- Beim Installieren von Proxmox auf einer älteren Dell Precision T3610 Workstation und dem Versuch eines CPU-Upgrades trat ein Problem durch verwirrende Sockelbezeichnungen auf
- Die vorhandene CPU Xeon E5-1650 v2 war in der offiziellen Intel-Dokumentation mit dem Sockel FCLGA2011 angegeben
- Es wurde ein Xeon E7-8890 v4 mit derselben Sockelbezeichnung gekauft, tatsächlich war der Einbau jedoch wegen anderer physischer Kerben und Kontaktanordnung nicht möglich
- Die Recherche ergab, dass es beim LGA2011-Sockel mehrere Varianten gibt, darunter Socket R (LGA2011-0) und Socket R2 (LGA2011-1), die in der Intel-Dokumentation jedoch nicht getrennt, sondern unter derselben Bezeichnung geführt werden
- Dieser Fall zeigt, dass Intels unklare Benennung und Dokumentationspflege zu Verwirrung bei Nutzern und unnötigen Kosten führen kann
Versuch eines Upgrades einer Dell-Workstation
- Auf einer Dell Precision T3610 wurde Proxmox installiert und ein Upgrade auf 96 GB RAM und 13 SSDs mit je 500 GB durchgeführt
- Für das CPU-Upgrade wurde nach einem Ersatz für die vorhandene Xeon E5-1650 v2 (FCLGA2011) gesucht
- Auf Grundlage der Intel-Produktseite fiel die Wahl auf die Xeon E7-8890 v4 (FCLGA2011), die für etwa 15 US-Dollar bei eBay gekauft wurde
Fehlgeschlagener CPU-Einbau und Ursache
- Obwohl die neue CPU physisch dieselbe Größe hatte, konnte sie wegen zusätzlicher Kontakte und einer anderen Kerbenstruktur nicht eingebaut werden
- Trotz derselben FCLGA2011-Bezeichnung in der Intel-Dokumentation bestand in der Praxis keine Sockelkompatibilität
- Weitere Nachforschungen zeigten, dass es bei LGA2011 Socket R (LGA2011-0), Socket R2 (LGA2011-1) und sogar eine dritte Variante gibt
- Der T3610 verwendet Socket R
- Die E7-8890 v4 verwendet Socket R2
- Entsprechende Informationen finden sich im Wikipedia-Artikel zu LGA2011
Probleme mit Intels Benennungsschema
- Intel sorgt für Verwirrung, indem alle Varianten als FCLGA2011 bezeichnet werden
- Durch das Fehlen eines klaren Versionsnummernsystems wird die Beurteilung der Hardware-Kompatibilität erschwert
- Dass bei gleicher Bezeichnung Kontaktanordnung und Kerbenstruktur variieren, wird als Problem ineffizienten Designs und mangelhafter Dokumentation kritisiert
Ergebnis und Erkenntnisse
- Die gekaufte CPU ist mangels Einbaumöglichkeit faktisch nur noch ein Briefbeschwerer
- Eine Rückgabe wäre möglich gewesen, wurde aber vorerst aufgeschoben, da die Versandkosten etwa der Hälfte des CPU-Preises entsprachen
- Falls künftig ein Server mit Socket-R2-Mainboard verfügbar ist, besteht noch eine Chance auf Wiederverwendung
- Die Erfahrung wird als Lehre mit günstigen Lernkosten bewertet
- Sie unterstreicht, dass man bei Hardware-Upgrades die genauen Varianten einer Sockelbezeichnung prüfen sollte
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