- Das grundlegend überarbeitete Siri-Upgrade gerät wegen Problemen in internen Tests erneut aus dem Zeitplan
- Funktionen, die ursprünglich in iOS 26.4 enthalten sein sollten, sollen nun gestaffelt über iOS 26.5 und iOS 27 ausgerollt werden
- Besonders instabil sind die Nutzung persönlicher Daten sowie die sprachgesteuerte Steuerung auf Basis von App Intents
- Bei einigen Anfragen erfolgt zudem eine automatische Umschaltung auf die ChatGPT-Integration statt auf Apple-Technologie
- Apple treibt mit der neuen Architektur Linwood und auf Google Gemini basierenden Modellen langfristig den KI-Umbau voran
Verzögerungen beim Zeitplan für das Siri-Upgrade
- Die im Juni 2024 angekündigte komplett überarbeitete Siri stieß zuletzt in internen Tests auf Probleme
- Ursprünglich war geplant, sie in iOS 26.4 zu integrieren, das im März 2026 erscheinen sollte
- Aktuell wird geprüft, einige Funktionen auf iOS 26.5 (Mai) und iOS 27 (September) zu verteilen
- Im Testprozess traten Fehler bei der Anfrageverarbeitung und Verzögerungen bei den Antworten auf
- Berichtet wurde, dass manche Anfragen nicht korrekt verarbeitet werden oder die Antwortzeiten übermäßig lang sind
Zentrale Ursachen für die Verzögerung
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Erweiterte Nutzung persönlicher Daten
- Siri soll auf persönliche Daten wie frühere Nachrichten zugreifen können, um Anfragen auszuführen
- Beispiel: einen von einem Freund geteilten Podcast in früheren Textnachrichten finden und sofort abspielen
- In internen Builds von iOS 26.5 existiert ein „preview“-Schalter für diese Funktion
- Dabei wird offenbar erwogen, Nutzer darauf hinzuweisen, dass der erste Release unvollständig oder nicht stabil sein könnte
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Erweiterte Sprachsteuerung mit App Intents
- In Entwicklung ist eine fortgeschrittene In-App-Steuerung, die mit einem einzigen Sprachbefehl Bildsuche, Bearbeitung und das Versenden an Kontakte ausführen kann
- Interne Tests zeigten, dass die Funktion nicht in allen Situationen stabil arbeitet
- Zudem wurde ein Bug gemeldet, bei dem Siri Nutzer unterbricht, wenn sie schnell sprechen
- Bei der Verarbeitung komplexer Anfragen treten Genauigkeitsprobleme und lange Verzögerungen auf
Abhängigkeit von der ChatGPT-Integration
- Es gab Fälle, in denen die neue Siri automatisch auf die bestehende OpenAI-ChatGPT-Integration umschaltete statt auf Apples eigene Technik
- Solche externen Umschaltungen wurden selbst bei Anfragen beobachtet, die eigentlich mit eigener Technik verarbeitet werden sollten
Veränderungen an der technischen Architektur
- Die überarbeitete Siri basiert auf einer vollständig neuen Architektur namens Linwood
- Genutzt wird Apples Plattform für große Sprachmodelle, Apple Foundations Models
- Darin werden teilweise Technologien des Google-Gemini-Teams von Alphabet integriert
- In Testversionen von iOS 26.5 sind zwei noch nicht angekündigte Funktionen enthalten
- Websuche-Tool: liefert ähnlich wie Perplexity oder Gemini zusammengefasste Antworten auf Basis von Webinformationen
- Bildgenerierung: basiert auf der Engine von Image Playground, hat aber Stabilitätsprobleme
iOS 27 und die nächste Siri-Generation (Codename Campo)
- Für iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 ist die Einführung einer chatbotartigen Siri geplant
- Sie soll auf Google-Servern laufen und fortgeschrittene angepasste Gemini-Modelle nutzen
- Unter dem Projektnamen „Campo“ soll KI ins gesamte Betriebssystem integriert werden
- Eine eigenständige Siri-App wird derzeit getestet
- Sie umfasst auch die Verwaltung früherer Gespräche
- Die Steuerung von Funktionen im gesamten OS sowie die Erkundung persönlicher Daten wie Dateien sollen ausgebaut werden
- Geplant ist außerdem die Integration der neuen Siri-Engine in zentrale Standard-Apps wie Mail, Calendar und Safari
KI-Infrastruktur und Chip-Strategie
- CEO Tim Cook erwähnte in einem internen Meeting die Entwicklung von Rechenzentrums-Chips für KI
- Apple arbeitet an maßgeschneiderten Rechenzentrumslösungen auf Basis von Apple silicon
- Unter dem Projektnamen Baltra wird ein leistungsstarker Cloud-KI-Chip entwickelt
Datenschutzstrategie
- Ein Grund für die Verzögerung bei personalisierter KI ist Apples strenge Datenschutzpolitik
- Craig Federighi betonte die Abgrenzung zu branchenüblichen Verfahren, bei denen Nutzerdaten auf Servern gespeichert und fürs Training verwendet werden
- Nach Möglichkeit soll die Verarbeitung auf dem Gerät oder über datenschutzschonende Server erfolgen
- Statt echter Nutzerdaten werden lizenzierte Daten und synthetische Daten verwendet
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