2 Punkte von GN⁺ 2023-08-13 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Der Artikel diskutiert das Konzept des „Karottenproblems“, ein vom Autor geprägter Begriff zur Beschreibung von Situationen, in denen Menschen oder Organisationen auf eine Weise Erfolg haben, die sie öffentlich nicht zugeben möchten. Dadurch werden irreführende Botschaften vermittelt.
  • Der Begriff geht auf eine britische Propagandakampagne während des Zweiten Weltkriegs zurück, mit der verborgen werden sollte, dass neue Bordradartechnologie entwickelt worden war. Stattdessen wurde behauptet, ihre Piloten hätten durch den übermäßigen Verzehr von Karotten eine außergewöhnliche Nachtsicht entwickelt.
  • Der Autor legt nahe, dass das Karottenproblem in vielen Bereichen weit verbreitet ist, darunter Sport und Wirtschaft. So schreiben Athleten, die Steroide nehmen, ihre Leistungen oft anderen Faktoren zu und führen dadurch andere in die Irre, die ihren Erfolg nachahmen wollen.
  • Ebenso schreiben Unternehmen, die interne Kandidaten bevorzugen oder täuschende Geschäftspraktiken wie „Dark Patterns“ einsetzen, ihren Erfolg oft anderen, öffentlich besser akzeptierten Strategien zu. Dadurch verschwenden andere Zeit und Mühe bei dem Versuch, ihren Erfolg zu kopieren.
  • Der Autor argumentiert, dass die weite Verbreitung des Karottenproblems den Wert erhöht, ein „Insider“ zu sein. Denn Insider kennen die tatsächlichen Gründe für Erfolg und können vermeiden, Zeit mit ineffizienten Strategien zu verschwenden.
  • Der Autor warnt vor dem Schaden, den irreführende Darstellungen verursachen, und betont, wie wichtig es ist, die Wahrheit hinter Erfolgsgeschichten zu erkennen. Wenn man die tatsächlich von erfolgreichen Personen oder Unternehmen genutzten Strategien kennt, kann man den eigenen Weg zum Erfolg besser bestimmen.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-08-13
Hacker-News-Meinungen
  • Das „Karottenproblem“ bezeichnet Ratschläge erfolgreicher Menschen, die zu Missverständnissen über ihren eigenen Erfolgsweg führen, da sie ihren Erfolg oft auf harte Arbeit und Ausdauer zurückführen und dabei externe Faktoren und Gelegenheiten ignorieren, die eine wichtige Rolle gespielt haben.
  • Die Ratschläge erfolgreicher Menschen übersehen häufig die Rolle von Glück, Privilegien und Beziehungen bei ihrem Erfolg und erzeugen so eine verzerrte Vorstellung davon, was nötig ist, um erfolgreich zu sein.
  • Es gibt zwei Arten des „Karottenproblems“: eine absichtliche, bei der erfolgreiche Menschen bewusst irreführende Vorstellungen über ihren Erfolg vermitteln, und eine unbeabsichtigte, bei der sie selbst nicht verstehen, warum sie erfolgreich waren.
  • Das Feld der Verhaltensökonomie ist wichtig, weil es evidenzbasierte Argumente über gängige Praktiken in der Industrie liefert, etwa den Einsatz von Dark Patterns oder die Einstellung von Freunden.
  • Harte Arbeit und Ausdauer können zwar zum Erfolg führen, doch Erfolg ausschließlich diesen Faktoren zuzuschreiben, kann ein negatives Narrativ schaffen, das Mittelmaß rechtfertigt und davon abhält, schwierige Fragen zu stellen.
  • Das „Karottenproblem“ zeigt sich oft bei „Schnell reich werden“-Modellen, bei denen die eigentliche Methode, Geld zu verdienen, nicht darin besteht, dem gegebenen Rat zu folgen, sondern das Modell selbst zu verkaufen.
  • Manche erfolgreichen Menschen verstehen möglicherweise nicht, warum ihre Strategie funktioniert hat, und schreiben ihren Erfolg daher Faktoren zu, von denen sie sich wünschen, dass sie ausschlaggebend gewesen wären.
  • Von erfolgreichen Menschen zu lernen erfordert nicht, ihren Rat einfach zu befolgen, sondern ihre einzigartigen Eigenschaften und Umstände zu verstehen.
  • Die Rolle von Privilegien und Beziehungen beim Erfolg wird oft stillschweigend verstanden, aber nicht öffentlich diskutiert, was zu unrealistischen Erwartungen darüber führt, was nötig ist, um erfolgreich zu sein.