- Laut Consumer Reports (CR) haben Tests ergeben, dass ein Drittel der Schokoladenprodukte hohe Mengen an Schwermetallen wie Blei und Cadmium enthält.
- Die Schwermetalle konzentrieren sich im Kakao, der Zutat, die Schokolade ihren charakteristischen Geschmack verleiht. Da Zartbitterschokolade einen höheren Kakaoanteil hat, ist auch ihr Schwermetallgehalt höher.
- CR testete 48 verschiedene Produkte aus 7 Kategorien, darunter Kakaopulver, Schokoladenchips, Milchschokoladenriegel, Brownie-Backmischungen, Schokoladenkuchenmischungen und Mischungen für heiße Schokolade. Getestet wurden Produkte bekannter Marken wie Hershey’s, Ghirardelli und Nestlé.
- Die Testergebnisse zeigten, dass in allen Produkten Blei und Cadmium nachgewiesen wurden. 16 der 48 Produkte enthielten mindestens eines der Schwermetalle in einer Menge, die den von CR festgelegten Grenzwert für Besorgnis überschritt.
- Die Belastung durch Schwermetalle ist besonders für Kinder und Schwangere besorgniserregend, da sie Gehirn und Nervensystem schädigen und Entwicklungsverzögerungen sowie Lern- und Verhaltensprobleme verursachen kann. Auch Erwachsene können negative Folgen wie eine Unterdrückung des Immunsystems, Fortpflanzungsprobleme, Nierenschäden und Bluthochdruck erleiden.
- Die Tests von CR zeigten, dass Hersteller in der Lage sind, den Schwermetallgehalt ihrer Produkte auf ein Minimum zu reduzieren. Dies kann erreicht werden, indem Kakao aus Regionen mit niedrigerem Cadmiumgehalt im Boden bezogen wird und Verfahren bei Ernte, Verarbeitung und Reinigung des Kakaos verbessert werden.
- CR rät dazu, Schwermetalle in der Ernährung nach Möglichkeit zu vermeiden. Dazu gehört insbesondere, dass Kinder und Schwangere weniger, vor allem dunkle, Schokolade essen. Milchschokolade kann für Menschen, die ihre Schwermetallbelastung begrenzen möchten, eine geeignete Alternative sein, sollte wegen ihres hohen Zuckergehalts jedoch nur in Maßen konsumiert werden.
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