Huaweis Versuch einer Meinungsbeeinflussung auf Twitter – mit gefälschten Profilfotos aus einem GAN
(public-assets.graphika.com)Laut dem neuesten Bericht (auf Englisch) des US-amerikanischen Social-Media-Analyseunternehmens Graphika scheint der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei Ende 2020 auf Twitter versucht zu haben, mit gefälschten Accounts die öffentliche Meinung zu beeinflussen, um die Bestrebungen der belgischen Regierung zu stoppen, chinesische Telekommunikationsausrüstung vom Aufbau des 5G-Netzes auszuschließen.
Was ich an diesem Bericht besonders interessant fand, ist der Umstand, dass die Profilfotos der gefälschten Accounts, die auf Twitter Meinungsmanipulation betreiben sollten, von einem GAN-Algorithmus (Generative Adversarial Network) erzeugt wurden. Mit GANs lassen sich die Gesichter nicht existierender, fiktiver Personen per Synthese täuschend echt erzeugen, und genau solche Bilder wurden als Profilfotos dieser Fake-Accounts verwendet. Versuche der Meinungsbeeinflussung über soziale Netzwerke wie Twitter gibt es schon seit Langem in unzähligen Fällen. Da viele der dabei eingesetzten Schattenkonten von automatisierten Botnetzen erstellt werden, wurden sie wegen des eiförmigen Standard-Profilbilds von Twitter auch als sogenannte „Egg-Accounts“ bezeichnet.
Zur Referenz – ein Artikel aus dem Jahr 2017 darüber, dass unter Trumps Twitter-Followern die Zahl der „Egg-Accounts“ zugenommen habe:
https://news.joins.com/article/21629621
Deshalb hat sich auf Twitter, soweit ich weiß, lange eine Kultur gehalten, in der Egg-Accounts zunächst einmal als Bots und nicht als echte Menschen angesehen wurden. Doch diese Unterscheidungsmethode scheint nun völlig nutzlos geworden zu sein. Falsche Informationen und Meinungsmanipulation, wie sie sinnbildlich durch „Fake News“ stehen, dürften in Zukunft immer ausgefeilter werden.
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Hinweis – was die Sicherheitsbranche unter Information Operation versteht:
https://m.blog.naver.com/fireeyekorea/222060276860