1 Punkte von GN⁺ 2026-01-16 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Obwohl die Abhängigkeit von Open Source zum Kern des Unternehmensbetriebs geworden ist, wird die Praxis kritisiert, dies als selbstverständlich kostenlos zu betrachten
  • Die aktuelle Struktur, die auf Spenden oder Sponsoring beruht, ist nicht nachhaltig, und es wird ein neues Finanzierungsmodell benötigt
  • Vorgeschlagen wird, dass GitHub pro Nutzer 1 US-Dollar pro Monat zusätzlich berechnet und diesen Betrag in einen Open-Source-Fonds einzahlt, der je nach Nutzung verteilt wird
  • Die Verteilung erfolgt auf Basis der in package.json oder requirements.txt erwähnten Projekte; als ähnliches Beispiel wird Spotifys Erlösverteilungsmodell angeführt
  • Angesichts der Realität, dass Open Source die weltweite Infrastruktur trägt, wird die Notwendigkeit eines nachhaltigen Vergütungssystems betont

Problemaufriss zur kostenlosen Abhängigkeit von Open Source

  • Es wird darauf hingewiesen, dass die Vorstellung, Open Source werde „wie Freibier“ kostenlos bereitgestellt, unnormal sei
    • Hinter dem Code steckt reale Arbeit, und die Haltung, ihn nur als Hobby oder rein freiwilligen Beitrag zu sehen, beruht auf einer falschen Annahme
  • Das aktuelle Open-Source-Ökosystem hängt von Spenden oder Sponsoring ab und ist damit strukturell instabil
    • Es hält die Situation an, dass Entwickler fast bettelnd um Unterstützung bitten müssen, um Aufmerksamkeit zu bekommen
    • Einige Projekte sehen sich mit der Realität konfrontiert, nach einer „lifeline“ suchen zu müssen, weil der Lebensunterhalt schwer zu sichern ist

Vorschlag für ein neues Finanzierungsmodell über GitHub

  • Vorgeschlagen wird, dass GitHub allen Organisationen 1 US-Dollar pro Nutzer und Monat zusätzlich berechnet und dies in einen Open Source Fund einzahlt
    • Der Fonds würde in Form eines Escrow verwahrt und transparent verwaltet
  • Die angesammelten Mittel würden nutzungsbasiert verteilt, also danach, wie oft einzelne Projekte in package.json oder requirements.txt erwähnt werden
    • Auch Dinge wie der FROM-Befehl in Dockerfile könnten einbezogen werden
  • Dieses Modell wird als ähnlich zur Erlösverteilung für Künstler bei Spotify beschrieben
    • Das Spotify-Modell ist nicht perfekt, kann aber zumindest als Beispiel für ein strukturelles Verteilungssystem dienen

Umsetzungsweise und Beteiligungsstruktur

  • Der Fonds würde als standardmäßige Teilnahme mit Opt-out betrieben
    • Organisationen könnten sich auf Wunsch davon ausnehmen lassen
  • Teilnehmende Organisationen könnten symbolische Vorteile erhalten, etwa ein „magisches Badge“ oder das Recht, Hintergrund-CSS für das Profil festzulegen
  • Der Vorschlagende sagt: „Diese Idee ist unfertig und löchrig, aber man kann nicht behaupten, dass der jetzige Zustand gut ist.“

Problembewusstsein für die Nachhaltigkeit von Open Source

  • In der aktuellen Struktur werden Code und Arbeit, die die zentrale Infrastruktur der Welt tragen, ohne jede Vergütung genutzt
  • Es wird die Notwendigkeit einer neuen Geldflussstruktur zur Finanzierung der Open-Source-Wartung betont
  • Zugleich wird die Haltung formuliert: „Ich weiß nicht, wie man große Projekte wie Linux einbeziehen würde, aber irgendwo muss man anfangen.“

Fazit

  • Der Vorschlagende hofft, dass klügere Menschen als er die konkreten Maßnahmen weiterentwickeln können
  • Die zentrale Botschaft lautet: „Die heutige Finanzierungsstruktur für Open Source ist nicht nachhaltig, und Veränderung ist nötig.“

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