1 Punkte von GN⁺ 2025-12-27 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Behandelt wird die Installation von Asahi Linux und dem Sway-Window-Manager auf einem MacBook Air M2 und deren Nutzung im Alltag
  • Die Installation erfolgte auf Basis von Fedora minimal; Asahi Linux lässt sich mit einem einzigen Terminal-Befehl installieren
  • Enthalten sind an die MacBook-Umgebung angepasste Einstellungen wie Wiederverwendung des Notch-Bereichs, Anpassung von Swaybar und Waybar sowie Korrekturen bei der Anzeige des Akkustatus
  • Sehr gute Leistung zeigte sich bei Touchpad-Qualität, Systemreaktionsfähigkeit und ARM64-SDK-Kompatibilität, es gibt jedoch Grenzen wie fehlende Video-Hardwarebeschleunigung und Akkuverbrauch im Standby
  • Insgesamt ist dies ein Beispiel, das die Stabilität und Alltagstauglichkeit von Asahi Linux auf M2-Basis belegt

Installation von Asahi Linux

  • Über den einzelnen Befehl auf der offiziellen Asahi-Linux-Website kann die Installation direkt im Terminal gestartet werden
    • Der Installationsprozess verlief reibungslos, allerdings war die Kopiergeschwindigkeit von root.img und boot.img mit rund 150 KB/s sehr langsam
  • Um Speicherplatz zu sparen, wurde unter der Annahme der Nutzung des Sway-Window-Managers die Fedora-minimal-Version gewählt

Ersteinrichtung

  • Die WLAN-Verbindung wurde mit dem Befehl nmcli hergestellt
    • nmcli device wifi connect 'my_ssid' password 'mypassword'
  • Anschließend wurden mit sudo dnf install wichtige Pakete wie die Sway-Desktop-Umgebung, fish, Alacritty, Firefox und Neovim installiert
  • Danach wurde das persönliche dotfiles-Git-Repository geklont und setup.sh ausgeführt
    • Nicht zum MacBook passende Einstellungen wurden angepasst und ins Repository übernommen

MacBook-spezifische Anpassungen

  • In der Standardkonfiguration ist die obere Zeile mit der Notch deaktiviert, wodurch der Bildschirm schmaler wirkt
    • Mit grubby --args=apple_dcp.show_notch=1 --update-kernel=ALL wird der Notch-Bereich aktiviert
  • Die Swaybar wurde oben platziert und Farbe sowie Workspace-Anzeige auf die Notch-Höhe von 56 px abgestimmt
  • Die i3status-Konfiguration wurde angepasst, damit der MacBook-Akkupfad (/sys/class/power_supply/macsmc-battery/uevent) erkannt wird
  • Damit der Mauszeiger die obere Leiste nicht berührt, wurde mit input map_to_region ein oberer Bereich von 56 px blockiert

Umstieg auf Waybar

  • Etwa im September 2025 wurde von Swaybar auf Waybar umgestellt
    • Grund waren Probleme bei der Akkuverarbeitung in swaymsg sowie der Wunsch nach einer besseren Optik
  • Dank der symbolbasierten Oberfläche lässt sich Bildschirmplatz sparen, sie ist jedoch durch das grafische Rendering etwas langsamer
  • Waybar befindet sich weiterhin hinter der Notch
  • Die neue Konfiguration ist auf GitHub als waybar_config und waybar_style.css veröffentlicht

Alltagserfahrung

  • Mit der Stabilität und der flüssigen Leistung von Asahi Linux war der Autor sehr zufrieden
    • Es fühlte sich sogar flüssiger an als ein Desktop mit AMD Ryzen 7945HX + 64 GB RAM
  • Die Touchpad-Qualität ist auf macOS-Niveau; Zweifinger-Scrollen und Trägheitsscrolling wirken natürlich
  • Die Installation des Alkeria SDK for ARM64 gelang
    • Die .deb-Datei wurde mit bsdtar entpackt und manuell installiert
    • Dabei zeigte sich die hohe Geschwindigkeit des M2-Chips beim Kompilieren von Code
  • Akkulaufzeit: Bei hoher Bildschirmhelligkeit und Code-Kompilierung sank der Akku in 4,5 Stunden von 100 % auf 60 %
    • Kürzer als die 15 Stunden unter macOS, aber noch gut alltagstauglich
  • Probleme
    • Erhöhter Akkuverbrauch im Standby, daher ist bei Nichtgebrauch ein vollständiges Herunterfahren nötig
    • Keine Unterstützung für Video-Hardwarebeschleunigung
    • Teilweise Probleme mit USB-Ports und der Erkennung externer Displays
  • Mit einer externen SSD (4 TB Crucial X8) lassen sich große Datenmengen von Line-Scan-Kameras speichern

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