- Ferraris erstes Elektroauto Luce zeichnet sich durch einen Innenraum und ein Interface aus, die darauf ausgelegt sind, die Intuitivität des Fahrens und den sinnlichen Fahrspaß zu maximieren
- Bedienelemente und Displays sind nach Funktionen gegliedert, sodass zentrale Informationen und Steuerungen vor dem Fahrer gebündelt sind, wobei mechanische Tasten und digitale Bildschirme harmonisch zusammenspielen
- Lenkrad und Binnacle, Control Panel usw. sind aus hochwertigen Materialien wie Aluminium, Glas und Leder präzise gefertigt und verstärken das immersive Fahrerlebnis
- Mit e-Manettino und manuellen Drehmomentsteuer-Paddles lassen sich Energiefluss und Beschleunigung fein steuern; zugleich liefern sie Feedback in Verbindung mit der Rekuperationsbremse
- Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Jony Ive, Marc Newson, LoveFrom und präsentiert ein neues elektrisches Fahrerlebnis, das Ferraris Tradition mit künftiger Innovation verbindet
Interieur und Interface
- Der Innenraum von Luce wurde bis ins Detail gestaltet, mit dem Ziel eines funktionalen, intuitiven und sinnlichen Fahrerlebnisses
- Bedienelemente und Displays sind nach Funktionen gruppiert, sodass der Fahrer zentrale Befehle und Rückmeldungen auf einen Blick erfassen kann
- Eine Kombination aus mechanischen Tasten, Drehreglern und Kippschaltern sowie multifunktionalen digitalen Displays
Lenkrad und Steuermodule
- Das 3-Speichen-Lenkrad aus Aluminium wurde in reiner Form aus einem einzigen Aluminiumblock gefertigt und als Symbol der Kontrolle für den Fahrer konzipiert
- Analoge Steuermodule, die sich bedienen lassen, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen, sind ergonomisch angeordnet
- Das e-Manettino optimiert den Energiefluss und steuert Leistung und Reichweite
- Das Manettino übernimmt verschiedene Fahrdynamikregelungen, die die Fahreigenschaften verändern
- Manuelle Drehmomentsteuer-Paddles arbeiten mit der Rekuperationsbremse zusammen, unterstützen eine progressive Beschleunigung und liefern dank magnetischem Mechanismus klares Feedback
- Alle Komponenten werden aus 100 % recyceltem Aluminium präzisionsgefertigt und von Hand veredelt
Binnacle-Display
- Ein mehrschichtiges Display mit fokussierten fahrerzentrierten Informationen, das digitale und mechanische Instrumente kombiniert
- Der linke Regler ist mit den e-Manettino-Modi verknüpft und zeigt Leistung sowie Status der Rekuperationsbremse an
- Der mittlere Regler zeigt Geschwindigkeit und Batteriestand an und kombiniert mechanischen Zeiger mit digitalem Zifferblatt
- Der rechte Regler zeigt sieben Datentypen an, darunter G-Meter, Fahrzeugstatus, Batterie, Reichweite und Reifen
- Jeder Regler ist als eigenständige Struktur mit Aluminiumblende und präzisionsgefertigter Glaslinse ausgeführt
Lenkbaugruppe
- Eine integrierte Lenkbaugruppe, die Lenkrad, Drehmomentsteuer-Paddles und Binnacle zusammenführt
- Das Binnacle bewegt sich zusammen mit dem Lenkrad und optimiert die Sicht des Fahrers
Control Panel
- Ein freistehendes Panel, das mechanische Bedienung und digitalen Touchscreen kombiniert und gemeinsam von Fahrer und Beifahrer gedreht werden kann
- Drei physische Tasten zur Steuerung von Klima, Einstellungen und Medien
- Temperatur, Luftstrom, Sitzheizung und Belüftung lassen sich sofort über physische Tasten bedienen, für Detailoptionen wird der Touchscreen verwendet
- Multigraph integriert Uhr-, Kompass- und Stoppuhrfunktionen und wechselt im Launch Mode zu einer 5-Sekunden-Stoppuhr
- Besteht aus einem hochauflösenden kundenspezifischen OLED-Bildschirm, robustem Coverglas und einem Aluminiumrahmen
Mittelkonsole
- Ein eigenständiges Modul, das Schlüssel, Shifter, Armlehne, Stauraum und Bedienelemente für die Rücksitze integriert
- Wenn der Schlüssel angedockt wird, breitet sich Ferraris ikonische gelbe Farbe über das gesamte Interface aus und startet das Fahrzeug sowie entriegelt den Shifter
- Das Rücksitz-Panel bietet Fahrinformationen in Echtzeit und Funktionen zur Klimasteuerung
- Die gesamte Struktur ist mit italienischem Leder bezogen, der Innenstauraum verwendet Alcantara
Overhead-Control-Panel
- Enthält einen Zuggriff zur physischen Aktivierung des Launch Mode sowie Steuerungen für Außenbeleuchtung, Entfrostung und SOS-System
- Im Launch Mode werden Drehmoment- und Stabilitätssysteme angepasst und zusätzliche Leistung verteilt
- Das Leistungszifferblatt wechselt zu Orange und erweitert die Leistungsanzeige, der Multigraph schaltet auf eine 5-Sekunden-Stoppuhr um
Sitze und Finish
- Sitze in schlichter und ruhiger Form bieten ein luxuriöses Sitzgefühl; verfügbar sind zwei Muster, vier Materialien und verschiedene Farben
Engineering und Zusammenarbeit
- In allen Fertigungsphasen wird höchste technische Präzision angestrebt
- In Zusammenarbeit mit Jony Ive, Marc Newson, LoveFrom wurde ein zukunftsorientiertes Design umgesetzt, das zugleich Ferraris Erbe respektiert
- Das Luce-Projekt ist ein innovativer Versuch, der auf Lernen, Verständnis und dem Streben nach Exzellenz basiert
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Falls ihr euch je gefragt habt, wie das Innere des Apple Car ausgesehen hätte: Das Interieur dieses Ferrari kommt dem wohl ziemlich nahe.
