32 Punkte von xguru 2021-09-29 | 12 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Nutzung mit Oculus Quest 2 und Immersed (VR-Arbeitsumgebungssoftware)

  • Allgemeine Programmierarbeit erledigt, etwa Entwicklung von Informationssystemen

  • Mit Immersed ein virtuelles 3-Bildschirm-Setup aufgebaut

→ Hauptbildschirm: Arbeit (4k, 6 m x 4,6 m, 4:3)

→ Referenz: Unterlagen und Musik (1080p, 2,5 m x 3,6 m, 9:16)

→ Kommunikation: unten klein Chats/Kalender usw. (1,2 m x 2,1 m, 16:9)

  • Standardtastatur & Maus (Trackball) verwendet

→ Wie in Minority Report zu arbeiten, wäre vermutlich noch anstrengender gewesen

→ Spracherkennung/Tablets lassen sich zwar ebenfalls nutzen, sind fürs Programmieren aber ungeeignet

  • Im Büro gibt es keinen einzigen physischen Bildschirm

  • Tipps

→ Den Punkt finden, der für die Augen gut passt: IPD (interpupillary distance, Pupillendistanz) und Linseneinstellung

→ Wenn Korrekturlinsen nötig sind, Linsen-Inserts verwenden. Besser als Brille oder Kontaktlinsen

→ Linsen und Headset sauber halten

→ Auf Pixel Parity achten. Die Quest 2 hat pro Auge 1832x1920, daher ist die Darstellung am besten, je näher sie an 1:1 ist

→ Nicht versuchen, ein physisches Bildschirm-Setup zu emulieren. Die Anordnung ist frei wählbar

→ „Groß und weit weg“ ist bequemer als „klein und nah“

→ Ergonomie bleibt wichtig. Den Hals nicht lange verdrehen, den Kopf nicht neigen und keine starre Haltung einnehmen

→ Gutes Wi‑Fi ist wichtig. Wenn möglich, Computer und Headset per Wi‑Fi Direct verbinden

→ Unbedingt das Immersed-Handbuch lesen

  • Erfahrung

→ Code wirkt wie in einem IMAX-Kino. Lässt sich mit Screenshots nicht darstellen

→ Bei der Nutzung wirklich bequem, produktiv und effizient.

  • Bei der Oculus Quest wurde der Gesichtskontaktbereich durch Polyurethan-Leder ersetzt und zusätzlich ein Halo Mount angebracht

  • Ältere Tools wie tmux/vim lassen sich mit einem größeren Bildschirm angenehmer nutzen

  • Auch neuere Kollaborationstools wie Mural sind hervorragend

Warum so weit gehen?

  • Günstiger als ein echtes Multi-Monitor-Setup

  • Deutlich höhere Konzentration, um 20–100 %

  • Flexibler, weil sich die Bildschirme komfortabel anordnen lassen (auch ergonomisch)

  • Auch die Zugänglichkeit ist besser

Hauptsächlich genutzte Tools

  • Produktivität: Immersed

  • Kollaboration: BigScreen, Walkabout Mini Golf, MultiBrush

  • Meditation: Calm Place, Supernatural, MultiBrush

  • Fitness: Supernatural, Beatsaber, Pistol Whip, Synth Riders, The Thrill of the Fight

  • Kreativität: Gravity Sketch, MultiBrush

  • Unterhaltung: sehr viele, aber am besten ist Onward

12 Kommentare

 
lemy0715 2021-09-30

Ich habe es mit Oculus 2 + virtual desktop ausprobiert.

Zunächst einmal stimmt der Fokus nicht. Ich habe mit drei Monitoren gearbeitet, aber wenn ich aus dem Augenwinkel auf einen anderen als den mittleren Monitor geschaut habe, wurde mir übel. Als ich mir den Grund genauer angesehen habe, stellte sich heraus, dass der Text unscharf wirkte und der Fokus anders war als beim mittleren Monitor. Deshalb hatte ich zwar drei Monitore laufen, am Ende habe ich aber nur noch einen davon genutzt.

Ich habe es trotzdem noch weiter benutzt, aber außer dem Erlebnis selbst scheint es mir keinen wirklichen Nutzen gebracht zu haben. Ich wollte auch einmal dieses Gefühl erleben, in der Zukunft zu sein, aber wegen der Übelkeit war eine längere Nutzung schwierig. Schade. ;_;

