- Hypothetische Zeitleiste der Einschränkung digitaler Freiheit von 2011 bis 2035
- 2011: Microsoft legt Secure Boot als verpflichtende Anforderung für Windows fest
- 2017: Die Deaktivierung von Widevine DRM in Chrome ist nicht mehr möglich
- 2017: Microsoft veröffentlicht Windows 10 S, eine Version, die die Installation von Drittanbieter-Apps blockiert
- 2020: Google führt hardwarebasierte Integritätsprüfungen für Geräte ein und setzt damit alternative ROMs außer Kraft
- 2020: Apple erzwingt die Beglaubigung von Apps in macOS
- 2021: Microsoft macht TPM2.0 zur verpflichtenden Anforderung für Windows
- 2022: Apple führt „Private Access Tokens“ ein, einen Mechanismus zur Überprüfung, ob Webanfragen von einem „legitimen Gerät“ stammen
- 2023: Google führt Web Environment Integrity (WEI)-Prüfungen in Chrome ein
- 2023: Frankreich schlägt das SREN-Gesetz vor, das Browser dazu verpflichten soll, von der Regierung bereitgestellte Sperrlisten zwangsweise anzuwenden
- Gegenwart
- 2024: Große Websites wie YouTube, Gmail, Spotify und Banken beginnen, Googles WEI-API für interne Nutzer-Reputationswerte zu verwenden
- 2025: Google entfernt aus Sicherheitsgründen die Möglichkeit, Android-Apps außerhalb des Play Store zu installieren
- 2026: Windows 12 erscheint mit standardmäßig aktiviertem „S-Modus“ und beschränkt Drittanbieter-Apps
- 2027: Chrome und Safari kennzeichnen Websites, die WEI nicht erfüllen, als „unsicher“
- 2028: Im Chrome Store werden Werbeblocker-Erweiterungen verboten
- 2029: Windows 14 Home macht den „S-Modus“ dauerhaft und verhindert die Ausführung von Drittanbieter-Apps
- 2030: Der Marktanteil von ARM-basierten Windows-Geräten überholt x86_64
- 2031: Chrome wird mit von der jeweiligen Regionalregierung bereitgestellten Sperrlisten für Websites ausgeliefert
- 2032: Chrome beendet die offizielle Unterstützung für Linux und behauptet, dass die Erfüllung von WEI-Prüfungen dort unmöglich sei
- 2033: Media-Player-Apps müssen DRM-Prüfungen implementieren, um im App Store veröffentlicht werden zu können
- 2034: VPNs sind weltweit größtenteils verboten
- 2035: Messaging-Apps, einschließlich E-Mail-Clients, gelten als „Kernanwendungen“ und müssen vor der Veröffentlichung von der Regierung genehmigt werden
- Der Autor verwendet die Metapher des Froschs im kochenden Wasser, um den schrittweisen Verlust digitaler Freiheit zu beschreiben
3 Kommentare
War die positive Funktion und Nutzung des Internets, die sich die Menschen Ende der 90er bis Anfang der 2000er vorgestellt hatten, am Ende nur so etwas wie ein Glaube an die grundsätzliche Güte des Menschen? Wirklich schade..
Wenn man es so auflistet, hat man tatsächlich das Gefühl, dass es immer schlimmer wird...
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