- Disney hat eine Beteiligung von 1 Milliarde US-Dollar in OpenAI angekündigt und erlaubt die Nutzung eigener Figuren in der Sora AI Video-Generierung.
- Durch diese Vereinbarung werden ab nächstem Jahr mehr als 200 Figuren aus Disney, Marvel, Pixar und Star Wars in Sora nutzbar sein.
- Disney plant, ChatGPT intern einzuführen und auf Basis von OpenAI-Technologie neue Tools und Erlebnisse aufzubauen.
- Beide Parteien betonen, dass sie den Schutz der Rechte von Erschaffenden und die Sicherheit der Nutzer gewährleisten und Kontrollmechanismen zum Schutz vor der Erstellung illegaler oder schädlicher Inhalte beibehalten.
- Die Zusammenarbeit gilt als ein wichtiges Beispiel für die Suche nach einem Ausgleich zwischen Urheberrechtsschutz und KI-Nutzung in der Content-Industrie.
Überblick über Disneys OpenAI-Investition und Zusammenarbeit
- Disney hat eine Beteiligung von 1 Milliarde US-Dollar an OpenAI angekündigt und erlaubt die Nutzung der eigenen Figuren in der Sora-App von OpenAI.
- Sora ist eine KI-basierte App, mit der Nutzer nur mit einem Text-Prompt kurze Videos erstellen können.
- Diese Vereinbarung wurde als dreijährige Lizenzvereinbarung abgeschlossen.
- Nutzer von Sora können ab dem kommenden Jahr Inhalte mit mehr als 200 Figuren aus Disney, Marvel, Pixar und Star Wars erstellen.
- Disney erhält durch den Vertrag Warrants für einen zusätzlichen Kapitalerwerb und soll zu den Schlüssel-Kunden von OpenAI zählen.
Disneys Ausbau der KI-Nutzung
- Disney verteilt ChatGPT an Mitarbeitende und entwickelt Tools und Erlebnisse auf Basis der OpenAI-Technologie weiter.
- Einige in Sora erzeugte Videos werden auch auf der Streaming-Plattform Disney+ verfügbar sein.
- OpenAI-CEO Sam Altman sagte: „Disney ist der globale Standard im Storytelling, und wir werden mit Sora und ChatGPT Images die Art des Schaffens und Erlebens erweitern.“
Urheberrecht und Reaktion der Branche
- Unmittelbar nach dem Start von Sora kam es nach der Massenproduktion von Videos mit bekannten Marken- und Figurenwelten durch Nutzer zu Urheberrechtsstreitigkeiten.
- Die Motion Picture Association (MPA) forderte OpenAI im Oktober auf, unverzüglich Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen zu ergreifen.
- Altman sagte anschließend in einem Blog, dass er feiner steuerbare Kontrollen für die Charaktererzeugung einführen wolle.
- Disney führt weiterhin rechtliche Auseinandersetzungen mit KI-Anbietern.
- Gegen Google wurde ein Aufforderungsschreiben auf Unterlassung wegen angeblicher umfangreicher Urheberrechtsverletzungen versendet.
- Auch gegenüber Midjourney und Character.AI forderte Disney die Unterlassung unautorisierter Nutzung oder leitete Klageverfahren ein.
Hauptbedingungen der Vereinbarung
- Disney und OpenAI vereinbarten, bei KI-Einsatz die Rechte der Erschaffenden und die Nutzersicherheit zu schützen und die kreative Industrie zu respektieren.
- OpenAI wird robuste Kontrollen beibehalten, um die Erzeugung von illegalen oder schädlichen Inhalten zu verhindern.
- Der Vertrag beinhaltet nicht das Recht zur Nutzung des Aussehens oder der Stimme von Personen.
- Nutzer können in ChatGPT Images ebenfalls dieselben geistigen Eigentumsrechte (IP) nutzen, um Bilder auf Basis von natürlichen Sprach-Prompts zu erstellen.
Bedeutung für die Branche
- Diese Kooperation steht symbolisch für die Verschmelzung von KI und Entertainment-Branche und schlägt ein neues Balance-Modell zwischen Urheberrechtsschutz und KI-Einsatz vor.
- Disney wählt keine vollständige Abkehr von KI-Plattformen, sondern ein Modell kontrollierter Zusammenarbeit, um das eigene IP über eine kontrollierte Kooperationsstrategie auszubauen.
- In einer Phase, in der KI die Art der Content-Produktion schnell verändert, wird die Zusammenarbeit als Beispiel dafür gesehen, wie sich ein großer Medienkonzern positioniert.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Interessant ist, dass Disney Sora vermutlich für Content-Produktion oder Automatisierung des Storytellings nutzen will
Da merkt man wieder, dass Sam Altman wirklich ein Meister des Flywheels ist
Wer wissen will, welche Vision das Management wohl zu hören bekommt, dem sei Bellonis Podcast-Folge The Town empfohlen
OpenAI scheint hier wirklich einen genialen Business-Zug gemacht zu haben. Jetzt können Leute frei Videos mit Disney-Figuren erstellen, und Disney investiert 1 Milliarde Dollar in OpenAI
Das Internet wird mit Videos von Disney-Figuren überflutet werden, und niemand muss mehr so tun, als hätte man „nicht mit IP trainiert“
Es ist Zeit, das Konzept des Urheberrechts neu zu überdenken
Disney kann Markenbekanntheit und Engagement steigern, OpenAI bekommt frisches Kapital und einen großen Kunden
Am Ende wirkt Disney wie der Gewinner
Es ist kaum zu glauben, dass Disney die Rechte an den eigenen Figuren aus der Hand gibt und OpenAI dafür auch noch Geld zahlt
Die Technik von OpenAI wird am Ende ohnehin zur Commodity werden, und auch der langfristige Wert der Anteile ist fraglich
Dass Disney so viel Geld und Wert hergibt, grenzt an Wahnsinn
Schon bei Sora 2 wurden Figuren wegen rassistischer Videos entfernt. Diesmal dürfte sich Ähnliches wiederholen
Persönlich finde ich die Vorstellung aber spannend, dass meine Tochter Videos machen könnte, in denen ihre Lieblingsprinzessin per AI spricht