 
ydoublek 2021-09-30

Bei mir war das größte Problem Kopfschmerz aufgrund des Sehschärfenunterschieds zwischen beiden Augen. Durch die Nutzung von VR habe ich schmerzlich gemerkt, dass man als jemand mit unterschiedlich starker Sehkraft auf beiden Augen im Alltag meist ein Auge deutlich mehr benutzt und sich daran gewöhnt. Mit VR wird man jedoch gezwungen, beide Augen in gleichem Maß zu verwenden. Dadurch ermüdet man schnell, und auch nachdem man das VR-Headset abgesetzt hat, benutzt man noch eine Zeit lang beide Augen gleich stark, sodass sich das Sichtfeld ungewohnt anfühlt. Für Menschen mit unterschiedlich starker Sehkraft auf beiden Augen scheint AR wohl besser geeignet zu sein als VR. schluchz

 
ffdd270 2021-09-29

Ich vertrage Schweiß + dieses beengte Gefühl nicht gut und trinke ziemlich viel Wasser … Ich muss also wohl geduldig durchhalten, bis etwas in Brillenform herauskommt. Wobei ich nicht sicher bin, ob das im Homeoffice mit so vielen Monitoren überhaupt unbedingt nötig ist. (

Haupt-Setup (Programmierung):

3 2k-Monitore ( Notion/Obsidian, Code, Ausführungsfenster ) + 1080p-Zusatzmonitor ( Spotify, Terminal )

Neben-Setup (Schreiben/Aufgaben organisieren/News durchstöbern):

1 DELL-34-Zoll-4k-Monitor (Schreiben) + MacBook Pro (Spotify, Notion, Edge)

Für Sammelzwecke (... ) angesammelte 2-in-1-PCs … Surface Pro X … Galaxy Tab S7 … iPad 11 Zoll …

Laptops … ThinkPad X1 … 2× ThinkPad X230 …

… Während ich das so aufschreibe, denke ich mir: „Hm. Ich bin wohl doch noch ein kompletter Realist.“

 
sidebi 2021-09-29

Ich finde es weniger gut, als ich erwartet hatte.

  1. Man schwitzt darunter, und es ist ziemlich schwer. (Nutzung von etwa 30 Minuten)

  2. Es verbraucht ziemlich viele Computerressourcen.

Ich habe früher ein VR-Ready-Notebook benutzt

und damit auch leichte VR-Spielentwicklung laufen lassen,

daher bin ich bei einem Notebook eher skeptisch ... ich bin mir nicht sicher.

  1. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob der Bildschirm wirklich wie in einem IMAX-Kino wirkt.

Wenn man es so anordnet, kann man genau einen Monitor direkt vor die Augen stellen,

die übrigen muss man dann mit verdrehtem Nacken oder veränderter Haltung ansehen,

und wenn Tastatur oder Maus nicht am Stuhl befestigt sind, ist es eher so na ja ...

  1. Die anfängliche Platzierung der Monitore ist ziemlich lästig.

Wenn man nur einen Monitor aufstellt, ist es vielleicht egal, aber mehrere übereinander zu platzieren

ist überraschenderweise keine Struktur, in der man sie besonders bequem anordnen kann.

Falls das jemand wie ich ausprobieren möchte, sollte er das als Hinweis mitnehmen [ ...]

 
engcreed 2021-09-29

Ich nutze im Homeoffice ebenfalls Immersed.

Da die Vorteile gut beschrieben sind, schreibe ich mal über die Nachteile.

  • Die Oculus wird schweißtreibend und fühlt sich beklemmend an

  • Wenn man nur die Tastatur benutzt, ist es okay, aber sobald man eine Maus braucht, rudert man herum, um sie zu finden

  • Das Kabel zum Aufladen stört

Das wären so die Punkte.

Mit dem Gewicht hatte ich kein Problem, vielleicht weil meine Halswirbelsäule inzwischen trainiert ist :D Danke, liebe Halswirbelsäule...

 
parkto 2021-09-29

Da bricht einem ja fast der Nacken … Ich bin gespannt, wie das gelöst wurde.

 
budlebee 2021-09-29

Wow, großartig.

 
budlebee 2021-09-29

Ich habe es kurz ausprobiert, und es macht Spaß, weil es sich anfühlt, als wäre man in der Zukunft angekommen. Außerdem wird man nicht ständig vom Handy abgelenkt und verschwendet nicht sinnlos Zeit.

Ein Nachteil ist allerdings, dass das VR-Gerät stört, wenn man aus einer Tasse oder einem Thermobecher etwas trinken will, sodass man einen Strohhalm oder eine PET-Flasche benutzen muss.

 
dqchoi 2021-09-29

Würde ich gern ausprobieren, auch wenn es Geld kostet.

 
piriri11 2021-09-29

Da es anscheinend keine Nachteile gibt, bekomme ich richtig Lust, es selbst auszuprobieren.

 
nicewook 2021-09-29

Erstaunlich. Unerwartet gibt es keine Erwähnung von Nachteilen oder davon, dass es derzeit etwas problematisch in der Nutzung sei.

 
xguru 2021-09-29

Das ist eine Rezension zu Immersed … macht mich neugierig. Ich sollte es mal ausprobieren.