Als Apple Car™ ergibt das Sinn, als Ferrari wirkt es jedoch wie eine seelenlose Simplizität.
Ives minimalistisches Design passt zu Elektronikgeräten, aber nicht zu Autos, die emotionale Objekte sind.
Dennoch hoffe ich, dass Details wie Glaselemente oder die gewölbte Instrumentenglas-Abdeckung Einfluss auf die Branche haben werden.
Allein die Batterie wiegt 700 kg und ist damit 300 kg schwerer als ein herkömmlicher Motor, deshalb versucht man bei allen Bauteilen Gewicht zu sparen.
Darum verschwinden Knöpfe, Griffe und Verzierungen, und es kommen dünne Sitze und leichte Materialien zum Einsatz.
Unter diesen Umständen war es wohl eine vernünftige Entscheidung, einen minimalistischen Designer zu engagieren.
Das lag daran, dass das Apple Car das eigentliche „Fahren“ gar nicht berücksichtigte.
Ives Ästhetik ist praktisch Apples Ästhetik, daher ist ein solches Ergebnis naheliegend, wenn man ihn engagiert.
Ferrari ist keine Firma, der Design egal wäre, also dürfte diese Entscheidung bewusst getroffen worden sein.
Man muss es selbst erleben.
Das ist im Moment zwar nicht möglich, aber dieses Video vermittelt das Gefühl ziemlich gut.
Dieses Design gefällt mir, weil es wie eine moderne Version des Armaturenbretts eines Ferrari F40 wirkt.
Ich war irritiert, als ich auf den Link klickte und kein Foto des Autos sah.
Der Titel scheint missverständlich zu sein.
Trotzdem fühlt sich ein Touchscreen-Interface in einem Sportwagen für mich immer noch beängstigend an.
Hersteller wie VW haben zuletzt auf Touch-Bedienung umgestellt und kehren wegen Kundenbeschwerden nun wieder zu physischen Tasten zurück.
Im vergangenen Oktober wurde der elektrische Antriebsstrang vorgestellt, diesmal das Interieur, und im Mai soll das Exterieur folgen.
Typisch Ive: Das Design sieht gut aus, aber Usability ist eine andere Frage.
Die Bedienelemente wirken inkonsistent, fast wie ein UX-Showcase.
Jede Wählscheibe zeigt Informationen anders an, und die geringe Dicke des Kunststoffs lässt mich an der Haltbarkeit zweifeln.
Wenn man bei Regen einen bestimmten Modus ändern will, kann ein identisches Knopfdesign eher gefährlich sein.
Ich finde, nur Porsche hat ein Elektroauto-Interieur wirklich richtig umgesetzt.
Es ist hochwertig und funktional und besteht nicht einfach nur aus einem großen Bildschirm.
Fotolink
Jeder Knopf fühlte sich anders an, und der Bildschirm war aus Sicherheitsgründen näher an der Straße positioniert.
Der gefederte Gangwahlhebel hatte ein großartiges Bediengefühl, und alles wirkte ein wenig wie das Cockpit eines kleinen Flugzeugs.
Auch wenn statt eines Motors eine Batterie eingebaut wird, bleibt die Grundstruktur doch dieselbe, oder?
Ich vermisse analoge Knöpfe.
Es gibt kaum physische Bedienelemente, und ich finde den BMW i4 deutlich besser.
Ich hoffe, Porsche korrigiert diesen Fehler schnell.
Die Ferrari der jüngeren Generationen werden zunehmend hässlicher.
Ich mag Jony Ives Designs, aber zu Ferrari passt das nicht.
Es ist elegant, wirkt als Auto-Interieur jedoch unpassend.
Wegen der Schaltwippen dachte ich kurz, es gäbe vielleicht ein mehrstufiges Getriebe, aber das war nicht der Fall.
Ferrari ist ohnehin eine Welt, die mit den meisten HN-Nutzern nichts zu tun hat.
Nur ein winziger Kreis Reicher kann neue Fahrzeuge kaufen, alle anderen kommen höchstens über ein Track-Erlebnis damit in Berührung.
Dennoch könnten andere Hersteller aus solchen Designs wohl technische Ideen übernehmen.
Im Zeitalter der Elektroautos stehen alle wieder an derselben Startlinie, daher bin ich gespannt, worin Ferraris eigenes Unterscheidungsmerkmal liegen wird.
Ich fand es seltsam, dass es auf der Promo-Seite keine echten Fotos des Autos gab.
Ich finde, der beste Ferrari der letzten 40 Jahre ist der F40.
Der Ingenieur Materazzi hat ihn selbst entworfen, und nur der japanische Turbokompressor wurde extern zugeliefert.
Nicht Komfort, sondern das raue und unmittelbare Fahrgefühl macht seinen Reiz aus.
Dass das Lenkrad in Silber, Roségold und Space Grau erscheinen soll, ist wohl der bislang nächste Moment an einem Apple Car.