2 Punkte von GN⁺ 27 일 전 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Auf den Computern im Raumschiff tritt ein Problem auf, bei dem Microsoft Outlook gleichzeitig zweimal ausgeführt wird
  • Die Astronauten konnten die Ursache nicht finden und haben den Vorfall an das Kontrollzentrum in Houston gemeldet
  • NASA versucht derzeit, das System per Fernzugriff zu überprüfen
  • Der Beitrag liegt als kurzer Post auf Bluesky vor; zusätzliche technische Informationen oder Analysen gibt es nicht
  • Der Fall zeigt, dass selbst in der Umgebung eines Raumschiffs gewöhnliche Softwarefehler auftreten können

Problem mit doppelt gestartetem Microsoft Outlook auf einem Raumschiff-Computer

  • Astronauten haben das Phänomen entdeckt, dass Microsoft Outlook auf einem Computer im Raumschiff zweimal ausgeführt wird
    • Da die Ursache nicht ermittelt werden konnte, wurde es an das Kontrollzentrum in Houston gemeldet
  • NASA versucht, den betroffenen Computer per Fernzugriff (remote in) zu überprüfen
  • Der Beitrag ist ein kurzer Post auf der Plattform Bluesky; zusätzliche technische Erklärungen oder Ursachenanalysen gibt es nicht
  • Konkrete Ursache, Auswirkungen und ob das Problem gelöst wurde sind bislang nicht erwähnt
  • Es ist ein einfacher Fall, zeigt aber auf interessante Weise, dass auch in Raumschiffsystemen gewöhnliche Softwarefehler auftreten können

1 Kommentare

 
GN⁺ 27 일 전
Hacker-News-Kommentare
  • Der eigentliche Punkt ist nicht, Windows oder Outlook im Weltraum auszuführen, sondern dass diese Software nicht versiegelt ist.
    Das bedeutet, dass im Weltraum Updates heruntergeladen und Telemetriedaten an Microsoft (oder anderswohin) gesendet werden.
    Solche PCs sind Geräte, deren Zustand die NASA – wie bei anderer Ausrüstung im Raumschiff – vorhersehbar verwalten können muss.
    Außerdem könnten diese PCs unnötigen Traffic auf der „Weltraum-Internetverbindung“ erzeugen und so die Kommunikation beeinträchtigen.
    Smartphones könnten dasselbe Problem verursachen. Das ist buchstäblich Rocket Science.

    • Aber würde Microsoft sich überhaupt um solche NASA-Anforderungen kümmern? Bei der jüngsten FedRAMP-Zertifizierung war es ähnlich. Eher ein Ansatz nach dem Motto: „Sie nutzen es, also lassen wir es eben zertifizieren.“
  • Laut dem Business-Insider-Artikel griff das Bodenkontrollzentrum nach Wisemans Fehlermeldung per Fernzugriff auf sein System zu und behob das Problem.
    Dieses PCD (Personal Computing Device) wird von der Crew für den Internetzugang und zum Prüfen des Kalenders verwendet; bei Artemis II kommt ein Microsoft Surface Pro zum Einsatz.
    Laut dem NASA-Factsheet wird das Gerät für Familienanrufe (PFC), medizinische Beratung (PMC), Office-Apps sowie zum Speichern von DSLR-Bildern und Prüfen von Videos verwendet.

    • Die Vorstellung, dass die Crew selbst auf einer Mission zum Mond Cookie-Banner anklicken, Werbung überspringen und mit Windows-Updates kämpfen muss, ist absurd komisch. Vielleicht hilft es ja der psychischen Stabilität auf Langstreckenflügen, eine Umgebung zu schaffen, die dem Leben auf der Erde ähnelt.
    • Einer der Gründe für die Wahl des Surface Pro war, dass es bei einem Batteriebrand weniger giftige Gase freisetzte als ein Dell XPS 15.
      Laut dem Testbericht stieg die Innentemperatur bei einem Brand beim Dell XPS 15 um 22°F, beim Surface Pro um 7°F. Das XPS setzte mehr giftige Gase und Partikel frei.
  • Als ich hörte, dass im Weltraum kommerzielle Hardware verwendet wird, fragte ich mich, ob man vom Boden aus vielleicht ihr Wi-Fi-Signal erkennen könnte.
    Wegen der direkten Sichtverbindung vielleicht, aber wegen der geringen Sendeleistung und der begrenzten Antennengröße dürfte das physikalisch schwierig sein.
    Wenn man die Orbitalgeschwindigkeit berücksichtigt, scheint es auch nicht leicht zu sein, die Antenne ständig nachzuführen.

