PCs verweigern nach Microsoft-Patch das Herunterfahren
(theregister.com)- Nach dem Patch Tuesday-Update im Januar tritt auf einigen Windows 11 23H2-PCs ein Problem auf, bei dem sie weder herunterfahren noch in den Ruhezustand wechseln
- Ursache ist ein Bug im Zusammenhang mit der Secure Launch-Funktion, durch den Systeme mit virtualisierungsbasierter Sicherheit Herunterfahren, Neustart und Ruhezustand nicht abschließen
- Microsoft weist als vorläufige Maßnahme darauf hin, dass mit dem Befehl
shutdown /s /t 0ein erzwungenes Herunterfahren möglich ist - Derzeit wurden weder die Zahl der betroffenen Geräte noch technische Details veröffentlicht, ein Fix soll in einem künftigen Update bereitgestellt werden
- Das Problem wurde zusammen mit weiteren Bugs nach dem Patch, etwa Outlook-POP-Kontofehlern, gemeldet, sodass Administratoren vorsichtig sein und auf weitere Patches warten sollten
Überblick über den Windows-11-Bug beim Herunterfahren
- Nach der Installation der Patch Tuesday-Sicherheitsupdates vom Januar 2026 tritt auf einigen PCs das Problem auf, dass sie sich nicht herunterfahren lassen oder nicht in den Ruhezustand wechseln
- Selbst wenn Nutzer das Herunterfahren auslösen, bleibt das System eingeschaltet und der Akku wird weiter entladen
- Microsoft hat dieses Verhalten als Secure-Launch-Bug bestätigt
- Secure Launch ist eine virtualisierungsbasierte Sicherheitsfunktion (VBS), die dafür sorgt, dass beim Booten nur vertrauenswürdige Komponenten geladen werden
- Auf Systemen mit aktivierter Funktion werden nach diesem Update Herunterfahren, Neustart und Ruhezustand nicht korrekt abgeschlossen
Reaktion von Microsoft
- Microsoft hat das Problem über das Windows Release Health Dashboard offiziell bestätigt
- Mit dem Befehl
shutdown /s /t 0sei ein erzwungenes Herunterfahren möglich - Nutzer sollten ihre Arbeit speichern und den PC manuell herunterfahren, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden
- Mit dem Befehl
- Derzeit sind weder die Zahl der betroffenen Geräte noch konkrete Ergebnisse zur Ursachenanalyse öffentlich
- Das Unternehmen erklärte lediglich, man werde „in einem zukünftigen Update eine Lösung bereitstellen“
Zusätzlich gemeldete Patch-Probleme
- Neben diesem Bug wurde nach demselben Patch auch ein Problem gemeldet, bei dem Outlook-POP-Kontoprofile hängen bleiben oder nicht reagieren
- Microsoft teilte mit, man habe „noch nicht alle Symptome erfasst“ und werde die Informationen später aktualisieren
- Diese Fälle zeigen, dass Patches zur Behebung von Sicherheitslücken neue Probleme verursachen können
Hinweise für Administratoren
- Patch Tuesday-Updates sind sicherheitsrelevant, können aber wie in diesem Fall Nebenwirkungen verursachen
- Wenn Systeme sich unerwartet nicht herunterfahren lassen oder nicht in den Ruhezustand wechseln, sind die Verwendung des Befehls zum erzwungenen Herunterfahren sowie aktuelle Datensicherungen erforderlich
- Administratoren sollten Microsofts Statusseite weiterhin beobachten und nach Bereitstellung des Folge-Patches sofort reagieren
Gesamtkontext
- Der Vorfall unterstreicht erneut die Auswirkungen von Sicherheitspatches auf die Systemstabilität
- Für Nutzer wie auch IT-Administratoren sind Funktionsprüfungen nach dem Patch sowie die Kontrolle des Energiemanagements unerlässlich
- Microsoft will das Problem in einem kommenden Update beheben; bis dahin bleibt das temporäre Herunterfahren per Befehl die einzige Alternative
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Microsoft erklärte, dass sich der PC mit dem Befehl „shutdown /s /t 0“ zwangsweise ausschalten lasse
Früher nutzte man Windows mit der Begründung, „Linux ist beängstigend, weil man das Terminal benutzen muss“, aber inzwischen wirkt es, als hätte sich die Lage komplett umgedreht
Normale Nutzer müssen auch unter Linux kaum je ein Terminal verwenden. Es reicht völlig, einfach Ubuntu zu installieren und zu benutzen
Windows ist inzwischen nicht mehr Microsofts wichtigste Einnahmequelle
Es macht weniger als 10 % des Gesamtumsatzes aus, den Großteil bringen Server, Cloud und Office 365
Künftig dürfte Windows weiter an Bedeutung verlieren und sich eher in Richtung Abo-Dienst oder Werbeplattform entwickeln
Ich selbst bin letztes Jahr zu Linux gewechselt und werde Windows künftig nur noch in einer VM laufen lassen
Allerdings sind die Entwickler und Manager im aktuellen Windows-Team viel zu inkompetent. Die UI ist langsam und unfertig, und der Explorer verbraucht immer noch zu viel Speicher
Ich wünschte, Microsoft würde statt Copilot überall hineinzustecken lieber ordentliche Entwickler und QA einstellen
Aber inzwischen hat man offenbar alle QA-Teams entlassen und nur noch „vibe-coder“ übriggelassen
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Es wirkt inzwischen, als würde Windows per vibe coding entwickelt. Dass man ein seit 30 Jahren problemlos funktionierendes Shutdown-Programm kaputtmacht, ist surreal
Das Beängstigendste beim Kauf eines neuen Laptops ist, dass man nicht ins BIOS kommt, nicht vom USB-Stick booten kann und stattdessen Windows startet
Jetzt ist es noch beängstigender, wenn man befürchten muss, dass er sich nicht einmal mehr ausschalten lässt
Etwas anderes Thema, aber mein PC springt selbst dann sofort wieder zum Login-Bildschirm zurück, wenn ich manuell auf „Sleep“ klicke
Erst nach zwei oder drei Versuchen schläft er wirklich ein. Deshalb habe ich einen Mac Mini M4 bestellt. Ich will von solchen Problemen weg
Als ich das hörte, musste ich sofort an Filmszenen denken wie: „Zieh den Stecker!“
Microsoft scheint wirklich zu wollen, dass die Leute zu anderen Betriebssystemen wechseln
Ich bin schon 2004 zu Linux gewechselt, aber wenn ich mir Microsofts Kurs anschaue, fühlt es sich immer noch wie Misshandlung der Nutzer an
Für dieses Problem müsste man CrowdStrike vielleicht bitten, es „mit einem Patch zu beheben“
Microsoft-Patches waren mir schon früher so unzuverlässig, dass ich zeitweise beschlossen hatte, den PC einfach gar nicht mehr einzuschalten
Damals habe ich Linux mit Xwindows betrieben, aber später fingen systemd, wayland und btrfs an, auch Linux zu verschlechtern
Ich frage mich, ob BSD der letzte sichere Hafen ist