Erfahrungsbericht von jemandem, der 2,5 Jahre lang 40–50 Stunden pro Woche VR für die Arbeit genutzt hat
(blog.immersed.team)-
Nutzung mit Oculus Quest 2 und Immersed (VR-Arbeitsumgebungssoftware)
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Allgemeine Programmierarbeit erledigt, etwa Entwicklung von Informationssystemen
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Mit Immersed ein virtuelles 3-Bildschirm-Setup aufgebaut
→ Hauptbildschirm: Arbeit (4k, 6 m x 4,6 m, 4:3)
→ Referenz: Unterlagen und Musik (1080p, 2,5 m x 3,6 m, 9:16)
→ Kommunikation: unten klein Chats/Kalender usw. (1,2 m x 2,1 m, 16:9)
- Standardtastatur & Maus (Trackball) verwendet
→ Wie in Minority Report zu arbeiten, wäre vermutlich noch anstrengender gewesen
→ Spracherkennung/Tablets lassen sich zwar ebenfalls nutzen, sind fürs Programmieren aber ungeeignet
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Im Büro gibt es keinen einzigen physischen Bildschirm
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Tipps
→ Den Punkt finden, der für die Augen gut passt: IPD (interpupillary distance, Pupillendistanz) und Linseneinstellung
→ Wenn Korrekturlinsen nötig sind, Linsen-Inserts verwenden. Besser als Brille oder Kontaktlinsen
→ Linsen und Headset sauber halten
→ Auf Pixel Parity achten. Die Quest 2 hat pro Auge 1832x1920, daher ist die Darstellung am besten, je näher sie an 1:1 ist
→ Nicht versuchen, ein physisches Bildschirm-Setup zu emulieren. Die Anordnung ist frei wählbar
→ „Groß und weit weg“ ist bequemer als „klein und nah“
→ Ergonomie bleibt wichtig. Den Hals nicht lange verdrehen, den Kopf nicht neigen und keine starre Haltung einnehmen
→ Gutes Wi‑Fi ist wichtig. Wenn möglich, Computer und Headset per Wi‑Fi Direct verbinden
→ Unbedingt das Immersed-Handbuch lesen
- Erfahrung
→ Code wirkt wie in einem IMAX-Kino. Lässt sich mit Screenshots nicht darstellen
→ Bei der Nutzung wirklich bequem, produktiv und effizient.
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Bei der Oculus Quest wurde der Gesichtskontaktbereich durch Polyurethan-Leder ersetzt und zusätzlich ein Halo Mount angebracht
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Ältere Tools wie
tmux/vimlassen sich mit einem größeren Bildschirm angenehmer nutzen -
Auch neuere Kollaborationstools wie Mural sind hervorragend
Warum so weit gehen?
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Günstiger als ein echtes Multi-Monitor-Setup
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Deutlich höhere Konzentration, um 20–100 %
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Flexibler, weil sich die Bildschirme komfortabel anordnen lassen (auch ergonomisch)
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Auch die Zugänglichkeit ist besser
Hauptsächlich genutzte Tools
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Produktivität: Immersed
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Kollaboration: BigScreen, Walkabout Mini Golf, MultiBrush
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Meditation: Calm Place, Supernatural, MultiBrush
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Fitness: Supernatural, Beatsaber, Pistol Whip, Synth Riders, The Thrill of the Fight
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Kreativität: Gravity Sketch, MultiBrush
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Unterhaltung: sehr viele, aber am besten ist Onward
12 Kommentare
Ich habe es mit Oculus 2 + virtual desktop ausprobiert.
Zunächst einmal stimmt der Fokus nicht. Ich habe mit drei Monitoren gearbeitet, aber wenn ich aus dem Augenwinkel auf einen anderen als den mittleren Monitor geschaut habe, wurde mir übel. Als ich mir den Grund genauer angesehen habe, stellte sich heraus, dass der Text unscharf wirkte und der Fokus anders war als beim mittleren Monitor. Deshalb hatte ich zwar drei Monitore laufen, am Ende habe ich aber nur noch einen davon genutzt.
