74,5 %) und Personalisierung (58,8 %) die Zukunft des Brandings prägen werden. Nachhaltigkeit, emotionales Branding und ethisches Branding sind ebenfalls wichtige Faktoren
- Purpose-getriebenes Branding (57,3 %) und emotionales Branding (49,4 %) unterstreichen, dass es immer wichtiger wird, sinnvolle und emotional anschlussfähige Markenerlebnisse zu schaffen
Tools
- AI-Tools: ChatGPT, Jasper, Luminar, MidJourney, Synthesia, Looka Logo Maker, Business Name Generator, Wix ADI, Shutterstock Generator, Originality AI
- Fast 90 % der Umfrageteilnehmer nutzen Adobe Creative Suite
- Design-Tools wie Figma, Procreate, Sketch und Corel werden ebenfalls häufig verwendet
- Obwohl Canva (38,6 %) normalerweise nicht die bevorzugte Plattform von Branding-Fachleuten ist, belegt es Platz 2, möglicherweise weil Kunden leicht editierbare Templates und Assets bevorzugen. Das scheint auf einen Wandel hin zu zugänglichen und benutzerfreundlichen Design-Plattformen hinzudeuten
- Die am häufigsten gewählten Stock-Websites sind Unsplash, Pexels, Freepik, Adobe Stock und Shutterstock
- Die am häufigsten genutzten Tools für den Geschäftsbetrieb sind das Zahlungstool PayPal (47,6 %) und das Buchhaltungstool Quickbooks (14,6 %)
- Ähnliche Tools wie Wise, Xero, Monday.com, Notion und Dubsado wurden in der Umfrage ebenfalls häufig genannt
Lernen und Weiterentwicklung
- 90 % der Branding-Profis holen Feedback von Kunden ein
- Ein erheblicher Anteil (67,8 %) gab außerdem an, sich auf Selbstreflexion sowie Analysen und Feedback von Freunden oder Kollegen zu stützen
- Viele lernen zudem von erfahrenen Kollegen und über Online-Communities
- Empfohlene Lernressourcen: Kurse, Blogs, E-Mail-Newsletter, Bücher, Mentoren/Influencer, Podcasts usw. (siehe Original)
Zentrale Herausforderungen
- 33 % gaben an, Schwierigkeiten damit zu haben, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, was die Bedeutung von Sichtbarkeit und Bekanntheit in der Branche unterstreicht
- Die Gewinnung neuer Kunden und die Akquise neuer Projekte wurden als eines der größten Hindernisse für Branding-Fachleute genannt; fast 50 % erwähnten dasselbe Problem
- Die Befragten betonten außerdem, dass mehr Aufklärung und Bewusstsein in Unternehmen über den umfassenderen Wert von Branding jenseits des rein Visuellen nötig seien, und verwiesen auf eine Verständigungslücke
- Auch Preisstrukturen sind ein wichtiges Thema. Branding-Profis hatten Schwierigkeiten, unter Berücksichtigung von Faktoren wie Marktwettbewerb und dem vom Kunden wahrgenommenen Wert optimale Preise festzulegen
- Der zunehmende Wettbewerb in der Branche sowie der wachsende Einfluss von AI und anderen Automatisierungstools wurden ebenfalls zu einer weiteren zentralen Sorge
- Viele Befragte erwähnten, wie sich die Konjunkturabschwächung durch Budgetkürzungen bei Kunden auf ihr Wachstum ausgewirkt hat
- Viele Befragte sagten außerdem, dass es ihnen schwerfällt, den Erfolg von Projekten zu messen (Measurement), und betonten die Notwendigkeit einer starken Messstrategie
Key Takeaways
- 01 Preisstrategie verbessern und Einnahmen diversifizieren
- Die Preisstrategie über Zeit- und Aufwand hinaus diversifizieren
- Rund 80 % der Branding-Fachleute kalkulieren Projektpreise nach Zeit und Aufwand, aber auch wertbasierte Preisgestaltung (von nur 35,2 % der Befragten genutzt) sollte in Betracht gezogen werden, um die Vergütung am gelieferten Wert auszurichten
- 02 Kunden proaktiv gewinnen und wertvolle Netzwerke aufbauen
