Rich Hickeys „Danke, AI!“: Der riesige Müllcontainer, den künstliche Intelligenz erschafft
(gist.github.com/richhickey)[Essay] Rich Hickeys „Danke, AI!“: Der riesige Müllcontainer, den künstliche Intelligenz erschafft
(Original: https://gist.github.com/richhickey/ea94e3741ff0a4e3af55b9fe6287887f)
Rich Hickey, der Schöpfer von Clojure, hat sich mit scharfer Kritik gegen den generativen-AI-Trend und die Unternehmen dahinter gewandt. Der Text ist als Antwort auf eine schmeichelnde E-Mail verfasst, die von AI gesendet wurde, und setzt sich kritisch mit den zerstörerischen Auswirkungen von AI-Technologie auf die moderne Gesellschaft und das technische Ökosystem auseinander.
Wesentliche Punkte:
- Plünderung kreativer Werke: Kritik an der Praxis, die historischen kreativen Leistungen der Menschheit ohne Erlaubnis zum Training zu nutzen (Pirating) und anschließend Eigentumsansprüche darauf zu erheben.
- Zerstörung von Bildung und Beschäftigung: Das Bildungssystem wird untergraben, und Einstiegsjobs für Junior-Entwickler (Entry-level jobs) verschwinden, wodurch der Weg zur Ausbildung künftiger Fachkräfte blockiert wird.
- Verschwendung von Engineering-Ressourcen: Um nützliche Ergebnisse zu bekommen, wird Zeit im Kampf mit einem „BS-Generator“ verschwendet, die eigentlich für Kommunikation und Ausbildung mit Kollegen oder Praktikanten genutzt werden sollte.
- Umwelt- und Kostenprobleme: Hinweis auf steigende Versorgungskosten und Umweltschäden durch den enormen Stromverbrauch.
- Die VerSlopung des Internets: Suchergebnisse werden durch zusammengefasste Falschinformationen ersetzt, und das Internet wird mit sinnlosen Daten geflutet, sodass echte menschliche Inhalte immer schwerer zu finden sind.
- Kurzfristige Entscheidungen von Unternehmen: Kritik an CEOs, die für minimale Kosteneinsparungen Produktqualität, Integrität und Kundenzufriedenheit opfern.
Implikation:
Der Autor warnt, dass AI die menschlichen Kommunikationskanäle mit Falschinformationen überflutet und damit das Vertrauen in Kommunikation zerstört. Insbesondere die Frage „Warum nennen wir eine Technologie, die mehr Probleme schafft als löst, nicht einfach einen Fehlschlag?“ sendet eine gewichtige Botschaft an die heutige IT-Branche, die im Techniksolutionismus gefangen ist.
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