Apple Air M1 im Review aus Entwicklersicht
(steipete.com)- Xcode: schnell. Vergleich der Kompiliergeschwindigkeit einer iOS-PDF-Viewer-Beispiel-App
→ Air M1 - 8:49 (warm, aber leise)
→ MBP 16 2019 2.4Ghz 8-Core i9 32GB - 7:31 (lautes Lüftergeräusch)
→ Hackintosh 3.6Ghz 8-Core i9 64GB - 4:47 (verbraucht 200W Leistung)
→ MacBook 12 2017 1.4Ghz 2-Core i7 16GB - 41:02 (lüfterlos)
→ Nach Montage des M1 auf einem Cooling-Dock mit externem Lüfter sank die Zeit von 8:49 auf 8:33 (das heißt, das Throttling ist nicht stark)
→ Tests unter iOS-Versionen vor iOS 14 sind jedoch nicht möglich – WebKit stürzt ab, und die Geschwindigkeit ist extrem langsam
→ Falls das nicht gelöst wird, könnte es schwierig sein, mit einem M1 allein noch iOS 12 und 13 zu unterstützen.
- Docker: derzeit nicht nutzbar, aber das Docker-Team arbeitet daran
→ Es gibt zwar einen Umweg über ARM Linux, aber voraussichtlich wird es im ersten Quartal nächsten Jahres eine Möglichkeit geben, ARM-basierte Container auszuführen
- Virtualization: Derzeit funktionieren Virtualisierungslösungen nicht.
→ Die Teams von VMware und Parallels arbeiten daran. VirtualBox wird (wahrscheinlich oder zumindest in naher Zukunft) nicht möglich sein
→ Es gibt verschiedene Versuche, daher scheint es wahrscheinlich, dass ARM-basiertes Windows irgendwann lauffähig sein wird
→ Das Ausführen älterer macOS-Versionen ist deutlich problematischer. Wenn VMware oder Parallels keine vollständige x64-Emulation liefern, wird es schwierig, und selbst wenn es geht, wird es langsam sein.
→ 16GB RAM sind zu wenig. Wenn Tests parallel laufen, bricht die Leistung durch Swapping stark ein. Mit laufenden virtuellen Maschinen wird das noch stärker ausfallen. Man sollte auf eine 32GB-Version warten
- Android Studio: IntelliJ, also portiert JetBrains derzeit die JetBrains Runtime
→ Derzeit sind Gradle-Builds unter Rosetta 2 extrem langsam (es generiert dynamisch Code, was schlecht mit dem vorab kompilierenden Rosetta 2 zusammenpasst)
- Homebrew: funktioniert derzeit unter Rosetta 2 (indem man überall
arch -x86_64davorsetzt)
→ Nach und nach nimmt die Zahl der Software mit ARM-Unterstützung zu
- Applications: Die meisten Apps funktionieren einfach, und es ist schwer zu erkennen, ob Rosetta aktiv ist.
→ Große Anwendungen brauchen beim ersten Start lange, sind danach aber schnell (bei MS Word etwa 20 Sekunden)
→ Manche Apps schlagen auch fehl.
→ Es gibt auch Probleme durch die Speicherorte von echtem Code und von durch Rosetta konvertierten Binärdateien
→ Electron-basierte Apps sind langsam, wenn sie über Rosetta laufen. Der V8-Compiler behindert die Vorabkompilierung von Rosetta. Electron 11 unterstützt Apple Silicon bereits, und Slack hat dafür schon eine Beta veröffentlicht.
→ Google hat Chrome für ARM veröffentlicht, aber es ist noch immer langsamer als Safari
3 Kommentare
Ich würde mir auch gern ein Air kaufen und eines nicht für die Entwicklung, sondern für den Hobbygebrauch ausprobieren.
Ich hatte das bei der Übersetzung übersehen, aber für die Safari-Geschwindigkeit wird wohl der Ausdruck verwendet, dass es "fliegt".
Alle sagen unisono, dass das Web-Browsing wirklich sehr schnell ist, deshalb möchte ich es auch so schnell wie möglich ausprobieren.
Warum gibt es in Korea immer noch kein angekündigtes Erscheinungsdatum..
Zur Apple-Rosetta-Übersetzungsumgebung: https://de.news.hada.io/topic?id=3277