- Empfehlungen und Mundpropaganda sind die wichtigsten Wege zur Kundengewinnung (86,1 % der Befragten), aber zur Erweiterung des Kundenstamms sollte in Networking und Beziehungsaufbau (71,5 %) investiert werden
- Nicht nur auf Empfehlungen verlassen
- 03 Menschzentrierter Ansatz und AI-Integration
- AI-Tools wie ChatGPT, Adobes AI-Tools und Midjourney, die von rund 70,4 % der Befragten eingeführt wurden, können helfen, Arbeitsprozesse zu verschlanken
- Kunden legen jedoch Wert auf Strategie, Emotion und persönliche Interaktion, daher sollte die menschliche Komponente im Branding-Erlebnis erhalten bleiben
- 04 Authentizität im Branding der Zukunft annehmen
- Um in einem sich wandelnden Umfeld relevant zu bleiben, sollte die Strategie auf Authentizität (74,5 %), Personalisierung (58,8 %) und Purpose-getriebenes Branding (57,3 %) fokussieren
- 05 Branchenthemen navigieren und sich agil anpassen
- Herausforderungen der Branche wie Neukundenakquise, der Wert von Branding, Preisstrukturen, zunehmender Wettbewerb und der Einfluss von AI angehen
- Um diese Herausforderungen wirksam zu bewältigen, sind Anpassungsfähigkeit und Investitionen in kontinuierliche Weiterbildung nötig
- 06 Kennzahlen zur Projektbewertung optimieren
- Zur Messung des Projekterfolgs Kundenzufriedenheitswerte (39,3 %) und Markenbekanntheitsmetriken integrieren
- Auch die Nutzung weniger verbreiteter Kennzahlen wie E-Mail-Marketing (7,9 %) zur Verbesserung der Projektbewertung in Betracht ziehen
- 07 Einnahmequellen strategisch erweitern
- Zusätzliche Einkommensquellen wie Beratung (18,8 %) und den Verkauf digitaler Produkte (16,4 %) erschließen, um finanzielle Stabilität und Unternehmenswachstum zu stärken
- Die Bereitstellung von Online-Kursen zur Monetarisierung von Wissen in Betracht ziehen (nur etwa 7 % setzen dies um)
- 08 Tool-Auswahl und Anpassung optimieren
- Adobe Creative Suite ist weiterhin ein beliebtes Tool (wird von 90 % der Befragten genutzt), aber es ist nötig, neue Design-Tools und Plattformen zu erkunden, die zu Branchentrends und Kundenpräferenzen passen
- Benutzerfreundliche Plattformen wie Canva (38,6 %), die durch ihre Zugänglichkeit an Popularität gewinnen, im Blick behalten
- 09 Rechtswissen und Bewusstsein stärken
- Zeit investieren, um das Verständnis für rechtliche Aspekte des Brandings wie Urheberrecht und geistiges Eigentum zu vertiefen
- Rund 40 % der Branding-Fachleute fühlen sich bei ihrem Rechtswissen nicht sicher
- 10 Kontinuierliches Lernen und Kompetenzaufbau priorisieren
- Kontinuierliches Lernen priorisieren, indem Feedback von Kunden eingeholt wird (90 %) und verschiedene Ressourcen wie Kurse, Publikationen und Branchen-Influencer genutzt werden
- Die eigenen Fähigkeiten proaktiv weiterentwickeln
- 11 Projektvielfalt und Preisgestaltung anpassen
- Projekttypen je nach Fachwissen und Kundenanforderungen diversifizieren
- Bei großen Projekten sollte die Preisgestaltung entsprechend angepasst werden
- Wer Projekte mit einem Preis von über 20.000 US-Dollar kalkuliert, übernimmt häufig umfassende, komplexe oder groß angelegte Projekte (50 %), die 4 bis 6 Monate oder länger dauern
- 12 Strategische Differenzierung für Marktwirkung
- Durch bessere Customer Experience (90 %), Nischenspezialisierung, Prozessinnovation und die Entwicklung eines unverwechselbaren Designstils differenzieren und die Differenzierungsstrategie an die eigenen Stärken anpassen
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