- Ab dem 1. April 2026 erhöht Hetzner die Preise für Cloud- und Dedicated-Server, was sowohl für Neubestellungen als auch für bestehende Produkte gilt
- In allen Regionen wie Deutschland, Finnland, den USA und Singapur steigen die Preise für Cloud-Server um 30–40 %, bei einigen Produkten auch darüber hinaus
- Auch Zusatzdienste wie Object Storage, Volume und Snapshot werden beim Stundensatz teurer, wodurch die gesamten Infrastrukturkosten steigen
- Bei den Dedicated-Servern steigen die Preise je nach Modell um etwa 5 bis 20 Euro, während für Server-Auction-Produkte pauschal eine Erhöhung um 3 % gilt
- Mit dieser Anpassung gestaltet Hetzner die Preisstruktur seiner gesamten Infrastruktur neu, was voraussichtlich zu einer höheren Kostenbelastung für globale Cloud-Nutzer führt
Überblick über die Preisänderung
- Die Preiserhöhung tritt am 1. April 2026 in Kraft und gilt sowohl für Neubestellungen als auch für bestehende Produkte
- Selbst bei Bestellungen vor dem 1. April gilt der erhöhte Preis, wenn die Auslieferung nach diesem Datum erfolgt
- Alle Preise sind ohne Mehrwertsteuer (VAT) angegeben
Preisänderungen bei Cloud-Produkten
Deutschland / Finnland
- Bei Cloud-Servern der Serien CAX, CCX, CPX und CX steigen sowohl Stunden- als auch Monatspreise
- Beispiel: Der Server CAX11 steigt von 3,29 Euro auf 4,49 Euro, der Server CCX33 von 47,99 Euro auf 62,49 Euro
- Der Grundpreis für Object Storage steigt von 4,99 Euro auf 6,49 Euro, zusätzlicher Storage von 0,0067 Euro auf 0,0087 Euro
- Auch die Produktreihe Load Balancer (LB) wird teurer; beim LB11 steigt der Preis von 5,39 Euro auf 7,49 Euro
USA
- Höhere Preise für wichtige Cloud-Server wie CCX13~CCX63, CPX11~CPX51
- Beispiel: Der Server CCX33 steigt von 49,99 Euro auf 64,99 Euro, der Server CPX31 von 15,99 Euro auf 20,99 Euro
- Auch die Reihe LB11~LB31 wird entsprechend angehoben; LB31 steigt von 32,9 Euro auf 42,99 Euro
Singapur
- Die CCX-Serie verzeichnet die stärksten Erhöhungen; der Server CCX63 steigt von 482 Euro auf 626,99 Euro
- Auch die CPX-Serie wird insgesamt um 25–35 % teurer
- Beispiel: Der Server CPX32 steigt von 24,99 Euro auf 32,49 Euro, der Server CPX62 von 76,99 Euro auf 100,49 Euro
- Die LB-Produkte werden wie in den anderen Regionen ebenfalls teurer
In allen Regionen gleich
- Der Preis für Volume steigt von 0,0440 Euro auf 0,0572 Euro, Snapshot von 0,0110 Euro auf 0,0143 Euro
- In Dollar steigen die Werte entsprechend von 0,0500 auf 0,0767 sowie von 0,0130 auf 0,0199
Dedicated Servers
Deutschland
- Alle Preise steigen auf Monatsbasis
- Beispiel: AX41-NVMe steigt von 41,10 Euro auf 42,30 Euro, AX162-R von 207,30 Euro auf 242,30 Euro
- Das High-End-Modell GEX131 (512GB RAM) steigt von 1005,30 Euro auf 1167,30 Euro
- Für Server-Auction-Server gilt pauschal eine Erhöhung um 3 %
Finnland
- AX41-NVMe steigt von 35,60 Euro auf 36,70 Euro, DX293 von 295,60 Euro auf 345,60 Euro
- SX295 steigt von 382,30 Euro auf 442,30 Euro
- Auch in der Region Finnland gilt dieselbe 3-%-Erhöhung für Server-Auction-Produkte
Zusammenfassung
- Hetzner erhöht die Preise für die gesamte Produktpalette aus Cloud-Servern, Object Storage und Dedicated Servern
- Die Erhöhungen liegen je nach Produkt und Region bei etwa 30–40 %, bei einigen High-End-Modellen auch darüber
- Die Anpassung wird ab dem 1. April 2026 vollständig umgesetzt und gilt gleichermaßen für bestehende Kunden
- Alle Preise verstehen sich ohne VAT, und für Server-Auction-Produkte gilt ausnahmslos eine Erhöhung um 3 %
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
