- Google hat am 11. Oktober 2023 erfolgreich den bisher größten DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) mit einem Spitzenwert von 398 Millionen Requests pro Sekunde (rps) abgewehrt.
- Der Angriff nutzte HTTP/2 Rapid Reset, eine neue Technik auf Basis von Stream-Multiplexing.
- Das Ausmaß des Angriffs war enorm und erzeugte in nur zwei Minuten mehr Anfragen als die gesamte Anzahl der im September 2023 bei Wikipedia gemeldeten Artikelaufrufe.
- Ziel des Angriffs waren große Infrastrukturanbieter, darunter Google-Dienste, die Google-Cloud-Infrastruktur und deren Kunden.
- Googles globale Load-Balancing- und DDoS-Abwehr-Infrastruktur half dabei, die Dienste trotz des Angriffs weiter zu betreiben.
- DDoS-Angriffe zielen darauf ab, Websites und internetseitige Dienste zu stören und sie durch überwältigenden Internetverkehr für das Ziel unerreichbar zu machen.
- Dieser Angriff verwendete die neue Technik „Rapid Reset“, die Stream-Multiplexing ausnutzt, eine Funktion des weit verbreiteten HTTP/2-Protokolls.
- Google konnte den Angriff am Netzwerkrand abwehren und profitierte dabei von erheblichen Investitionen in Edge-Kapazitäten.
- Google koordinierte gemeinsam mit anderen Cloud-Anbietern und Software-Maintainern, die HTTP/2-Protokoll-Stacks implementieren, eine branchenübergreifende Reaktion und teilte in Echtzeit Informationen über den Angriff und die Abwehrmaßnahmen.
- Die gemeinsame Anfälligkeit für diesen Angriff wird unter CVE-2023-44487 geführt und als Schwachstelle mit hohem Risiko mit einem CVSS-Score von 7,5 von 10 eingestuft.
- Jedes Unternehmen und jede Privatperson, die HTTP-basierte Workloads im Internet bereitstellt, kann dem Risiko dieses Angriffs ausgesetzt sein.
- Google-Cloud-Kunden können Anwendungen über das Cross-Cloud Network bereitstellen und schützen und dabei von Googles Kapazitätsinvestitionen im globalen Maßstab profitieren.
- Google-Cloud-Kunden, die den globalen oder regionalen Application Load Balancer verwenden, können Angriffe, die Schwachstellen wie CVE-2023-44487 ausnutzen, mit dem stets aktiven DDoS-Schutz von Cloud Armor schnell abwehren.
- Google empfiehlt außerdem die Bereitstellung benutzerdefinierter Sicherheitsrichtlinien in Cloud Armor sowie die KI-gestützte Adaptive Protection, um Angriffsverkehr gründlicher zu erkennen, zu analysieren und abzuwehren.
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