Ich habe es trotzdem noch weiter benutzt, aber außer dem Erlebnis selbst scheint es mir keinen wirklichen Nutzen gebracht zu haben. Ich wollte auch einmal dieses Gefühl erleben, in der Zukunft zu sein, aber wegen der Übelkeit war eine längere Nutzung schwierig. Schade. ;_;
Bei mir war das größte Problem Kopfschmerz aufgrund des Sehschärfenunterschieds zwischen beiden Augen. Durch die Nutzung von VR habe ich schmerzlich gemerkt, dass man als jemand mit unterschiedlich starker Sehkraft auf beiden Augen im Alltag meist ein Auge deutlich mehr benutzt und sich daran gewöhnt. Mit VR wird man jedoch gezwungen, beide Augen in gleichem Maß zu verwenden. Dadurch ermüdet man schnell, und auch nachdem man das VR-Headset abgesetzt hat, benutzt man noch eine Zeit lang beide Augen gleich stark, sodass sich das Sichtfeld ungewohnt anfühlt. Für Menschen mit unterschiedlich starker Sehkraft auf beiden Augen scheint AR wohl besser geeignet zu sein als VR. schluchz
Ich vertrage Schweiß + dieses beengte Gefühl nicht gut und trinke ziemlich viel Wasser … Ich muss also wohl geduldig durchhalten, bis etwas in Brillenform herauskommt. Wobei ich nicht sicher bin, ob das im Homeoffice mit so vielen Monitoren überhaupt unbedingt nötig ist. (
Haupt-Setup (Programmierung):
3 2k-Monitore ( Notion/Obsidian, Code, Ausführungsfenster ) + 1080p-Zusatzmonitor ( Spotify, Terminal )
Neben-Setup (Schreiben/Aufgaben organisieren/News durchstöbern):
1 DELL-34-Zoll-4k-Monitor (Schreiben) + MacBook Pro (Spotify, Notion, Edge)
Für Sammelzwecke (... ) angesammelte 2-in-1-PCs … Surface Pro X … Galaxy Tab S7 … iPad 11 Zoll …
Laptops … ThinkPad X1 … 2× ThinkPad X230 …
… Während ich das so aufschreibe, denke ich mir: „Hm. Ich bin wohl doch noch ein kompletter Realist.“
Ich finde es weniger gut, als ich erwartet hatte.
Man schwitzt darunter, und es ist ziemlich schwer. (Nutzung von etwa 30 Minuten)
Es verbraucht ziemlich viele Computerressourcen.
Ich habe früher ein VR-Ready-Notebook benutzt
und damit auch leichte VR-Spielentwicklung laufen lassen,
daher bin ich bei einem Notebook eher skeptisch ... ich bin mir nicht sicher.
Wenn man es so anordnet, kann man genau einen Monitor direkt vor die Augen stellen,
die übrigen muss man dann mit verdrehtem Nacken oder veränderter Haltung ansehen,
und wenn Tastatur oder Maus nicht am Stuhl befestigt sind, ist es eher so na ja ...
Wenn man nur einen Monitor aufstellt, ist es vielleicht egal, aber mehrere übereinander zu platzieren
ist überraschenderweise keine Struktur, in der man sie besonders bequem anordnen kann.
Falls das jemand wie ich ausprobieren möchte, sollte er das als Hinweis mitnehmen [ ...]
Ich nutze im Homeoffice ebenfalls Immersed.
Da die Vorteile gut beschrieben sind, schreibe ich mal über die Nachteile.
Die Oculus wird schweißtreibend und fühlt sich beklemmend an
Wenn man nur die Tastatur benutzt, ist es okay, aber sobald man eine Maus braucht, rudert man herum, um sie zu finden
Das Kabel zum Aufladen stört
Das wären so die Punkte.
Mit dem Gewicht hatte ich kein Problem, vielleicht weil meine Halswirbelsäule inzwischen trainiert ist :D Danke, liebe Halswirbelsäule...
Da bricht einem ja fast der Nacken … Ich bin gespannt, wie das gelöst wurde.
Wow, großartig.
Ich habe es kurz ausprobiert, und es macht Spaß, weil es sich anfühlt, als wäre man in der Zukunft angekommen. Außerdem wird man nicht ständig vom Handy abgelenkt und verschwendet nicht sinnlos Zeit.
Ein Nachteil ist allerdings, dass das VR-Gerät stört, wenn man aus einer Tasse oder einem Thermobecher etwas trinken will, sodass man einen Strohhalm oder eine PET-Flasche benutzen muss.
Würde ich gern ausprobieren, auch wenn es Geld kostet.
Da es anscheinend keine Nachteile gibt, bekomme ich richtig Lust, es selbst auszuprobieren.
Erstaunlich. Unerwartet gibt es keine Erwähnung von Nachteilen oder davon, dass es derzeit etwas problematisch in der Nutzung sei.
Das ist eine Rezension zu Immersed … macht mich neugierig. Ich sollte es mal ausprobieren.