- Silicon Graphics war ein auf 3D-Grafik spezialiserter Workstation-Hersteller, schlug die 3D-API OpenGL vor und stellte die GLX-Erweiterung für X-Window als Open Source bereit.
- Da GLX innerhalb der bestehenden X-Window-Architektur implementiert wurde, müssen alle OpenGL-Befehle per IPC vom OpenGL-Programm an den X-Server übertragen werden.
- 2004 entwickelte Novell beim Bau des Window-Compositors Compiz für Linux auch XGL, das OpenGL direkt nutzen konnte. Später wurde DRI verwendet.
- Um GPU-Beschleunigung zu unterstützen, gab X Window die Netzwerktransparenz (Network Transparency) auf, wodurch viele Funktionen nicht mehr genutzt wurden.
- Das X-Window-System ist jedoch in mehrere Prozesse aufgeteilt, darunter X-Server, Window-Manager und Window-Compositor. Alle diese Teile sind über komplexe asynchrone Protokolle verbunden, was letztlich die Leistung verringert.
- Da direkter Hardwarezugriff erfolgt, muss es mit Root-Rechten ausgeführt werden, was auch Sicherheitsprobleme mit sich bringt.
- Kristian Høgsberg, der bei Red Hat als X-Window-Entwickler arbeitete, definierte das Window-Compositor-Protokoll Wayland und veröffentlichte mit Weston eine konkrete Implementierung.
- Funktionen des X-Servers wie event handling, memory management, command scheduling und mode setting wurden in den Linux-Kernel verlagert und wurden zu den Kernel-Modulen evdev, KMS (Kernel Module Setting) und GEM.
- Das Painting übernimmt der Client, während der Window-Compositor direkt auf den Kernel zugreift und nur Fensterverwaltung und Compositing bereitstellt.
- Es wird in ChromeOS sowie den GNOME- und KDE-Desktops eingesetzt, sodass sich Desktops auch ohne X-Window realisieren lassen.
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