1 Punkte von GN⁺ 2025-12-21 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Beim Installieren von Proxmox auf einer älteren Dell Precision T3610 Workstation und dem Versuch eines CPU-Upgrades trat ein Problem durch verwirrende Sockelbezeichnungen auf
  • Die vorhandene CPU Xeon E5-1650 v2 war in der offiziellen Intel-Dokumentation mit dem Sockel FCLGA2011 angegeben
  • Es wurde ein Xeon E7-8890 v4 mit derselben Sockelbezeichnung gekauft, tatsächlich war der Einbau jedoch wegen anderer physischer Kerben und Kontaktanordnung nicht möglich
  • Die Recherche ergab, dass es beim LGA2011-Sockel mehrere Varianten gibt, darunter Socket R (LGA2011-0) und Socket R2 (LGA2011-1), die in der Intel-Dokumentation jedoch nicht getrennt, sondern unter derselben Bezeichnung geführt werden
  • Dieser Fall zeigt, dass Intels unklare Benennung und Dokumentationspflege zu Verwirrung bei Nutzern und unnötigen Kosten führen kann

Versuch eines Upgrades einer Dell-Workstation

  • Auf einer Dell Precision T3610 wurde Proxmox installiert und ein Upgrade auf 96 GB RAM und 13 SSDs mit je 500 GB durchgeführt
  • Für das CPU-Upgrade wurde nach einem Ersatz für die vorhandene Xeon E5-1650 v2 (FCLGA2011) gesucht
  • Auf Grundlage der Intel-Produktseite fiel die Wahl auf die Xeon E7-8890 v4 (FCLGA2011), die für etwa 15 US-Dollar bei eBay gekauft wurde

Fehlgeschlagener CPU-Einbau und Ursache

  • Obwohl die neue CPU physisch dieselbe Größe hatte, konnte sie wegen zusätzlicher Kontakte und einer anderen Kerbenstruktur nicht eingebaut werden
  • Trotz derselben FCLGA2011-Bezeichnung in der Intel-Dokumentation bestand in der Praxis keine Sockelkompatibilität
  • Weitere Nachforschungen zeigten, dass es bei LGA2011 Socket R (LGA2011-0), Socket R2 (LGA2011-1) und sogar eine dritte Variante gibt
    • Der T3610 verwendet Socket R
    • Die E7-8890 v4 verwendet Socket R2
  • Entsprechende Informationen finden sich im Wikipedia-Artikel zu LGA2011

Probleme mit Intels Benennungsschema

  • Intel sorgt für Verwirrung, indem alle Varianten als FCLGA2011 bezeichnet werden
  • Durch das Fehlen eines klaren Versionsnummernsystems wird die Beurteilung der Hardware-Kompatibilität erschwert
  • Dass bei gleicher Bezeichnung Kontaktanordnung und Kerbenstruktur variieren, wird als Problem ineffizienten Designs und mangelhafter Dokumentation kritisiert

Ergebnis und Erkenntnisse

  • Die gekaufte CPU ist mangels Einbaumöglichkeit faktisch nur noch ein Briefbeschwerer
  • Eine Rückgabe wäre möglich gewesen, wurde aber vorerst aufgeschoben, da die Versandkosten etwa der Hälfte des CPU-Preises entsprachen
  • Falls künftig ein Server mit Socket-R2-Mainboard verfügbar ist, besteht noch eine Chance auf Wiederverwendung
  • Die Erfahrung wird als Lehre mit günstigen Lernkosten bewertet
  • Sie unterstreicht, dass man bei Hardware-Upgrades die genauen Varianten einer Sockelbezeichnung prüfen sollte

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