8 Punkte von ssssut 2020-12-12 | 3 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Während ich einen Mac mit M1-Chip nutzte, fiel mir auf, dass er im Vergleich zu Intel eindeutig schneller ist, und ich wollte wissen, wie viel schneller genau — also habe ich es selbst getestet. Statt Benchmarks wie GeekBench oder CineBench, die die CPU-Leistung umfassend messen, habe ich die Benchmarks mit Tools durchgeführt, die in den einzelnen Programmiersprachen in der Praxis häufig verwendet werden.

In den meisten Benchmarks schlug er den Intel-Mac nicht nur deutlich, sondern es gab auch viele Sprachen, in denen er im Vergleich zum Ryzen 3900X eine überlegene Leistung zeigte (hauptsächlich, weil Single-Core-Leistung + Speicherleistung wichtig sind). Schauen Sie sich die Ergebnisse selbst an.

3 Kommentare

 
ryuheechul 2020-12-14

👍🏼 Vor etwa einem Monat wollte ich mir ein M1 kaufen, hatte aber Sorge, dass es zu viele Hindernisse im Entwicklungs-Workflow geben könnte (Docker usw.). Deshalb habe ich erst einmal ein MacBook direkt vor dem M1 gebraucht gekauft und benutze es jetzt. (Mit dem Gedanken, etwa ein Jahr zu warten, bis sich das Ökosystem eingependelt hat.) Am Ende des Beitrags sprechen Sie eine starke Empfehlung aus, deshalb möchte ich Sie etwas fragen. Unabhängig vom Leistungsunterschied würde mich interessieren, ob Sie der Meinung sind, dass das M1 derzeit so weit ist, dass Entwickler es ohne größere Probleme kaufen können.

 
ssssut 2020-12-15

Ich denke, für Entwickler, die das Terminal (shell) souverän beherrschen, keine Scheu vor Troubleshooting haben und Freude daran haben, Probleme zu finden und zu lösen, ist der Kauf durchaus in Ordnung. Da das Ecosystem erst noch entsteht, dürfte es allerdings schwierig sein, Dinge wie Homebrew-Bottles oder das von anderen bereits aufgebaute Ecosystem unverändert zu nutzen. Wenn man ohne Rosetta ein natives Ecosystem verwenden will, muss man vieles direkt als Source Code herunterladen und selbst bauen (configure, cmake, makefile, ldflags, cflags usw. – dafür sind Hintergrundwissen und Verständnis für Source-Builds im Unix-Ecosystem nötig). Und wenn sich unter den Dependencies etwas nicht bauen lässt (meist wegen Problemen, bei denen die Architektur per Whitelist verwaltet wird), sollte man auch in der Lage sein, den Source Code anzupassen und selbst zu bauen.

Jetzt ist das wohl unnötig lang geworden, haha. Die Zusammenfassung ist die erste Zeile. Wenn du das Terminal gern nutzt und Spaß daran hast, kannst du es sofort kaufen.

 
ryuheechul 2020-12-15

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Genau das wollte ich wissen. Ich mag und nutze das Terminal gern, aber im Moment bedeutet das wohl letztlich, dass man statt sich auf das eigentliche Ziel zu konzentrieren, Dinge lösen muss, die für den Build nötig sind. Das dürfte die Meinungen ziemlich spalten. Wenn man den Prozess dagegen genießen kann, erweitert sich dadurch wohl auch das Spektrum an Bereichen, mit denen man sonst normalerweise nicht in Berührung kommt. Vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen und die Antwort!