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  • Die internationale Fernbuslinie London–Kalkutta, eröffnet 1957, war damals eine der längsten Busverbindungen der Welt und umfasste etwa 10.000 Meilen (16.000 km)
  • Die mehr als 50 Tage dauernde Reise startete in London und führte über Belgien, Westdeutschland, Österreich, Jugoslawien, Bulgarien, die Türkei, den Iran, Afghanistan und Pakistan nach Kalkutta in Indien
  • Der Bus war mit Schlafabteilen, Küche, Radio und Musikanlage ausgestattet; außerdem gehörten Besichtigungen und Shopping-Stopps zum Reiseprogramm
  • 1957 betrug der Preis 85 Pfund für eine einfache Fahrt, 1973 wurde er auf 145 Pfund erhöht; betrieben wurde die Verbindung als Paketservice inklusive Reise, Verpflegung und Unterkunft
  • 1976 wurde der Betrieb wegen geopolitischer Instabilität im Nahen Osten eingestellt und endete damit nach rund 20 Jahren

Überblick über die Route

  • Der Bus London–Kalkutta war eine von Albert Travel betriebene internationale Fernverbindung
    • Erste Abfahrt in London am 15. April 1957, Ankunft in Kalkutta am 5. Juni
    • Gesamtdistanz etwa 10.000 Meilen (16.000 km), als Hin- und Rückfahrt rund 20.000 Meilen (32.700 km)
  • Zu den Zwischenstationen gehörten Belgien, Westdeutschland, Österreich, Jugoslawien, Bulgarien, die Türkei, der Iran, Afghanistan und Pakistan
    • Nach der Einreise nach Indien führte die Route über Neu-Delhi, Agra, Allahabad und Varanasi nach Kalkutta
  • In den 1960er- und 1970er-Jahren galt sie als symbolträchtige Verbindung im Zusammenhang mit dem Hippie Trail

Service und Preise

  • Der Bus bot einen All-inclusive-Service mit Reise, Verpflegung und Unterkunft
    • 1957 kostete eine einfache Fahrt 85 Pfund (entspricht etwa 2.589 Pfund im Wert von 2023), 1973 waren es 145 Pfund (etwa 2.215 Pfund im Wert von 2023)
  • Die Reise dauerte rund 50 Tage, außerdem wurde auch eine Strecke London–Kalkutta–Sydney betrieben
  • 1976 wurde die Route wegen politischer Instabilität im Nahen Osten eingestellt

Ausstattung im Bus

  • Das Fahrzeug verfügte über separate Schlafabteile, einen Lesebereich, Heizlüfter und eine Küche
    • Im Oberdeck befand sich eine Aussichtslounge, außerdem waren mit Radio und Musikanlage auch Partys möglich
  • Während der Reise waren Besuche indischer Sehenswürdigkeiten (Varanasi, Taj Mahal usw.) sowie Einkaufsmöglichkeiten in Salzburg, Wien, Istanbul, Teheran und Kabul vorgesehen

Spätere Fahrten und Varianten

  • Das ursprüngliche Fahrzeug wurde nach einem Unfall ausgemustert, jedoch vom Briten Andy Stewart gekauft und zu einem zweistöckigen Wohnmobil umgebaut
    • Der umgebaute Bus erhielt den Namen „Albert“ und fuhr ab dem 8. Oktober 1968 in 132 Tagen von Sydney über Indien bis nach London
  • Danach betrieb Albert Tours von Großbritannien und Australien aus die Strecken London–Kalkutta–London sowie London–Kalkutta–Sydney
    • Der Bus wurde über Iran–Burma–Thailand–Malaysia–Singapur nach Perth in Australien verschifft und legte den Rest bis Sydney auf dem Landweg zurück
  • Nach insgesamt rund 15 Hin- und Rückfahrten endete der Betrieb 1976 endgültig wegen der Iranischen Revolution und zunehmender Spannungen zwischen Indien und Pakistan

Historische Bedeutung

  • Der Bus London–Kalkutta war ein symbolträchtiges Landverkehrsnetz, das in den 1950er- bis 1970er-Jahren Europa und Asien verband
  • Er gilt als ein frühes Beispiel für einen damals seltenen kontinentübergreifenden touristischen Busdienst
  • Mit rund 20 Jahren Betrieb wird das Projekt als historisches Beispiel für kulturellen Austausch und neue Formen der Reiseindustrie bewertet

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