- Ein persönlicher Erfahrungsbericht der russischen Journalistin Elena Kostjutschenko; sie glaubt, wegen ihrer Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine Ziel eines Attentats geworden zu sein
- Kostjutschenko arbeitete 17 Jahre lang für die Nowaja Gaseta und veröffentlichte 2022 vier Reportagen aus der Ukraine
- Sie schildert, dass sie während der Planung einer Reise in die ukrainische Stadt Mariupol vor einem Attentatsversuch durch die Kadyrowzy, eine Rosgwardija-Einheit aus Tschetschenien, gewarnt wurde
- Trotz der Warnung wollte Kostjutschenko ihren Plan zunächst weiterverfolgen, verließ die Ukraine aber am 1. April 2022 wegen gesundheitlicher Probleme
- Später zog sie nach Berlin und begann für die Website Meduza zu arbeiten, doch ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich weiter
- Nach mehreren medizinischen Untersuchungen äußerten Ärzte den Verdacht, dass sie vergiftet worden sein könnte, doch Kostjutschenko ignorierte das zunächst
- Später erfuhr sie jedoch, dass Insider-Chefredakteur Roman Dobrochotow und Christo Grozev von Bellingcat eine Reihe von Vergiftungsfällen untersuchten, die sich in Europa gegen russische Journalistinnen richteten
- Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin stellte die Ermittlungen in ihrem Fall zunächst ein und erklärte, es gebe keine eindeutigen Beweise für eine Vergiftung, nahm die Untersuchung später jedoch wieder auf
- Kostjutschenkos Buch "I Love Russia" enthält ihre Berichte aus der Ukraine und anderen Regionen und soll diesen Herbst bei Penguin Press erscheinen
- Sie beendet ihren Bericht mit einem Appell an Kolleginnen und Kollegen, Freunde sowie im Ausland lebende Aktivisten und politische Flüchtlinge, vorsichtig zu sein, weil sie glaubt, dass sie bis zu einem Regimewechsel in Russland nicht sicher sind
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