- Eine in Nature veröffentlichte Studie berichtet, dass australische Wissenschaftler eine neue Methode entwickelt haben, um menschliche Zellen umzuprogrammieren, damit sie embryonale Stammzellen besser nachahmen.
- Die Studie wurde von Professor Ryan Lister vom Harry Perkins Institute of Medical Research und der University of Western Australia sowie von Professor Jose M Polo von der Monash University und der University of Adelaide geleitet.
- Die Methode namens TNT-(Temporary-Naive-Treatment)-Reprogrammierung könnte einen neuen Standard für Zelltherapien und die biomedizinische Forschung setzen.
- Die Fähigkeit, menschliche somatische Zellen, etwa Hautzellen, künstlich in induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) umzuprogrammieren, ist seit Mitte der 2000er Jahre möglich.
- Ein anhaltendes Problem in diesem Prozess ist jedoch, dass iPS-Zellen die genetisch-epigenetische Erinnerung ihres ursprünglichen somatischen Zellzustands beibehalten können, wodurch funktionale Unterschiede zwischen iPS-Zellen und den embryonalen Stammzellen entstehen, die sie nachahmen sollen.
- Die TNT-Reprogrammierung ahmt das epigenomische Resetting von Zellen nach, das während der frühen Embryonalentwicklung stattfindet, und verringert so die Unterschiede zwischen iPS-Zellen und embryonalen Stammzellen.
- Die neuen menschlichen TNT-iPS-Zellen sind embryonalen Stammzellen des Menschen auf molekularer und funktionaler Ebene sehr ähnlich, mehr noch als Zellen, die mit herkömmlicher Reprogrammierung erzeugt wurden.
- Mit der TNT-Methode erzeugte iPS-Zellen können sich besser in andere Zelltypen differenzieren, etwa in neuronale Vorläuferzellen, als iPS-Zellen, die mit Standardmethoden erzeugt wurden.
- Die genauen molekularen Mechanismen, die den epigenomischen Anomalien von iPS-Zellen und ihrer Korrektur zugrunde liegen, sind noch nicht vollständig bekannt; um sie zu verstehen, ist weitere Forschung nötig.
- An diesem kollaborativen Forschungsprojekt waren Wissenschaftler aus mehreren Universitäten und Forschungsinstituten in Australien, London und Singapur beteiligt.
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