1 Punkte von GN⁺ 2026-03-27 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Eine Jury an einem Gericht im Bundesstaat New Mexico kam zu dem Schluss, dass Meta Nutzer über die Sicherheit von Kindern auf seinen Plattformen irregeführt habe, und sprach 375 Millionen US-Dollar Schadenersatz zu
  • Die Jury befand, dass Meta gegen das Gesetz gegen unlautere Geschäftspraktiken verstoßen und Kinder dem Risiko sexueller Inhalte sowie Kontakten mit Sexualstraftätern ausgesetzt habe
  • Im Prozess wurden durch interne Dokumente und Aussagen ehemaliger Mitarbeiter Hinweise vorgelegt, dass Meta die Risiken für Kinder kannte und dennoch nicht angemessen reagierte
  • Meta erklärte, man stimme dem Urteil nicht zu und plane Berufung, und hob die eigenen Bemühungen zur Stärkung von Jugendschutzfunktionen hervor
  • Das Urteil gilt als erster Erfolg einer US-Bundesstaatsregierung gegen Meta in einem Verfahren zum Thema Kindersicherheit

Gericht in New Mexico verurteilt Meta wegen Kindersicherheitsproblemen zu 375 Millionen US-Dollar Schadenersatz

  • Eine Jury an einem Gericht im Bundesstaat New Mexico kam zu dem Schluss, dass Meta Nutzer über die Sicherheit von Kindern auf den eigenen Plattformen irregeführt habe, und ordnete 375 Millionen US-Dollar (rund 279 Milliarden Won) an zivilrechtlichem Schadenersatz an
    • Meta ist die Muttergesellschaft von Facebook, Instagram und WhatsApp; dem Unternehmen wurde eine Verantwortung dafür zugeschrieben, dass die Plattformen Kinder dem Risiko sexueller Inhalte sowie Kontakten mit Sexualstraftätern ausgesetzt hätten
    • Die Jury urteilte, dass Meta gegen den Unfair Practices Act des Bundesstaats New Mexico verstoßen habe
  • Raul Torrez, Generalstaatsanwalt von New Mexico, bezeichnete das Urteil als „historisch“ und sagte, es sei der erste Fall, in dem die Regierung des Bundesstaats Meta wegen Kindersicherheit erfolgreich verklagt habe
    • Er kritisierte: „Das Management von Meta wusste, dass seine Produkte Kindern schadeten, ignorierte Warnungen und belog die Öffentlichkeit.“
  • Ein Sprecher von Meta erklärte, man stimme dem Urteil nicht zu und plane Berufung
    • „Wir arbeiten daran, die Sicherheit der Menschen auf unseren Plattformen zu schützen, und legen die Schwierigkeiten bei der Identifizierung und Entfernung schädlicher Inhalte und böswilliger Akteure transparent offen“, so das Unternehmen
    • Zudem hieß es: „Wir sind von unserer Bilanz beim Jugendschutz überzeugt.“
  • Verlauf des Prozesses und interne Belege

    • Während des siebenwöchigen Prozesses prüfte die Jury interne Dokumente von Meta sowie Aussagen ehemaliger Mitarbeiter
      • Die internen Unterlagen enthielten Hinweise darauf, dass Meta wusste, dass Sexualstraftäter gegen Kinder die Plattformen nutzten
      • Der ehemalige Meta-Engineering-Leiter Arturo Béjar sagte aus, interne Tests hätten Fälle gezeigt, in denen minderjährigen Nutzern sexuelle Inhalte empfohlen wurden
      • Er berichtete außerdem, dass seine Tochter auf Instagram von einer fremden Person sexuell angemacht worden sei
    • Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats verwies auf interne Meta-Forschung, laut der 16 % der Instagram-Nutzer innerhalb einer Woche unerwünschte Nacktbilder oder sexuelle Handlungen gesehen hatten
  • Metas Reaktion und Maßnahmen zum Jugendschutz

    • Meta erklärte, man arbeite seit Jahren daran, problematische Nutzer zu sperren und Schutzfunktionen für Minderjährige auszubauen
      • 2024 führte das Unternehmen die Funktion Teen Accounts ein, damit Jugendliche ihre Nutzungserfahrung besser kontrollieren können
      • Im Februar 2026 kam eine Funktion hinzu, die Eltern benachrichtigt, wenn ihre Kinder nach Inhalten zu Selbstverletzung suchen
  • Berechnung des Schadenersatzes und weitere Klagen

    • Die Jury sah tausende Gesetzesverstöße als gegeben an und setzte den Gesamtbetrag von 375 Millionen US-Dollar fest, indem pro Verstoß eine Strafe von bis zu 5.000 US-Dollar angesetzt wurde
    • Meta ist außerdem in einen weiteren laufenden Prozess in Los Angeles verwickelt
      • Eine Frau behauptet, sie sei als Kind von Instagram und YouTube (im Besitz von Google) abhängig gemacht worden, und macht geltend, die Plattformen seien absichtlich so gestaltet worden, dass sie süchtig machen
      • In den USA laufen tausende ähnliche Klagen
  • Hintergrund der Klage in New Mexico

    • New Mexico reichte 2023 Klage gegen Meta ein
      • Der Vorwurf lautet, Meta habe Minderjährige über seinen Empfehlungsalgorithmus zu sexuellen Inhalten, Material über sexuellen Missbrauch von Kindern und prostitutionbezogenen Inhalten gelenkt
      • Nach Darstellung des Bundesstaats kuratiert Meta mithilfe des Algorithmus automatisch die Inhalte, die Nutzer sehen, wodurch Kinder gefährlichen Inhalten ausgesetzt worden seien
    • Generalstaatsanwalt Torrez sagte: „Heute hat die Jury gemeinsam mit Familien, Pädagogen und Experten für Kindersicherheit gesagt: ‚Es reicht.‘“

1 Kommentare

 
GN⁺ 2026-03-27
Hacker-News-Kommentare
  • Dieser Thread ist bereits ein Duplikat des vorherigen Beitrags
    • Die Kommentare wurden dorthin verschoben, danke für den Hinweis