- Die US-Telekommunikationsanbieter AT&T und Verizon verhindern die Veröffentlichung eines Sicherheitsbewertungsberichts zu Salt Typhoon
- Ein US-Senator weist darauf hin, dass die beiden Unternehmen die Veröffentlichung der Ergebnisse staatlicher Cybersicherheitsuntersuchungen behindern
- Der Bericht soll sich mit der Bewertung der Aktivitäten der mit China verbundenen Hackergruppe Salt Typhoon befassen
- Die beiden Telekommunikationsunternehmen sollen die Veröffentlichung aus Gründen der Vertraulichkeit und Sicherheit abgelehnt haben
- Der Vorgang hat zu einer Kontroverse über nationale Sicherheit und Transparenz bei privater Telekommunikationsinfrastruktur geführt
Kontroverse um die Veröffentlichung des Sicherheitsbewertungsberichts zu Salt Typhoon
- AT&T und Verizon blockieren die Veröffentlichung des Sicherheitsbewertungsberichts zu Salt Typhoon
- Der Bericht enthält eine Bewertung der Cyberbedrohungen für die Telekommunikationsinfrastruktur in den USA
- Es handelt sich um ein Dokument, das auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse von Regierungsbehörden erstellt wurde
- Ein US-Senator kritisiert, dass die beiden Unternehmen das Recht der Öffentlichkeit auf Information und die Transparenz der Cybersicherheit beeinträchtigen
- Der Bericht soll eine Analyse der Aktivitäten der mit China verbundenen Hackergruppe Salt Typhoon enthalten
- Beide Unternehmen verweigern die Veröffentlichung mit Verweis auf Sicherheitsgründe und Vertraulichkeitsverpflichtungen
- Konkrete rechtliche Grundlagen oder Details wurden nicht offengelegt
Politische und industrielle Auswirkungen
- Der Vorfall weitet sich zu einer Debatte über nationale Sicherheit und den Verantwortungsbereich privater Telekommunikationsunternehmen aus
- Dabei werden Fragen zum Informationsaustausch zwischen Staat und Privatwirtschaft aufgeworfen
- Es werden Zweifel laut, ob die Systeme zur Abwehr von Cyberbedrohungen in der Telekommunikationsinfrastruktur ausreichend sind
- Die Nichtveröffentlichung der Ergebnisse der Sicherheitsbewertung könnte künftige politische Diskussionen beeinflussen
- Bislang sind weder die konkreten Inhalte des Berichts noch ein Veröffentlichungstermin bekannt
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Das zentrale Designprinzip war eine Struktur ohne Vertrauen in den Netzbetreiber. So sollten die Mitarbeiter vor dem Einfluss organisierter Kriminalität geschützt werden.
Die Überwachung wird über die LI-Konsole der Strafverfolgungsbehörde gestartet, und der Netzbetreiber erfährt nichts davon. Das System war so ausgelegt, dass bis zu etwa 3 % des Datenverkehrs überwacht werden konnten, ohne in Logs oder Verwaltungstools aufzutauchen.
Wenn jedoch ein Hacker in die LI-Konsole eindringt, kann er aufgrund des Designs gezielt bestimmten Traffic abgreifen, ohne entdeckt zu werden.
Da mehrere Anbieter LI-Konsolensoftware liefern und standardisierte Protokolle verwenden, ist es selbst im Problemfall schwer, die Verantwortung eindeutig zuzuordnen.
Sicherheitstests durften aber nur im Kundennetzwerk stattfinden, und das Produkt selbst durfte auf keinen Fall angefasst werden. Wenn man sich das interne Sicherheitsniveau ansieht, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Geräte schon vor langer Zeit kompromittiert wurden.
Solche Umgebungen sind Hauptziele für staatliche Hacker, und der Fall Salt Typhoon zeigt das. Selbst wenn das Überwachungssystem nicht gehackt wurde, wäre es äußerst gefährlich, wenn stattdessen Call-Routing- oder Abrechnungssysteme übernommen würden.
Die einzigen, die keinen Zugriff haben, sind die normalen Nutzer.
Solche Systeme dienen am Ende nur zum Sammeln von Erpressungsmaterial oder zur politisch motivierten Manipulation der Justiz. Da verschlüsselte Messenger ohnehin weit verbreitet sind, ist diese Art der Überwachung unnötig.
Wenn die Angriffswege nicht offengelegt werden, bleibt der Rest der Infrastrukturbranche völlig im Blindflug. Um den Ruf einzelner Unternehmen zu schützen, wird die gemeinsame Sicherheit geopfert.
(Erstaunlicherweise liefert Microsoft das über HTTP aus.)
Nicht nur Mobilfunkanbieter, auch Heim-ISPs wie Comcast, Cox und Charter sind sogar noch deutlich inkompetenter. Ich habe das bei mehreren Unternehmen aus erster Hand erlebt.
Ohne China bei Sicherheit, Überwachung und technischer Leistungsfähigkeit einholen zu können, schwächt das Land stattdessen nur seine eigene innere Stabilität.
Wirtschaftliche Schwierigkeiten und Massenentlassungen beschleunigen den Brain Drain, was Chinas technologischen Vorsprung in einem Teufelskreis noch weiter stärkt.