- Behandelt wird die Installation von Asahi Linux und dem Sway-Window-Manager auf einem MacBook Air M2 und deren Nutzung im Alltag
- Die Installation erfolgte auf Basis von Fedora minimal; Asahi Linux lässt sich mit einem einzigen Terminal-Befehl installieren
- Enthalten sind an die MacBook-Umgebung angepasste Einstellungen wie Wiederverwendung des Notch-Bereichs, Anpassung von Swaybar und Waybar sowie Korrekturen bei der Anzeige des Akkustatus
- Sehr gute Leistung zeigte sich bei Touchpad-Qualität, Systemreaktionsfähigkeit und ARM64-SDK-Kompatibilität, es gibt jedoch Grenzen wie fehlende Video-Hardwarebeschleunigung und Akkuverbrauch im Standby
- Insgesamt ist dies ein Beispiel, das die Stabilität und Alltagstauglichkeit von Asahi Linux auf M2-Basis belegt
Installation von Asahi Linux
- Über den einzelnen Befehl auf der offiziellen Asahi-Linux-Website kann die Installation direkt im Terminal gestartet werden
- Der Installationsprozess verlief reibungslos, allerdings war die Kopiergeschwindigkeit von
root.img und boot.img mit rund 150 KB/s sehr langsam
- Um Speicherplatz zu sparen, wurde unter der Annahme der Nutzung des Sway-Window-Managers die Fedora-minimal-Version gewählt
Ersteinrichtung
- Die WLAN-Verbindung wurde mit dem Befehl
nmcli hergestellt
nmcli device wifi connect 'my_ssid' password 'mypassword'
- Anschließend wurden mit
sudo dnf install wichtige Pakete wie die Sway-Desktop-Umgebung, fish, Alacritty, Firefox und Neovim installiert
- Danach wurde das persönliche dotfiles-Git-Repository geklont und
setup.sh ausgeführt
- Nicht zum MacBook passende Einstellungen wurden angepasst und ins Repository übernommen
MacBook-spezifische Anpassungen
- In der Standardkonfiguration ist die obere Zeile mit der Notch deaktiviert, wodurch der Bildschirm schmaler wirkt
- Mit
grubby --args=apple_dcp.show_notch=1 --update-kernel=ALL wird der Notch-Bereich aktiviert
- Die Swaybar wurde oben platziert und Farbe sowie Workspace-Anzeige auf die Notch-Höhe von 56 px abgestimmt
- Die
i3status-Konfiguration wurde angepasst, damit der MacBook-Akkupfad (/sys/class/power_supply/macsmc-battery/uevent) erkannt wird
- Damit der Mauszeiger die obere Leiste nicht berührt, wurde mit
input map_to_region ein oberer Bereich von 56 px blockiert
Umstieg auf Waybar
- Etwa im September 2025 wurde von Swaybar auf Waybar umgestellt
- Grund waren Probleme bei der Akkuverarbeitung in
swaymsg sowie der Wunsch nach einer besseren Optik
- Dank der symbolbasierten Oberfläche lässt sich Bildschirmplatz sparen, sie ist jedoch durch das grafische Rendering etwas langsamer
- Waybar befindet sich weiterhin hinter der Notch
- Die neue Konfiguration ist auf GitHub als
waybar_config und waybar_style.css veröffentlicht
Alltagserfahrung
- Mit der Stabilität und der flüssigen Leistung von Asahi Linux war der Autor sehr zufrieden
- Es fühlte sich sogar flüssiger an als ein Desktop mit AMD Ryzen 7945HX + 64 GB RAM
- Die Touchpad-Qualität ist auf macOS-Niveau; Zweifinger-Scrollen und Trägheitsscrolling wirken natürlich
- Die Installation des Alkeria SDK for ARM64 gelang
- Die
.deb-Datei wurde mit bsdtar entpackt und manuell installiert
- Dabei zeigte sich die hohe Geschwindigkeit des M2-Chips beim Kompilieren von Code
- Akkulaufzeit: Bei hoher Bildschirmhelligkeit und Code-Kompilierung sank der Akku in 4,5 Stunden von 100 % auf 60 %
- Kürzer als die 15 Stunden unter macOS, aber noch gut alltagstauglich
- Probleme
- Erhöhter Akkuverbrauch im Standby, daher ist bei Nichtgebrauch ein vollständiges Herunterfahren nötig
- Keine Unterstützung für Video-Hardwarebeschleunigung
- Teilweise Probleme mit USB-Ports und der Erkennung externer Displays
- Mit einer externen SSD (4 TB Crucial X8) lassen sich große Datenmengen von Line-Scan-Kameras speichern
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