- Auf den Computern im Raumschiff tritt ein Problem auf, bei dem Microsoft Outlook gleichzeitig zweimal ausgeführt wird
- Die Astronauten konnten die Ursache nicht finden und haben den Vorfall an das Kontrollzentrum in Houston gemeldet
- NASA versucht derzeit, das System per Fernzugriff zu überprüfen
- Der Beitrag liegt als kurzer Post auf Bluesky vor; zusätzliche technische Informationen oder Analysen gibt es nicht
- Der Fall zeigt, dass selbst in der Umgebung eines Raumschiffs gewöhnliche Softwarefehler auftreten können
Problem mit doppelt gestartetem Microsoft Outlook auf einem Raumschiff-Computer
- Astronauten haben das Phänomen entdeckt, dass Microsoft Outlook auf einem Computer im Raumschiff zweimal ausgeführt wird
- Da die Ursache nicht ermittelt werden konnte, wurde es an das Kontrollzentrum in Houston gemeldet
- NASA versucht, den betroffenen Computer per Fernzugriff (remote in) zu überprüfen
- Der Beitrag ist ein kurzer Post auf der Plattform Bluesky; zusätzliche technische Erklärungen oder Ursachenanalysen gibt es nicht
- Konkrete Ursache, Auswirkungen und ob das Problem gelöst wurde sind bislang nicht erwähnt
- Es ist ein einfacher Fall, zeigt aber auf interessante Weise, dass auch in Raumschiffsystemen gewöhnliche Softwarefehler auftreten können
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Der eigentliche Punkt ist nicht, Windows oder Outlook im Weltraum auszuführen, sondern dass diese Software nicht versiegelt ist.
Das bedeutet, dass im Weltraum Updates heruntergeladen und Telemetriedaten an Microsoft (oder anderswohin) gesendet werden.
Solche PCs sind Geräte, deren Zustand die NASA – wie bei anderer Ausrüstung im Raumschiff – vorhersehbar verwalten können muss.
Außerdem könnten diese PCs unnötigen Traffic auf der „Weltraum-Internetverbindung“ erzeugen und so die Kommunikation beeinträchtigen.
Smartphones könnten dasselbe Problem verursachen. Das ist buchstäblich Rocket Science.
Laut dem Business-Insider-Artikel griff das Bodenkontrollzentrum nach Wisemans Fehlermeldung per Fernzugriff auf sein System zu und behob das Problem.
Dieses PCD (Personal Computing Device) wird von der Crew für den Internetzugang und zum Prüfen des Kalenders verwendet; bei Artemis II kommt ein Microsoft Surface Pro zum Einsatz.
Laut dem NASA-Factsheet wird das Gerät für Familienanrufe (PFC), medizinische Beratung (PMC), Office-Apps sowie zum Speichern von DSLR-Bildern und Prüfen von Videos verwendet.
Laut dem Testbericht stieg die Innentemperatur bei einem Brand beim Dell XPS 15 um 22°F, beim Surface Pro um 7°F. Das XPS setzte mehr giftige Gase und Partikel frei.
Als ich hörte, dass im Weltraum kommerzielle Hardware verwendet wird, fragte ich mich, ob man vom Boden aus vielleicht ihr Wi-Fi-Signal erkennen könnte.
Wegen der direkten Sichtverbindung vielleicht, aber wegen der geringen Sendeleistung und der begrenzten Antennengröße dürfte das physikalisch schwierig sein.
Wenn man die Orbitalgeschwindigkeit berücksichtigt, scheint es auch nicht leicht zu sein, die Antenne ständig nachzuführen.
Alle machen sich lustig, aber realistisch gibt es nicht viele Alternativen.
Outlook kommt gut mit lokalen Kopien zurecht, ist auch bei geringer Bandbreite stabil und den Nutzern vertraut.
E-Mail ist ein bequemes Mittel zum Austausch von Dokumenten.
In so einer Situation hätte die NASA insgesamt wohl Alarm schlagen müssen.
Kaum zu glauben, dass tatsächlich Microsoft-Software in einem bemannten Raumschiff eingesetzt wurde.
Wenn Techniker sich per RDP fernverbinden müssen, stelle ich mir die Latenz enorm vor.
Bei der Mondlandung 1969 lief der Guidance Computer mit 4 KB RAM,
und 2026 startet Outlook automatisch in zwei Instanzen, ohne dass man weiß, warum – eine ziemliche Ironie.
Vielleicht war das Problem einfach dadurch entstanden, dass jemand New Outlook und Classic Outlook gleichzeitig starten wollte.
Ich habe bei der Arbeit auch oft das Problem, dass zwei Outlook-Fenster gleichzeitig geöffnet werden.
Ich schließe dann einfach eins, und damit ist es erledigt. Ich frage mich, ob die Artemis-Crew nur ein ähnliches Symptom hatte.