- 96 % der durch die US-Zölle im Jahr 2025 entstehenden Kosten werden an inländische Importeure und Verbraucher weitergegeben, während ausländische Exporteure nur rund 4 % tragen
- Die Analyse von rund 25 Millionen Transaktionen im Gesamtwert von 4 Billionen US-Dollar zeigt, dass die Zölle nahezu vollständig in den US-Importpreisen landen
- Die Einnahmen des US-Zolls steigen 2025 um rund 200 Milliarden US-Dollar, was faktisch wie eine inländische Steuerlast wirkt
- Auch in der Analyse der Zollschocks für Brasilien (50 %) und Indien (25–50 %) gilt: Die Exportpreise bleiben stabil, nur das Handelsvolumen bricht stark ein
- Daten aus der indischen Exportabfertigung bestätigen ebenfalls, dass Exporteure nicht mit Preissenkungen reagieren, sondern mit geringeren Mengen
Lastenverteilung der US-Zölle 2025
- Durch die neue US-Zollpolitik im Jahr 2025 werden 96 % der Kosten an US-Importeure und Verbraucher weitergegeben
- Ausländische Exporteure absorbieren nur etwa 4 % der Gesamtlast
- Die tatsächliche Belastung durch die Zölle konzentriert sich damit auf die US-Inlandswirtschaft
- Die Analyse von rund 25 Millionen Versanddatensätzen (im Gesamtwert von 4 Billionen US-Dollar) zeigt, dass die Zölle nahezu vollständig in die Importpreise eingepreist werden
- Höhere Importpreise führen direkt zu steigenden Verbraucherpreisen
Fiskalischer Effekt und wirtschaftliche Folgen
- Die Einnahmen des US-Zolls steigen 2025 um rund 200 Milliarden US-Dollar
- Das sind zusätzliche Staatseinnahmen durch Zölle, faktisch aber Beträge, die von Unternehmen und Verbrauchern in den USA gezahlt werden
- Die Zölle wirken wie eine inländische Steuer und erhöhen die Kostenlast der Importeure
Analyse der Fälle Brasilien und Indien
- Bei der Analyse einzelner Zollschocks für Brasilien (50 %) und Indien (25–50 %) zeigt sich: Die Exportpreise sinken nicht
- Stattdessen geht das Handelsvolumen stark zurück; Exporteure reagieren also, indem sie die Preise halten und die Menge reduzieren
- Dasselbe Muster zeigt sich auch in den indischen Exportabfertigungsdaten
- Indische Exporteure absorbieren die Zollbelastung nicht, sondern entscheiden sich für geringere Versandmengen
Forschungsgrundlage und Datenquellen
- Die Studie wurde von Julian Hinz, Aaron Lohmann und Hendrik Mahlkow vom Kiel Institute for the World Economy durchgeführt
- Die Analyse wurde als Kiel Policy Brief Nr. 201 veröffentlicht und quantifiziert die direkte Belastung der US-Wirtschaft durch die eigene Zollpolitik
Zentrale Implikationen
- Die US-Zölle von 2025 belasten die eigene Wirtschaft stärker als ausländische Wettbewerber
- Sie machen ein strukturelles Problem sichtbar, bei dem höhere Importpreise die Belastung für Verbraucher erhöhen
- Als datenbasierter Nachweis der tatsächlichen Wirkung von Handelspolitik unterstreicht die Analyse, dass die Verteilung der Kosten bei künftiger Politikgestaltung berücksichtigt werden sollte
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