- Google Chrome führt nach und nach die Funktion „Enhanced Ad Privacy“ ein, mit der Websites Werbung auf Basis des Browserverlaufs eines Nutzers gezielt ausspielen können
- Vorgestellt wurde sie in Chrome Version 115, die im Juli veröffentlicht wurde; sie unterstützt die Topics API, die Teil von Googles Privacy-Sandbox-Projekt ist
- Google plant, im kommenden Jahr die Unterstützung für Third-Party-Cookies einzustellen, die Werbefirmen zum Speichern von Browserdaten für Tracking und Analyse verwenden, und hat deshalb alternative Technologien wie die Topics API entwickelt
- Die Topics API ermöglicht es Websites, Chrome direkt nach den Interessen eines Nutzers zu fragen und auf Grundlage seines Browserverlaufs Werbung anzuzeigen
- Einige Nutzer kritisieren die neue Funktion als „Dark Pattern“, weil Chrome-Nutzer glauben könnten, sie erhielten einen verbesserten Datenschutz gegenüber Werbung, obwohl die Topics API tatsächlich bereits aktiviert ist und in den Browsereinstellungen deaktiviert werden muss
- Google behauptet, dass sich mit der Topics API keine Personen mit bestimmten Interessen identifizieren lassen. Einige Entwickler meinen jedoch, Topics könne für Browser-Fingerprinting nützlich sein, und Apple sowie Mozilla erklärten, Topics wegen Datenschutzbedenken nicht zu übernehmen
- Das Pop-up zu dieser Funktion fällt je nach Region unterschiedlich aus und spiegelt verschiedene rechtliche Rahmenbedingungen wider. In den USA ist Opt-out zulässig, daher sind Nutzer standardmäßig automatisch angemeldet; in der EU ist Opt-in erforderlich, daher werden Nutzer aufgefordert, zwischen Opt-in und Opt-out zu wählen
- Nutzer können die Unterstützung für die Topics API unter
chrome://settings/adPrivacy und/oder chrome://settings/privacySandbox deaktivieren
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