3 Punkte von GN⁺ 2023-09-13 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Ein Studententeam der ETH Zürich und der Hochschule Luzern hat mit einem handgefertigten Elektro-Rennwagen namens „mythen“ einen neuen Beschleunigungsweltrekord aufgestellt.
  • Das Fahrzeug beschleunigte in nur 0,956 Sekunden von 0 auf 100 km/h und legte dabei 12,3 Meter zurück. Damit übertraf es den bisherigen Rekord von 1,461 Sekunden, der von einem Team der Universität Stuttgart aufgestellt worden war.
  • Die Studierenden entwickelten sämtliche Komponenten des Fahrzeugs selbst, darunter Leiterplatten (PCBs), Karosserie und Batterie, und optimierten sie konsequent für ihre Funktion.
  • Das Fahrzeug wiegt etwa 140 Kilogramm und wurde aus leichtem Carbon sowie Aluminium-Wabenkern gefertigt. Angetrieben wird es von vier von den Studierenden entwickelten Radnabenmotoren mit einer Leistung von rund 326 PS beziehungsweise 240 Kilowatt.
  • Um vom Start weg starken Vortrieb zu gewährleisten, entwickelte das Team eine staubsaugerähnliche Vorrichtung, die das Fahrzeug an den Boden ansaugt.
  • Der Zurich Academic Motorsport Club (AMZ), dem die Studierenden angehören, hat bereits zuvor zweimal einen Beschleunigungsweltrekord für Elektrofahrzeuge aufgestellt – 2014 und 2016.
  • AMZ wurde 2006 von Studierenden der ETH Zürich gegründet, entwickelt jedes Jahr einen neuen Rennwagen und nimmt damit an verschiedenen internationalen Designwettbewerben teil. Seit 2010 baut AMZ ausschließlich vollelektrische Rennwagen.

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GN⁺ 2023-09-13
Hacker News-Kommentar
  • Das elektrische Rennauto beschleunigte in nur 0,956 Sekunden von 0 auf 100 und brach damit den bisherigen Rekord von 1,461 Sekunden, womit es einen neuen Weltrekord aufstellte.
  • Diese erstaunliche Leistung wurde durch die hohe Traktion erreicht, die dank des Konzepts eines „Saugautos“ möglich ist, das das Fahrzeug auf den Boden zieht.
  • Das Design von Elektroautos unterscheidet sich deutlich von dem traditioneller Fahrzeuge; anstelle einer Welle oder eines Drehmomentgebers vom Motor zu den Rädern kamen gelbe Kabel zum Einsatz.
  • Die Beschleunigung dieses elektrischen Rennautos beträgt etwa die Hälfte der eines Top Fuel Dragsters, der auf 1000 Fuß in nur 3,665 Sekunden von 0 auf 338,43 Meilen pro Stunde kommen kann.
  • Im Vergleich zu Serienmotorrädern und modernen Hypercars ist die Beschleunigung des elektrischen Rennautos deutlich schneller; das schnellste Motorrad schafft nur 2,2 Sekunden.
  • Elektroautos mit künstlichem Abtrieb, insbesondere Fahrzeuge wie dieses, stoßen an scheinbar unmögliche Beschleunigungsgrenzen, die grundlegende Körperfunktionen vorübergehend beeinträchtigen können.
  • Motoren wie die in diesem Rennauto verwendeten Nabenmotoren gelten als Lösung der Zukunft, weil sie Platz für mehr Batterien schaffen, die Komplexität von Antriebswellen beseitigen, der Software eine vollständige Traktionskontrolle ermöglichen, die Entwicklungszeit neuer Fahrzeuge verkürzen und einen ersten Schritt zu vollständig elektrischem Bremsen darstellen.
  • Die Beschleunigung dieses Fahrzeugs erzeugt nahezu 3 G, was als beeindruckend gilt.
  • Bei solchen Hochgeschwindigkeitsrennen über sehr kurze Distanzen ist die Rolle des Fahrers fraglich, da das Rennen weniger als 1 Sekunde dauert und es weder Gangwechsel noch Kurven gibt.