2 Punkte von GN⁺ 2026-03-21 | 3 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Vibe-Coding-Apps wie Replit und Vibecode, mit denen sich per natürlichsprachigem Prompt Apps erstellen lassen, sind derzeit von App-Store-Updates ausgeschlossen; Apple fordert Änderungen mit Verweis auf Verstöße gegen bestehende App-Store-Regeln
  • Apple beruft sich auf eine ältere Regel (Guideline 2.5.2), die es Apps verbietet, Code auszuführen, der ihre eigene Funktionalität verändert, und betont, dass dies keine gezielte Maßnahme nur gegen Vibe-Coding-Apps sei
  • Replit wurde mitgeteilt, dass eine Freigabe möglich sei, wenn erzeugte Apps nicht in einer In-App-Webview, sondern in einem externen Browser geöffnet werden; bei Vibecode steigen die Chancen auf Freigabe, wenn die Funktion zur Erzeugung von Software für Apple-Geräte entfernt wird
  • Die mobile Replit-App ist seit dem letzten Update im Januar von Platz 1 auf Platz 3 in der Kategorie kostenlose Entwickler-Tools gefallen; die ausbleibenden Updates werden als Teilursache genannt
  • Vibe-Coding-Apps ermöglichen die Erstellung von Apps, die außerhalb des App-Store-Ökosystems laufen, und schaffen damit zugleich eine Wettbewerbssituation zu Xcode; aus dieser Sicht hat Apple einen Anreiz, Nutzer zu den eigenen Tools zu lenken

Wie es zur Blockierung der Vibe-Coding-App-Updates kam

  • Apple hat Updates für KI-Vibe-Coding-Apps wie Replit und Vibecode stillschweigend blockiert, berichtet The Information
  • Vibe-Coding-Tools ermöglichen es auch Nutzern mit kaum Programmiererfahrung, per natürlichsprachigem Prompt Apps oder Websites zu erstellen, und verbreiten sich derzeit schnell unter Entwicklern wie auch nichttechnischen Nutzern
  • Apple erklärt, bestimmte Vibe-Coding-Funktionen verstießen gegen eine ältere App-Store-Regel, die Apps verbietet, Code auszuführen, der ihre eigene Funktionalität oder die anderer Apps verändert
  • Einige Vibe-Coding-Apps unterstützen auch das Erstellen von Software für Apple-Geräte; Entwickler sagen, dies habe zuletzt zu einem starken Anstieg neuer App-Store-Einreichungen und in manchen Fällen zu Verzögerungen bei Freigaben geführt

Apples offizielle Position

  • Ein Apple-Sprecher erklärte, diese Richtlinie richte sich nicht gezielt gegen Vibe-Coding-Apps
  • Nach Angaben einiger mit der Sache vertrauter Personen stehen Replit und Vibecode einer Freigabe nahe, nachdem sie zugestimmt hätten, die Vorschau erzeugter Inhalte zu ändern oder bestimmte Funktionen wie die Erzeugung von Apps für Apple-Plattformen vollständig zu entfernen

Konkrete Anforderungen

  • Wenn Plattformen wie Replit Apps erzeugen, werden diese normalerweise in einer eingebetteten Webview innerhalb der ursprünglichen App angezeigt; Apple beanstandet genau dieses Vorgehen
    • Wenn erzeugte Apps statt in einer In-App-Webview in einem externen Browser geöffnet werden, wird mit einer Freigabe gerechnet
  • Im Fall von Vibecode habe das Review-Team mitgeteilt, dass eine Update-Freigabe wahrscheinlicher sei, wenn die Funktion zur Erzeugung von Software für Apple-Geräte entfernt werde

Geschäftliche Auswirkungen

  • The Information berichtet, dass Apples Eingreifen die Nutzbarkeit und das Wachstum von Vibe-Coding-Apps beeinträchtigen könnte
  • Die mobile Replit-App ist seit dem letzten Update im Januar in Apples Rangliste kostenloser Entwickler-Tools von Platz 1 auf Platz 3 gefallen; die fehlenden Updates seien laut einer mit dem Vorgang vertrauten Quelle ein Teilgrund

Möglicher Interessenkonflikt

  • Vibe-Coding-Apps ermöglichen es Nutzern, Apps zu erstellen, die außerhalb des App-Store-Ökosystems funktionieren, und treten damit zugleich in Konkurrenz zu Xcode
  • Einige Entwickler sind der Ansicht, Apple habe einen Anreiz, Nutzer zu den eigenen Tools zu lenken, was den Wechsel zu alternativen Plattformen zusätzlich erschweren könnte

Apples aktualisierte Stellungnahme (gegenüber MacRumors)

  • Apple erklärte gegenüber MacRumors, es gebe keine gesonderten Regeln für Vibe-Coding-Apps; die App Review Guidelines seien darauf ausgelegt, die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten und zugleich Innovation zu fördern
  • Zitat aus App Review Guideline 2.5.2: Apps müssen innerhalb ihres eigenen Bundles in sich abgeschlossen sein, dürfen keine Daten außerhalb des vorgesehenen Container-Bereichs lesen oder schreiben und keinen Code herunterladen, installieren oder ausführen, der Funktionen der App einführt oder verändert
    • Ausnahme: Bildungs-Apps dürfen unter eingeschränkten Bedingungen ausführbaren Code herunterladen, sofern dieser nicht für andere Zwecke verwendet wird und der Quellcode für Nutzer vollständig einsehbar und bearbeitbar ist
  • Klausel im Developer Program License: Das Herunterladen von Code ist zulässig, darf aber den Hauptzweck der App nicht verändern; außerdem darf keine Funktionalität bereitgestellt werden, die nicht mit dem beabsichtigten Zweck der App übereinstimmt
  • Apple erklärte, bei Verstößen gegen die Regeln werde Entwicklern in der Regel der Verstoß erläutert und gemeinsam an der Einhaltung gearbeitet; auch in diesem Fall habe man den Kontakt mit den Entwicklern kontinuierlich aufrechterhalten

3 Kommentare

 
kandk 2026-03-23

Ein interessantes Projekt.

 
ndrgrd 2026-03-21

Das war schon immer Apples ursprüngliche Haltung, und wenn Ihnen das nicht gefällt, dann mögen Sie Apple eben nicht. Nutzen Sie etwas anderes.

 
ahwjdekf 2026-03-21

Ich denke, das schlechteste Entwicklungstool der Geschichte ist Xcode.