    • Jemand witzelte, der Name des Access Points könnte „Free Airport WIFI“ sein.
    • Realistisch gesehen ist das unmöglich. Die Kapsel besteht aus Metall, daher ist die Abschirmung von Funkwellen stark, und wegen des internen Low-Power-Wi-Fi ist eine Signalerkennung praktisch unmöglich.
    • Wenn die Umlaufbahn bekannt ist, kann man die Antenne manuell ausrichten. Ich habe das selbst schon für ISS-Kommunikation mit einer tragbaren Yagi-Antenne gemacht. Während der 5- bis 10-minütigen Überflüge richtet man sie einfach von Hand nach.
    • Funkamateure kennen sich damit gut aus. Sie kommunizieren mit der ISS im 144–148-MHz-Band und haben ein Fenster von etwa 15 Minuten. Artemis ist viel weiter entfernt, aber das 2,4-GHz-Band hat eine hohe atmosphärische Durchlässigkeit, daher ist die Dämpfung nicht besonders groß. Störungen wären möglich, aber ein Signalempfang dürfte schwierig sein.
    • Ich habe auch schon eine gerichtete Wi-Fi-Antenne zur Drohnenverfolgung auf eine Drehachse montiert und damit versucht, die ISS zu verfolgen. Schwierig, aber nicht unmöglich.
  • Alle machen sich lustig, aber realistisch gibt es nicht viele Alternativen.
    Outlook kommt gut mit lokalen Kopien zurecht, ist auch bei geringer Bandbreite stabil und den Nutzern vertraut.
    E-Mail ist ein bequemes Mittel zum Austausch von Dokumenten.

    • Für kurze Nachrichten ist E-Mail gut, für Dateiübertragungen aber ineffizient. Outlook hat viel unnötigen Overhead und ist für einfache Textübertragung überdimensioniert. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, einen einfachen dedizierten Client zu bauen.
    • Eine Kombination aus fetchmail und lokalem Server wäre besser. Exchange/Outlook verursacht viel Wartungsaufwand und ist für die Verwaltung im Weltraum ungeeignet.
    • Interessant, dass die NASA immer noch E-Mail verwendet. Statt spezieller Kommunikationsprotokolle ist normale E-Mail offenbar praktischer. So wie das Militär jahrzehntelang mIRC verwendet hat.
    • Es ist vernünftig, in nicht missionskritischen Bereichen kommerzielle Lösungen einzusetzen. Bei früheren Shuttle-Missionen ist sogar schon einmal maßgeschneiderte Ausrüstung ausgefallen, sodass wieder alte Backup-Geräte hervorgeholt wurden.
    • Statt Outlook oder Thunderbird wäre eine Kombination aus webbasierter E-Mail + lokalem Webserver vielleicht besser gewesen.
  • In so einer Situation hätte die NASA insgesamt wohl Alarm schlagen müssen.

    • Aber es war nur das persönliche Gerät des Astronauten (PCD).
    • Kaum zu glauben, dass selbst die NASA Exchange Online verwendet.
    • Noch überraschender ist, dass sie immer noch Windows verwenden.
  • Kaum zu glauben, dass tatsächlich Microsoft-Software in einem bemannten Raumschiff eingesetzt wurde.

    • Tatsächlich wird Windows schon seit Jahrzehnten in Raumfahrzeugen eingesetzt. Auf der ISS lief zeitweise auch Windows XP, bis man nach einer Virusinfektion auf Linux umstieg. Solche Geräte sind aber keine Flugsteuerungsrechner, sondern normale Laptops.
    • So wie man sich im Flugzeug keine Sorgen macht, wenn andere Passagiere Windows-Laptops benutzen, gilt dasselbe auch im Raumschiff.
  • Wenn Techniker sich per RDP fernverbinden müssen, stelle ich mir die Latenz enorm vor.

    • Damals betrug die Entfernung etwa 57.000 km, die Round-Trip-Time (RTT) lag also bei ungefähr 380 ms. Nicht gut, aber auch nicht unmöglich.
    • Tatsächlich wären PowerShell Remoting oder SSH viel schneller als RDP.
    • Ich muss mich gelegentlich selbst per RDP auf einen Windows-XP-Rechner auf der anderen Seite des Kontinents verbinden; schmerzhafter als die Latenz ist dabei der Dateitransfer.
    • Bei der aktuellen Distanz würde die Latenz mindestens etwa 420 ms betragen.
  • Bei der Mondlandung 1969 lief der Guidance Computer mit 4 KB RAM,
    und 2026 startet Outlook automatisch in zwei Instanzen, ohne dass man weiß, warum – eine ziemliche Ironie.

    • 1969 wurde jeder Assembler-Code von Experten geprüft, aber 2026 weiß man bei Millionen Zeilen Code nicht einmal, warum sie ausgeführt werden.
    • Es fühlt sich an, als sei man von den Power-of-Ten-Entwicklungsregeln der NASA auf das Niveau von „Haben Sie schon versucht, Outlook neu zu starten?“ abgesunken.
    • Allerdings sollte man das mit dem missionskritischen Code vergleichen. Ich frage mich, wie klein der Flugsteuerungsrechner tatsächlich ist.
    • Andererseits ist es auch wieder komisch, dass sie das alles ohne AI geschafft haben.
  • Vielleicht war das Problem einfach dadurch entstanden, dass jemand New Outlook und Classic Outlook gleichzeitig starten wollte.

  • Ich habe bei der Arbeit auch oft das Problem, dass zwei Outlook-Fenster gleichzeitig geöffnet werden.
    Ich schließe dann einfach eins, und damit ist es erledigt. Ich frage mich, ob die Artemis-Crew nur ein ähnliches Symptom hatte.