- Der Comic „Fables“ und alle damit verbundenen Spin-offs und Figuren wurden von ihrem Schöpfer Bill Willingham als Gemeingut freigegeben.
- Diese Entscheidung ist beispiellos und unumkehrbar: Was Willingham allein gehörte, gehört nun für immer allen.
- Willingham nannte für diese Entscheidung sowohl praktische als auch philosophische Gründe.
- Praktisch: Über Jahre hinweg hatte Willingham Probleme mit DC Comics, mit denen er einen Vertrag zur Veröffentlichung von Werken in Schöpferbesitz abgeschlossen hatte. Er behauptet, das Unternehmen habe den Vertrag in einer Weise ausgelegt, die nur DC Comics und dessen Eigentümern zugutekam, wodurch das Eigentum an „Fables“ in „schlechte Hände“ geraten sei.
- Da Willingham sich einen Rechtsstreit gegen DC nicht leisten kann, entschied er sich, auf einem anderen Feld zu kämpfen, indem er das geistige Eigentum allen gab, sodass es auch in viele „gute Hände“ gelangt.
- Philosophisch: Willingham fordert eine radikale Reform des Marken- und Urheberrechts und ist der Ansicht, dass sämtliches geistiges Eigentum ab dem Zeitpunkt der Erstveröffentlichung 20 Jahre lang dem ursprünglichen Schöpfer gehören und danach zu Gemeingut werden sollte, das jeder nutzen kann.
- Willingham war etwa 20 Jahre lang Eigentümer von „Fables“ und sieht diese Entscheidung als Test seiner Philosophie. Er deutete an, dass andere Inhaber von Rechten diesem Beispiel künftig folgen könnten.
- Trotz der anhaltenden Probleme mit DC Comics bleibt Willinghams Vertrag mit dem Unternehmen weiterhin gültig. Er kann keine „Fables“-Comics über jemand anderen als DC veröffentlichen oder einen „Fables“-Film genehmigen.
- Da „Fables“ nun jedoch Gemeingut ist, können andere ohne Erlaubnis von Willingham oder DC Comics ihre eigenen Versionen von „Fables“ schaffen. Dazu gehören „Fables“-Filme, Comics, Bücher, Spielzeuge und mehr.
- Willingham sagt, er freue sich darauf zu sehen, wie andere die Rechte an „Fables“ nutzen werden.
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