- „Will WotC die Tabletop-Branche zerschlagen?“
- Die OGL ist eine Lizenz für Rollenspiele, die WotC im Jahr 2000 veröffentlicht hat
- Sie ermöglichte es Kreativen, Regeln und Ideen aus Rollenspielen in ihren eigenen Werken zu nutzen
- Sie erhöhte die Popularität und Zugänglichkeit von Spielen wie Dungeons & Dragons, Pathfinder und 13th Age
- Mit der Ankündigung von OGL 1.1 hat WotC die bisherige OGL vollständig aufgehoben
- Anders als der Name vermuten lässt, ist daran nichts „Open“
- Alle Urheber müssten ihre Einnahmen an WotC melden, und WotC erhielte das Recht, Inhalte von Kreativen ohne Genehmigung oder Vergütung zu reproduzieren und weiterzuverkaufen
- Führende Kreative der Branche müssten WotC 25 % ihrer Einnahmen zahlen, sobald sie auf Basis des Gesamtumsatzes über 750.000 US-Dollar liegen
- Das ist ein wettbewerbsfeindliches und monopolistisches Vorgehen, das kleinere Unternehmen zerstören soll
- Wenn dies angekündigt wird, wäre es künftig unmöglich, Bücher zu veröffentlichen oder etwas über Kickstarter zu erstellen und zu verkaufen
- Zudem wäre die Nutzung von VTTs (Virtual Tabletops) unter der neuen Lizenz nicht möglich
- In der Folge würde dies die Tabletop-Branche zerstören
- #OpenDND ist der Sammelruf mit der Forderung, dass WotC OGL 1.1 zurückzieht und zur bisherigen OGL 1.0 zurückkehrt
2 Kommentare
Auch bei Magic: The Gathering, das von WotC betreut wird, hat man in letzter Zeit deutlich den Eindruck, dass die Geldgier stark zugenommen hat.
Ernsthaft problematische Produkt-QC, die Einstellung der Unterstützung für weniger populäre Sprachräume, übermäßig viele Sondereditionen und endlose Kollaborationen ...
Früher wurde die Firma zwar auch schon als geldgieriger „Zauberer“ beschimpft, aber so schlimm war es nicht; in letzter Zeit ist es deutlich schlimmer geworden.
Einen etwas ausführlicheren Artikel dazu findet ihr bei Gizmodo: Dungeons & Dragons’ New License Tightens Its Grip on Competition
Ich musste über diesen Teil lachen … Wenn man ein OGL-lizenziertes Produkt per Crowdfunding finanziert,
verlangen sie bei Kickstarter nur 20 %, weil das ihre bevorzugte Plattform ist, und wenn man Crowdfunding anderswo macht, soll man 25 % zahlen.
Das ist wohl etwas, worüber konkurrierende Kickstarter-Plattformen wie Indiegogo oder Gamefound wütend sein sollten.