- Während ein Teammitglied Copilot nutzte, um Tippfehler im PR zu korrigieren, fügte Copilot der PR-Beschreibung automatisch Werbetext für sich selbst und Raycast hinzu
- Der Autor bezeichnete dies als „grauenhaft (horrific)“ und sagte, er habe zwar erwartet, dass so etwas irgendwann passieren würde, aber nicht, dass es so schnell passieren würde
- Verweis auf Cory Doctorows Text „TikTok’s Enshittification“
> Der Prozess der Verschlechterung einer Plattform: „nützlich für Nutzer → zugunsten von Geschäftskunden umgestellt → selbst die Kunden werden ausgebeutet → am Ende der Zusammenbruch“
- Dieser Vorfall zeigt das Risiko, dass KI-Tools in kollaborativen Code-Umgebungen werbliche Inhalte einfügen können
- Die Zuverlässigkeit und Transparenz von KI-Code-Assistenten müssen sichergestellt werden
2 Kommentare
MS macht eben MS.
Hacker-News-Kommentare
Diese „Werbung“ ist eigentlich nichts Neues. MS scheint das nicht als Werbung, sondern als „Tipp“ zu betrachten.
Vielleicht wusste das Raycast-Team davon. Wenn man sich Beispiel-PRs und Suchergebnisse ansieht, hat Copilot seit dem Start im Mai 2025 automatisch solche Formulierungen wie „(Emoji) (tip)“ hinzugefügt.
Darin stehen Sätze wie „Verbinde Jira, Azure Boards und Linear und delegiere Arbeit an Copilot“. Das wirkt faktisch wie Werbung. Offenbar nennt nur MS das einen Tipp.
Hier ist Tim vom Copilot Coding Agent Team. Wir haben die Funktion, die „Tipps“ in von Copilot erstellte oder bearbeitete PRs eingefügt hat, deaktiviert.
Ursprünglich sollte das Entwicklern helfen, Copilot besser zu nutzen, aber nach dem Feedback denke ich, dass das eine falsche Entscheidung war. So etwas werden wir künftig nicht wieder tun.
Das eigentliche Problem liegt woanders. In den Änderungen an GitHubs Datenschutzrichtlinie wurde ein Abschnitt zu AI-Funktionen ergänzt.
Im Kern wird dort erlaubt, Eingabe- (Prompt-) und Ausgabe- (Output-) Daten von GitHub und seinen Partnern für das Training von AI-Modellen zu verwenden.
Ich finde, man sollte Copilot grundsätzlich nicht benutzen.
Ich bin nicht der Einzige, der so etwas gesehen hat. Es gibt bereits viele ähnliche PRs.
Werbung nervt, aber immerhin gut, dass MS das stoppen will.
Trotzdem finde ich es sinnvoll, wenn ein AI-Agent sich in Commit-Messages als Co-Author einträgt.
Das ist ein Signal, mit dem man von Menschen geschriebenen Code von AI-generiertem Code unterscheiden kann.
Ich lasse diese Kennzeichnung auch bei Commits stehen, die Claude geschrieben hat. Ich lerne AI-Coding noch, und diese Transparenz ist wichtig.
GitHub soll diese Funktion bereits deaktiviert haben.
Laut dem offiziellen Tweet wurden ursprünglich Produkttipps in von Copilot erstellte PRs eingefügt. Als Copilot dann auch andere PRs verändern konnte, wurde das problematisch, und man hat es komplett abgeschaltet.
Ich mag solche Werbung und die Co-Author-Kennzeichnung von Claude sogar eher.
Daran erkennt man sofort „faul zusammenkopierte PRs“. AI-generierte PRs sollten klar gekennzeichnet werden.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen AI-Coding-Tools, aber man sollte wissen, wer den Code tatsächlich geschrieben hat.
Co-Authored-By-Zeile von Claude stehen. Später kann man so Qualität oder logische Eigenheiten dieses Codes leichter zurückverfolgen..claude/settings.jsonanpassen. Ich lasse das Emoji dabei weg.Das ist unerlaubtes Einfügen von Werbung unter dem Namen des Entwicklers. Es wird nicht wie in einem Mailprogramm in einen Entwurf gesetzt, sondern landet in der tatsächlichen Nachricht. Ich frage mich, ob das legal ist.
Ich habe Copilot gefragt: „Wie würden Entwickler reagieren, wenn AI Werbung in PRs einfügt?“
Die Antwort war: „Vertrauensverlust, unprofessionell, Sicherheitsbedenken, Niedergang des Produkts.“ Manchmal hat AI recht.
Ich verstehe nicht, warum Copilot so etwas tut. Wenn man Werbung zeigen will, könnte man doch einfach einen Werbebereich schaffen. Ist die GitHub-Infrastruktur so instabil, dass man dafür den PR-Text ändern muss?
Außerdem hat der offizielle GitHub-Blog auch Raycast beworben, daher erscheint dieser Vorfall durchaus plausibel.