In dem Beitrag hieß es zwar, dass nur VPS betroffen seien, tatsächlich steigen aber auch die Preise für dedicated server
Laut der Hetzner-E-Mail, die ich erhalten habe, werden mehrere Modelle wie EX42-NVMe, AX41, AX41-NVMe und Server Auction ab dem 1. April 2026 jeweils um etwa 3 % teurer
Wenn man Leistung und unbegrenzte Bandbreite berücksichtigt, ist es trotzdem immer noch günstig. Meine gesamten monatlichen Kosten steigen zwar um etwa 40–50 Euro, aber wirklich unzufrieden bin ich nicht
Die vollständigen Änderungen stehen im offiziellen Dokument
Laut der E-Mail sind die Gründe die explosiv gestiegene Nachfrage nach AI-bezogener Rechenleistung, höhere Rohstoff- und Produktionskosten sowie vor allem stark gestiegene RAM- und SSD-Preise. DRAM soll seit September 2025 um bis zu 500 % teurer geworden sein
Ein Hauptgrund scheint zu sein, dass die Speicherpreise in den letzten sechs Monaten explodiert sind. Das dürfte Hetzners Betriebskosten direkt beeinflusst haben
Diese Änderungen gelten ab dem 1. April sowohl für Bestands- als auch für Neukunden
Die Erhöhungen nach Produktgruppe sind erheblich: Cloud (VM) 38 %, Bare Metal 15 %, zusätzliche Speicheroptionen 575 %
Die Aufpreise für zusätzlichen Speicher wirken so hoch, als wolle man Erweiterungen absichtlich unattraktiv machen. Zum Beispiel kosten zusätzliche 128 GB nun 264 Euro, sodass es wirtschaftlicher ist, gleich einen neuen Server hinzuzunehmen
Details stehen im offiziellen Dokument
Bis März könnten die Hardwarebestände erschöpft sein
Es gibt auch einen Artikel, in dem steht, dass „die Festplatten dieses Jahr bereits ausverkauft sind“
Deshalb kam auch die Meinung auf, man solle eine „AI-Steuer“ für große Clouds einführen
Das wirkt wie ein Symptom der allgemeinen Knappheit bei AI-Hardware
Fast wie im Spiel „Universal Paperclips“, als hätte die Industrie begonnen, sich selbst zu replizieren
Vielleicht könnten am Ende neue Technologien wie Quantencomputing oder „hypnodrones“ diese Lage verändern
Als Alternative in Europa wurde OVH empfohlen. Etwas teurer, aber eine brauchbare Option
Vorerst bleibe ich bei Hetzner, aber falls ich später wechsle, wäre das eine Überlegung wert
Ich fand gut, dass Hetzners Ankündigungs-E-Mail die Erhöhungen pro Server klar aufführte
Mercedes dagegen schickte nur eine E-Mail mit dem Hinweis, dass sich die AGB geändert hätten, und man solle selbst ein 52-seitiges Dokument vergleichen. Erst nach Kundenbeschwerden wurden Änderungsprotokolle ergänzt
Ich betreibe seit fünf Jahren mehrere dedizierte Server bei Hetzner
Auch nach der Erhöhung ist das Preis-Leistungs-Verhältnis weiterhin deutlich besser als bei den großen US-Clouds. Besonders die AX-Auktionsserver sind stark
Trotzdem machen mir die Marktentwicklungen an sich Sorgen: explodierende Speicherpreise, ausverkaufte Festplatten und steigende Gebühren
Wenn man Dienste betreibt, die viel Storage oder RAM brauchen, ist es wahrscheinlich sinnvoll, die aktuelle Konfiguration jetzt festzuschreiben. Ich habe mir letzten Monat auch vorsorglich noch einen weiteren Server gesichert
Alternativen wie OVH oder Netcup gibt es zwar, aber sie haben jeweils Nachteile wie instabile Netzwerke oder fehlenden Support. Mit Hetzners Support war ich bisher sehr zufrieden
Trotzdem ist es immer noch 90 % günstiger als AWS
Die meisten Erhöhungen sind noch akzeptabel, aber ich bin unzufrieden mit der Qualität von Object Storage, das auch seine Preisattraktivität verloren hat. Ich überlege, den S3-Teil zu OVH zu verlagern
Früher bekam man regelmäßig bessere Spezifikationen für weniger Geld; diese Zeiten vermisse ich inzwischen