9 Punkte von kunggom 2022-02-06 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen

Erneuerbare Energien wie Solar- oder Windkraft haben den Nachteil, dass die Energiegewinnung je nach Zeit und Ort ungleichmäßig ausfällt, weil sie ihre Energie aus Naturphänomenen beziehen. Daher kann es zu manchen Zeiten an Energieversorgung mangeln, während es in anderen Fällen umgekehrt problematisch wird, weil zu viel Energie produziert wird. Um dieses Ungleichgewicht zwischen Produktion und Verbrauch auszugleichen, werden Lösungen wie ESS (Energy Storage System) eingesetzt, doch auch solche Lösungen haben Nachteile: Sie sind teuer und bergen etwa das Risiko von Bränden.

Das Konzept der Informationsbatterien (Information batteries) ist im Grunde sehr einfach. Wenn durch erneuerbare Energien mehr Strom erzeugt als verbraucht wird, sollen mit der überschüssigen Energie in Rechenzentren rechenintensive Aufgaben ausgeführt werden. Beispiele für solche rechenintensiven Aufgaben wären groß angelegte Videokodierung wie bei YouTube oder das CG-Rendering von Hollywood-Filmen. Würde man die dafür nötige Infrastruktur weltweit verteilt aufbauen, könnte man Aufgaben in die Regionen verteilen, in denen aktuell am meisten überschüssige erneuerbare Energie verfügbar ist, und die Berechnungen so möglichst schnell abschließen.

Natürlich ließe sich dieser Ansatz nur auf eine begrenzte Art von Aufgaben anwenden. Außerdem bräuchte es, um ihn tatsächlich umzusetzen, ein System, das entscheidet, wo, wann und wie Berechnungen ausgeführt werden müssen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Wenn ein solcher Ansatz aber tatsächlich eingeführt würde, könnten rechenintensive Aufgaben in der Cloud vergleichsweise günstig verarbeitet werden, indem man die Frist für den Abschluss etwas großzügiger ansetzt. Es hätte ein wenig den Charakter von Spot-Instanzen. Man sagt inzwischen, dass Entwickler, die die Cloud nutzen, auch Nachhaltigkeit (Sustainability) berücksichtigen sollten, und das Konzept der Informationsbatterien scheint gut dazu zu passen.

Hinweis – Technologieprognosen des Amazon-CTO ab 2022 und darüber hinaus:

https://de.news.hada.io/topic?id=5496

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