- Laut einer Studie von Envoy wurde ein Bericht veröffentlicht, dem zufolge 80 % der Führungskräfte ihre ursprüngliche Entscheidung zur Rückkehr ins Büro bereuen
- Das liege daran, dass sie nicht verstanden hätten, was Mitarbeitende wollen, und dass Entscheidungen zur Rückkehr eher auf den Meinungen des Managements als auf Mitarbeiterdaten basierten
- Die Studie wurde unter mehr als 1.000 US-Unternehmensführungen und Workplace-Managern durchgeführt, die mindestens einen Tag pro Woche persönlich arbeiten
- Viele Unternehmen treffen langfristige Immobilieninvestitionen, ohne die Präferenzen ihrer Mitarbeitenden zu kennen, und haben Schwierigkeiten, den Erfolg ihrer Büro-Policy zu messen
- Der Artikel erwähnt den Wandel von der „Great Resignation“ zur „Great Regret“, da Unternehmensleiter ihre ursprünglichen Zusagen zurücknehmen, Mitarbeitenden Remote-Arbeit zu erlauben
- Stand Juli sind 59 % der Vollzeitbeschäftigten zu 100 % in Präsenz zurückgekehrt, 29 % arbeiten hybrid und 12 % vollständig remote
- Große Unternehmen wie Disney, Starbucks und BlackRock verlangen von ihren Mitarbeitenden, mehr Zeit im Büro zu verbringen, und verweisen dabei häufig auf die Notwendigkeit persönlicher Zusammenarbeit
- Auch Zoom hat den Kurs geändert und verlangt von Mitarbeitenden, die im Umkreis von 50 Meilen um ein Zoom-Büro wohnen, mindestens zweimal pro Woche ins Büro zu kommen
- Die „sunk costs“ ungenutzter Büroflächen waren ein wesentlicher Faktor dafür, dass Unternehmen ihre Rückkehrstrategie geändert haben
- Unternehmen, die eine strikte Rückkehr verlangt haben, ohne zuvor die Meinung der Mitarbeitenden einzuholen, haben die größten Probleme und kämpfen mit Bindung und Recruiting
- Am erfolgreichsten bei der Rückkehr ins Büro sind Unternehmen, die nicht stellvertretend für ihre Mitarbeitenden entscheiden, sondern gemeinsam mit ihnen
- Zum Beispiel kündigte Ernst & Young einen Fonds an, der jeder Person jährlich bis zu 800 US-Dollar für Pendeln, Haustierbetreuung und die Betreuung Angehöriger erstattet; danach stieg die Büroanwesenheit in den USA um 150 %
- Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass Unternehmen mindestens noch ein bis zwei Jahre brauchen werden, um sich auf Büro-Routinen einzupendeln, mit denen Mitarbeitende zufrieden sind und die Vorgesetzte nicht bereuen
2 Kommentare
Vielen Dank, dass Sie diesen interessanten Artikel vorgestellt haben. Das im späteren Teil des Artikels verwendete „sunk cost“ ist ein Begriff aus der Volkswirtschaftslehre, daher wäre es wohl besser, ihn statt mit „versunkene Kosten“ mit „irreversible Kosten“ zu übersetzen. Ähnlich wie „Opportunitätskosten“ wird der Begriff auch im Alltag häufig verwendet, was meiner Meinung nach zum Verständnis des betreffenden Satzes beitragen dürfte.
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