Ein mit Claude Code vibe-codiertes Bücherregal-Projekt
(balajmarius.com)- Fallbeispiel eines persönlichen Projekts, das Claude Code nutzt, um rund 500 Bücher automatisch zu kategorisieren und zu visualisieren
- Das Problem, dass bestehende ISBN-Scanner oder Goodreads rumänische Ausgaben nicht erkannten und daher scheiterten, wurde mit der OpenAI Vision API und von Claude erstellten Skripten gelöst
- Nach der Extraktion von Metadaten mit 90 % Genauigkeit wurde der Rest manuell korrigiert und Cover-Bilder über Open Library und SerpAPI automatisch gesammelt
- Mit Framer Motion wurden scrollbasierte Animationen und eine Darstellung der Buchdicke auf Basis der Seitenzahl umgesetzt, um eine Interaktion wie bei einem echten Bücherregal zu erzeugen
- Gezeigt wird eine kollaborative Struktur, in der die AI die Ausführung übernimmt und der Nutzer ästhetische Urteile und Entscheidungen trifft; betont wird, dass „die Kosten der Ausführung sinken, Geschmack aber weiterhin Sache des Menschen ist“
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Projektüberblick
- Trotz eines Bestands von rund 500 Büchern ohne gepflegte Liste wurde mithilfe von AI-Tools ein System zur automatischen Kategorisierung und Visualisierung aufgebaut
- Statt einer einfachen Tabellenkalkulation wurden die Ausführungsschritte mit Claude Code automatisiert, wodurch ein lange aufgeschobenes persönliches Projekt abgeschlossen werden konnte
- Der Kern des Projekts lag weniger in technischer Perfektion als darin, Engpässe bei der Umsetzung zu beseitigen
Problemerkennung
- ISBN-Scanner-Apps und Goodreads erkannten rumänische Ausgaben oder seltene Veröffentlichungen nicht, wodurch die Daten unvollständig blieben
- Unvollständige Daten sorgten eher für zusätzliche Verwirrung, sodass das Projekt wiederholt ins Stocken geriet
- Benötigt wurde nicht eine perfekte App, sondern eine Systemstruktur, die mit Unvollkommenheit umgehen kann
Datenerfassung und -verarbeitung
- Die Datenbasis wurde auf Grundlage von 470 Fotos der Buchcover und Buchrücken aufgebaut
- Ein von Claude geschriebenes Skript sendete jedes Bild an die OpenAI Vision API, extrahierte Autor, Titel und Verlag und speicherte die Ergebnisse in einer
JSON-Datei - Dabei wurde eine Genauigkeit von etwa 90 % erreicht; die übrigen Fehler entstanden durch Beleuchtung, Beschädigungen oder Auflösungsprobleme
- Die verbleibenden 10 % wurden manuell korrigiert; beim Hinzufügen neuer Bücher läuft dieselbe Pipeline anschließend automatisch
Ergänzung der Cover-Bilder
- Über die Open Library API wurden Cover geladen, doch etwa die Hälfte war von niedriger Qualität oder zeigte falsche Bilder
- Claude ergänzte ein System zur Qualitätsbewertung und Fehlerkennzeichnung; bei Fehlschlägen wurde stattdessen über SerpAPI eine Google-Bildersuche genutzt
- Von rund 460 Büchern mussten nur 10 manuell nachgebessert werden, wodurch eine hohe Automatisierungseffizienz erreicht wurde
Umsetzung der Bücherregal-UI
- Statt eines einfachen Cover-Grid wurde eine visuelle Darstellung mit Fokus auf Buchrücken umgesetzt, die einem echten Bücherregal ähnelt
- Claude übernahm die Farbauswahl-Extraktion (color quantization) und die Berechnung kontrastierender Textfarben
- Mithilfe der Seitenzahldaten von Open Library wurde die Buchdicke abgebildet und durch leichte Variationen realistischer gemacht
- Das Ergebnis war eine visuelle Textur, die einem echten Bücherregal nahekommt
Animationen und Interaktion
- Mit Framer Motion wurden scrollbasierte Animationen ergänzt, bei denen sich die Buchrücken beim Scrollen neigen
- Anfangs kam es durch React-State-Updates zu Rucklern, doch mit motion values und spring animation wurde das behoben
- Danach entstand eine flüssige Bewegung; die niedrigen Experimentierkosten ermöglichten wiederholte Versuche
Entfernen unnötiger Funktionen
- Zwar wurde eine Infinite-Scroll-Funktion hinzugefügt, doch unterschiedliche Containerhöhen und Scrollfehler verschlechterten die Nutzererfahrung
- Technisch funktionierte sie, war aber nicht nötig und wurde deshalb entfernt
- Damit wird betont, dass die Entscheidung, „funktionierenden, aber unnötigen Code“ zu entfernen, die Rolle des Menschen ist
Mobile-Unterstützung und Stack-View
- Weil horizontales Scrollen auf Mobilgeräten unkomfortabel war, wurde eine vertikale Stack-View ergänzt
- Claude analysierte den bestehenden Code und nutzte Animationstiming, Farbauswahl-Extraktion und Scroll-Transparenzbehandlung erneut
- Ohne gesonderte Erläuterung wurde eine vollständig neue Komponente erzeugt, was die Fähigkeit der AI zum Codeverständnis und zur Rekonstruktion zeigte
Die Rolle des Menschen und Fazit
- Claude schrieb den gesamten Code, doch der Nutzer traf folgende Entscheidungen
- Akzeptanz von 90 % Genauigkeit
- Manuelle Korrektur von 10 Cover-Bildern
- Wahl eines buchrückenorientierten Designs
- Entfernen unnötiger Funktionen
- Bestätigung der sensorischen/stilistischen Qualität der Animationen
- Das Endergebnis ist ein webbasiertes Bücherregal, das 460 Bücher automatisch kategorisiert und visualisiert
- Es zeigt ein Kollaborationsmodell, in dem die AI die Ausführung übernimmt und der Mensch Geschmack und Urteilsvermögen beisteuert
- Das Fazit lautet: „Die Kosten der Ausführung sinken weiter, aber Geschmack bleibt weiterhin Sache des Menschen.“
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