Warum Virtualisierung auf ARM-Macs Anlass zur Sorge gibt
(bmalehorn.com)- Docker wird 5-mal langsamer sein
→ Docker für Mac basiert auf einem Hypervisor, daher müssen Host und Gast dieselbe Architektur haben
→ Auf ARM-Macs muss also ARM Linux laufen; andernfalls wird es in einem Emulator ausgeführt und könnte dadurch 5x–10x langsamer werden
→ Es wird sehr lange dauern, bis alle Docker-Images ARM unterstützen
→ Wenn ein Image außerdem andere Pakete nachlädt, basieren auch diese meist auf x86, sodass die Ausführung selbst schwierig werden könnte
- VirtualBox wird nicht funktionieren
→ Auch VirtualBox ist ein Hypervisor, daher können x86-Windows oder x86-Linux nicht ausgeführt werden
→ Windows für ARM ließe sich zwar ausführen, aber VirtualBox ist nur für x86 gedacht und eine Portierung ist nicht geplant (Antwort eines Moderators im VirtualBox-Forum)
→ VMWare Fusion ist ebenfalls ein Hypervisor, erwägt aber eine Portierung auf ARM
→ Stattdessen könnte man den Emulator QEMU in Betracht ziehen, aber das ist keine gute Alternative
- Auch BootCamp wird nicht funktionieren
→ Es wird auf ARM-Macs nicht unterstützt werden (wie Craig Federighi in einem Podcast sagte)
→ Außerdem verkauft Microsoft ARM Windows nur an OEMs; selbst wenn es unterstützt würde, wäre das nur möglich, wenn Microsoft es genehmigt
- Sollte man einen ARM-Mac kaufen?
→ Für Frontend-, Mobile- oder Native-App-Entwickler könnte er in Ordnung sein
→ Für Entwickler, die viel Virtualisierung brauchen, ist er nicht zu empfehlen
→ Anfangs wird es natürlich viele Probleme geben, und möglicherweise gibt es dafür keine Lösung
6 Kommentare
Wenn man bedenkt, wie hoch die Nachfrage von Entwicklern nach MacBooks ist, dürfte es wohl richtig sein anzunehmen, dass Intel-MacBooks weiterhin kontinuierlich erscheinen werden.
Das Virtualisierungsproblem scheint wirklich ein größeres Problem zu sein, als man denkt.
Das steht in deutlichem Kontrast zum gut aufgenommenen Docker unter WSL2.
Es gibt zwar auch Märkte, in denen die fehlende Unterstützung problematisch ist, aber gerade deshalb wird es wohl auch Märkte geben, die dadurch noch geschäftiger werden. Wenn man es so betrachtet, öffnet sich damit gewissermaßen ein neues Ökosystem ...
Hm … Docker ist in der Tat ein Thema, über das man nachdenken sollte.
Es wird wohl auch Probleme mit Containern geben, aber ich denke, es hängt davon ab, wie engagiert Apple dabei vorgeht.
Vorerst wird es wohl bei Intel-Macs und ARM-Macs parallel bleiben, aber irgendwann wird komplett auf ARM-Macs umgestellt werden,
dann könnte der Mac, der tatsächlich als unverzichtbares Gerät für Entwickler aller Plattformen galt, diesen Status zumindest teilweise verlieren, denke ich.
Und man darf ja hoffen, dass MS zum Start der ARM-Macs die Surface-Geräte kräftig im Preis senkt..