4 Punkte von ashbyash 2025-12-18 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen

Deine Produktidee ist wahrscheinlich schlecht. Das ist trotzdem okay. Die meisten Produktideen scheitern, aber mit systematischer Validierung lässt sich reale Nachfrage prüfen und die Erfolgschance erhöhen.

Schritt 1: Prüfen, ob das Problem wirklich existiert (Problem Validation)

  • Gespräche mit potenziellen Nutzern vereinbaren: Über LinkedIn, E-Mail oder DM um ein 15- bis 30-minütiges Gespräch bitten. Beispielskript: "Hallo [Name], ich arbeite an einem Produkt, das [Problem] löst. Hättest du 20 Minuten Zeit, um deine Erfahrungen zu teilen?" (Auch bei hoher Ablehnungsquote 50 Personen kontaktieren mit dem Ziel, 10 Gespräche zu führen).
  • Drei Kernfragen (die Lösung nicht erwähnen):
    1. "Wie oft (pro Woche/Monat) hast du mit diesem Problem zu kämpfen?" – Häufigkeit prüfen (wenn nicht häufig, dann verwerfen).
    2. "Wie löst du das aktuell?" – Bestehende Alternativen verstehen (kostenlose/kostenpflichtige Tools usw.).
    3. "Was nervt dich an dieser Alternative am meisten?" – Die Tiefe des Schmerzes ausloten (z. B. "Es ist so langsam, dass ich jeden Tag 2 Stunden verliere").
  • Fehlermuster vermeiden: Sich nicht von Feedback wie "Das ist eine gute Idee" blenden lassen. Wenn man zuerst die Lösung erklärt, bekommt man nur verzerrte Antworten.

Schritt 2: Muster in Interviews analysieren (Pattern Matching)

  • Nach 5–10 Interviews auswerten: Gemeinsame Themen suchen (z. B. nutzen 80 % dasselbe Tool und haben dieselbe Beschwerde: "teuer und langsam").
    • Muster vorhanden: Eine "Problemliste" erstellen (Priorität 1: Geschwindigkeit, Priorität 2: Preis).
    • Kein Muster: Zielkundengruppe neu definieren oder die Idee verwerfen.
  • Erfolgskennzahl: Mehr als 70 % sagen "jede Woche ein Problem" + dieselbe Unzufriedenheit mit vorhandenen Alternativen. Dass in dieser Phase 90 % der Ideen ausscheiden, ist normal.

Schritt 3: Lösung validieren (Solution Validation with MVP)

  • MVP erstellen: Mit einer Landingpage (z. B. Carrd) oder einem No-code-Prototypen (Figma/Framer) eine Seite mit "Funktionsübersicht + E-Mail-Abo-/Wartelisten-Button" bauen.
  • Traffic-Test: 100–500 US-Dollar in LinkedIn-/FB-Anzeigen investieren und das Targeting präzise setzen (identisch mit den Interviewpartnern).
    • Conversion-Benchmark: Mehr als 5 % der Besucher abonnieren → grünes Licht (weitermachen). Unter 1 % → Pivot oder Kill.
  • Zusätzliche Tipps:
    • Idee nicht überschätzen: Selbst Gründer liegen meistens falsch (Fehlerrate 90 %+).
    • Umsetzung > Idee: Auch eine gute Idee scheitert, wenn die Umsetzung schlecht ist.

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