- Das US-Außenministerium hat angekündigt, dass Times New Roman wieder als Standardschriftart für offizielle Dokumente eingeführt wird und damit die bisherige Nutzung von Calibri, die mit barrierefreien Gründen begründet war, umgekehrt wird
- Calibri, das 2023 eingeführt wurde, war damals wegen Verbesserungen für die Zugänglichkeit für Sehbehinderte und als Microsoft-Standardschrift gewählt worden, doch die neue Richtlinie stuft Calibri als informelle Schrift mit zu geringer Förmlichkeit ein
- Außenminister Rubio betonte, dass diese Änderung Teil der Abschaffung überflüssiger DEIA-Programme sei und dazu diene, Würde und Professionalität der Dokumente wiederherzustellen
- Die Richtlinien fordern, dass diplomatische Dokumente im Einklang mit der präsidialen Anweisung One Voice for America’s Foreign Relations in einheitlicher Weise mit professionellem Ton verfasst werden
- Inmitten anhaltender politischer Spannungen in den USA um DEI-Politiken und der Gegenwehr konservativer Kreise wird auch diese Schriftänderung als Ausdruck derselben Entwicklung dargestellt
Rubio führt einen Schrift-Coup durch: Times New Roman ersetzt Calibri
- Ein internes Kabel, in dem Außenminister Rubio die Rückkehr zu Times New Roman in allen diplomatischen Vertretungen anordnet, wurde am 9. Dezember versandt
- Das Kabel betont, dass die Schriftart die Professionalität und Förmlichkeit eines Dokuments prägt
- Calibri wird im Vergleich zu Serif-Schriften als zu wenig formale Schriftart eingestuft
- Der Hintergrund der Calibri-Einführung unter Blinken wird ausführlich erläutert
- Anfang 2023 führte das Außenministerium Calibri mit dem Argument der Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung ein
- Als Gründe wurden genannt, dass es keine dekorativen Stämme besitzt und ein Microsoft-Ökosystemstandard ist
- In Rubios Kabel wird die Einführung von Calibri als ein unnötiges DEIA-Programm bezeichnet
- Es heißt ausdrücklich, Ziel sei die Wiederherstellung der Würde in den Unterlagen der Behörde und die Abschaffung unnötiger DEIA-Programme
- Die Kompatibilität mit der Präsidentenweisung One Voice for America’s Foreign Relations wird betont
Der Vergleich zwischen Times New Roman und Calibri
- Times New Roman ist eine traditionelle Serif-Schriftart, die seit Langem in Druckmedien genutzt wird
- Calibri ist eine Sans-Serif-Schrift, die seit 2007 als Standardschrift in Microsoft Office verwendet wird
- Der Austausch beider Schriften kann den visuellen Eindruck und die formelle Atmosphäre von Dokumenten verändern
Bezug zur Rücknahme von DEI-Politiken
- Dies ist Teil der umfassenden DEI-Abschaffungspolitik der Trump-Administration
- Unmittelbar nach Amtsantritt wurde die Entlassung von Diversity-Verantwortlichen in Bundesbehörden angeordnet
- Richtlinien zur Rücknahme von Fördermitteln für verschiedene Programme wurden erlassen
- Maßnahmen, die DEI in Privat- und Bildungsbereichen einschränken, breiten sich aus
- Die nach 2020 ausgedehnten DEI-Politiken lösten in konservativen Lagern starke Kritik im Zusammenhang mit der Debatte um Gegenbenachteiligung aus
- Es wird kritisiert, dass DEI Fairness und leistungsbasierte Entscheidungen untergräbt
- Die Umstellung der Schrift ist in diesen politischen Kontext einzuordnen
Zusätzliche Hinweise
- Das Außenministerium hat zu dieser Maßnahme bislang keine sofortige offizielle Stellungnahme abgegeben
- Einige Studien deuten darauf hin, dass Sans-Serif-Schriften bei bestimmten Sehbehinderten eine bessere Lesbarkeit bieten
Noch keine Kommentare.