HTML als barrierefreies Format für wissenschaftliche Arbeiten (2023)
(info.arxiv.org)- arXiv hat begonnen, die Zugänglichkeit der Forschung zu verbessern, indem zusätzlich zum PDF Paper im HTML-Format angeboten werden
- Bei über zwei Millionen Arbeiten sind für einige Paper auf Grundlage automatisierter Konvertierung keine HTML-Versionen verfügbar; die Konvertierungsqualität soll kontinuierlich verbessert werden
- HTML hat gegenüber der Zugänglichkeit Vorteile durch bessere Kompatibilität mit Hilfstechnologien wie Screen Readern, Sprachsynthese und mobilen Geräten
- Die Community kann sich direkt einbringen, indem sie Fehler meldet und die LaTeX-Konvertierung verbessert
- Dieser Ansatz zeigt arXivs langfristige Richtung für mehr Inklusion und Zugänglichkeit in der wissenschaftlichen Forschung
Überblick zur Bereitstellung von HTML-Papers
- arXiv führt neben dem bisherigen PDF ein HTML-Paper-Format ein, um die Forschungszugänglichkeit zu erhöhen
- Laut Community-Feedback ist die Bereitstellung von HTML die Maßnahme, die kurzfristig den größten Einfluss haben kann
- Die HTML-Version wird unterhalb des PDF-Download-Links auf der Abstract-Seite angezeigt
- Autoren können während des Einreichens die HTML-Vorschau ihres Papers überprüfen
- arXiv ergänzt seine über zwei Millionen Paper schrittweise mit HTML, wobei es für einige Paper aufgrund von Konvertierungsfehlern keine HTML-Version gibt
- Der HTML-Beta-Launch ist der Anfang, und Verbesserungen der LaTeX-Konvertierung sowie fortlaufendes Feedback-Sammeln laufen weiter
Warum sie als „experimentell“ bezeichnet wurde
- Mehr als 90 % der arXiv-Einreichungen sind im TeX-Format (vor allem LaTeX), was es technisch schwierig macht, eine präzise Umwandlung nach HTML zu erreichen
- LaTeX ist sehr flexibel, und die Art der Nutzung ist zwischen den Autor:innen unterschiedlich
- HTML ist sehr gut kompatibel mit Screen Readern, Sprachumwandlung, Bildschirmlupe und mobilen Geräten
- Die Konvertierung muss automatisiert und schnell bleiben, daher ist perfekte Darstellung nicht immer möglich
- Die Entscheidung, HTML als „experimentell“ zu veröffentlichen, hat zwei Gründe
- Es werden jetzt zugängliche Paper benötigt — Forschende mit Zugänglichkeitsanforderungen baten darum, den Start nicht aufzuschieben
- Es wird Hilfe der Community benötigt — um Konvertierungsfehler zu melden und Probleme bestimmter LaTeX-Pakete zu identifizieren
Mögliche Fehler in HTML-Papers
- HTML-Paper sind noch in Bearbeitung, und es kann zu Konvertierungs- oder Darstellungsfehlern kommen
- arXiv teilt die Ursachen für Fehler mit und erklärt, wie Autor:innen diese minimieren können
- Details sind auf einer separaten Seite einsehbar
Mitwirken der Community
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1) HTML-Papers lesen und Probleme melden
- Klicken Sie auf den HTML-Link auf der Abstract-Seite des Papers, an dem Sie interessiert sind
- Probleme können über die Open Issue-Schaltfläche, durch Textauswahl oder mit dem Tastenkürzel Ctrl+? gemeldet werden
- Screenreader-Nutzer:innen können mit Alt+y den Button für den Zugänglichkeitsbericht pro Absatz umschalten
- Bitte melden Sie keine Fehler nur deshalb, weil die HTML-Version nicht wie das PDF aussieht
- Bei HTML steht die Funktion vor der Form; Unterschiede bei Zeilenumbrüchen und Abständen sind designbedingt
- HTML ist in Bezug auf Kompatibilität mit Hilfstechnologien und Geräteadaption PDFs überlegen
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2) Unterstützung bei der Verbesserung der LaTeX-Konvertierung
- Autoren können die Konvertierungsqualität verbessern, indem sie arXivs Leitfaden zu Best Practices für LaTeX-Markup befolgen
- Entwickler können über die Issue-Liste des LaTeXML-Projekts zur Verbesserung der Konvertierung beitragen
- Fachverbände und Verlage können mit der Überprüfung von
.cls-Dateien, die nicht unterstützte Pakete verwenden, zur Verbesserung der Zugänglichkeit beitragen
Dank an Mitwirkende
- Die Ratschläge und Expertise von Forscher:innen mit Behinderungen spielten über das gesamte Projekt eine große Rolle
- Die Umsetzung von HTML-Papers war möglich durch die Zusammenarbeit mit dem LaTeX Project und dem LaTeXML-Team der NIST
- Das tiefe Vertrauen gilt der Wissen, der Technik und dem Engagement für Zugänglichkeit beider Teams
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