- Heathrow, der größte Flughafen Großbritanniens, führt in allen Terminals moderne CT-Sicherheitsscanner ein und erhöht das Limit für mitgeführte Flüssigkeiten auf 2 Liter
- Passagiere können die Sicherheitskontrolle passieren, ohne Elektronikgeräte wie Laptops und Flüssigkeiten aus der Tasche zu nehmen; auch durchsichtige Plastikbeutel sind nicht mehr nötig
- Heathrow ist damit der größte Flughafen der Welt, der diese Ausrüstung vollständig eingeführt hat, während Gatwick, Edinburgh und Birmingham dieselbe Technologie bereits nutzen
- Einige Flughäfen warten noch auf die Genehmigung des Department for Transport (DfT); zudem wurde berichtet, dass es wegen der Empfindlichkeit der Geräte zu mehr manuellen Gepäckkontrollen kommt
- Die Maßnahme gilt nur für Abflüge ab Heathrow und wird als großer Wendepunkt bei den britischen Flughafen-Sicherheitsregeln bewertet
Neue Sicherheitsregeln am Flughafen Heathrow
- Am Flughafen Heathrow sind nun Flüssigkeiten bis zu 2 Litern im Gepäck bei der Sicherheitskontrolle erlaubt
- Elektronikgeräte wie Laptops müssen ebenfalls nicht herausgenommen werden
- Die Pflicht zur Nutzung durchsichtiger Plastikbeutel entfällt
- Der Flughafen erklärte, damit nun der größte Flughafen der Welt mit modernen CT-Scannern in allen Terminals zu sein
Lage an anderen britischen Flughäfen
- Die Flughäfen Gatwick, Edinburgh und Birmingham haben dieselbe Technologie bereits eingeführt und auf ein 2-Liter-Limit umgestellt
- Auch die Flughäfen Bristol und Belfast haben die Grenzen angehoben, einige Flughäfen warten jedoch noch auf die DfT-Genehmigung
- Die meisten britischen Flughäfen halten weiterhin an der 100-ml-Regel fest
Technische Merkmale und Effizienz
- Heathrow erklärt, die neuen Scanner lieferten hochauflösende Gepäckbilder und könnten dadurch Tausende Passagiere pro Stunde effizienter abfertigen
- Dabei würden Sicherheits- und Schutzstandards gewahrt bleiben
- Laut einem Bericht der Verbraucherorganisation Which? kam es an einigen Flughäfen wegen der hohen Empfindlichkeit der Scanner zu mehr manuellen Taschenkontrollen
Hintergrund und Verzögerungen bei der Regeländerung
- Boris Johnson hatte 2019 versprochen, die 100-ml-Regel bis Ende 2022 abzuschaffen, doch dies wurde durch die Pandemie verhindert
- Im Dezember 2022 kündigte die Regierung an, bis Juni 2024 moderne Geräte zu installieren, doch große Flughäfen hielten die Frist nicht ein
- Am 13. Juni 2024 wies die Regierung kleinere Flughäfen, die die Regeln bereits gelockert hatten, an, zur 100-ml-Regel zurückzukehren, was Widerstand der Flughafenbetreiber auslöste
- Im Juli desselben Jahres kündigte auch die EU die Rückkehr zur 100-ml-Regel an
- Seitdem unterscheiden sich die Regeln je nach Flughafen, wodurch Verwirrung und Inkonsistenzen anhalten
Position und Auswirkungen aus Sicht von Heathrow
- Heathrow-CEO Thomas Woldbye erklärte, das Upgrade im Umfang von 1 Milliarde Pfund werde es Passagieren ermöglichen, weniger Zeit für die Sicherheitsvorbereitung aufzuwenden und das Reisen mehr zu genießen
- Unter den zehn größten Flughäfen der Welt ist Heathrow der einzige, der die 100-ml-Regel bei internationalen Flügen abgeschafft hat
- Ein DfT-Sprecher betonte, Heathrow sei ein hochmoderner Flughafen mit modernster Sicherheitsausrüstung und hob die reibungslosen Sicherheitskontrollen hervor
- Die Advantage Travel Partnership wies darauf hin, dass die unterschiedlichen Regeln je nach Flughafen zu Verwirrung und Unzufriedenheit bei Passagieren geführt haben
- CEO Julia Lo Bue-Said erklärte, Regierung und Flughäfen müssten zusammenarbeiten, um ein klares Informationssystem aufzubauen
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