Der Gründer des Werbeautomatisierungs-KI-Startups Ryze AI, Ira Bodnar (@irabukht), hat öffentlich gemacht, wie der von ihm aufgebaute Dienst durch Anthropics Claude faktisch entwertet wurde – und sorgt damit für Aufsehen.
Die Produktgeschichte
Ryze AI ist ein SaaS-Dienst, der den Betrieb bezahlter Werbung wie Google Ads und Meta Ads mit KI automatisiert; die Kernfunktion war ein KI-Agent namens AdGent. Laut Bodnar wurde das zentrale Wertversprechen von Ryze AI jedoch praktisch ausgehebelt, nachdem Anthropic in Claude Skills für das Werbemanagement hinzugefügt hatte.
Der Fall Ryze
Die Ironie dabei ist, dass Ryze AI kaum weniger als ein Partner war, der Claude aktiv zum Aufbau seines Dienstes genutzt hat. Tatsächlich veröffentlichte Ryze AI in seinem GitHub kostenlose Open-Source-Marketing-Skill-Dateien für Claude und stellte die Integration mit Claude als zentrales Feature heraus. Doch als Anthropic ähnliche Funktionen als native Claude-Funktionen integrierte, verschwand damit gewissermaßen die Daseinsberechtigung des Unternehmens.
Das ist ein besonders anschauliches Beispiel für das Risiko, das Startups stets tragen, wenn sie ihr Geschäft auf einer KI-Plattform aufbauen – nämlich das Plattformrisiko. Ähnlich wie der Ausdruck „Amazoned“, der das Phänomen beschreibt, dass AWS Third-Party-Dienste absorbiert und Konkurrenten verdrängt, wächst die Sorge, dass sich im KI-Plattformmarkt dasselbe wiederholt.
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