22 Punkte von ffdd270 2021-02-11 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Moderne Webseiten laufen meist auf riesigen JS-Skripten, übertragen riesige Datenmengen in MB und verbrauchen dabei enorm viel Traffic, Speicher und Performance. Aus Sicht der UX für Nutzer und weil es optisch oft gut aussieht, entsteht so etwas in der Regel ganz automatisch.

Doch GOV.UK, die Website der britischen Regierung, ist anders. Wenn man sie besucht, wirkt sie sehr aufgeräumt und lädt schnell, aber man hat auch das Gefühl, dass etwas vom modernen Web fehlt. Bilder werden sparsam eingesetzt, und furchteinflößende Benutzerinteraktionen gibt es ebenfalls nicht. Dieser Artikel erklärt, warum die Seite so gestaltet wurde.

1 Kommentare

 
kbumsik 2021-02-11

Bei den Websites britischer öffentlicher Einrichtungen denke ich jedes Mal, wenn ich sie sehe, wie beeindruckend sie sind. Sie haben eine einfache Struktur, wirken aber keineswegs besonders veraltet; im Gegenteil, ich finde sie in Sachen UX sogar besser als viele andere Seiten, die mit allerlei JS und Komponenten überladen sind.

Solche Websites geraten schnell ins Chaos, wenn keine konsistente UI/UX-Philosophie eingehalten wird. Umso beeindruckender ist es, dass das nicht nur bei gov.uk, sondern auch auf den meisten anderen britischen Regierungsseiten gut umgesetzt wird.

Websites anderer britischer Behörden:

Parlament - https://www.parliament.uk/

Britischer Gesundheitsdienst NHS - https://www.nhs.uk/

Die britischen Regierungsseiten werden vom Government Digital Service verwaltet. Dort werden die Design-Guidelines zusammen mit Templates ausführlich veröffentlicht, die Roadmap auf GitHub offengelegt, eine beträchtliche Zahl von Projekten auf GitHub gepflegt, und sogar ein Slack-Channel ist eingerichtet.

Design-Guidelines: https://design-system.service.gov.uk/

Roadmap: https://github.com/orgs/alphagov/projects/5

GitHub: https://github.com/alphagov